KOLUMNE DES HERAUSGEBERS DR. R. KORENZECHER

Liebe Leserinnen und liebe Leser,
die zweite Jahreshälfte 2026 schreitet mit schnellen Schritten den hohen jüdischen Feiertagen entgegen. In nur wenigen Wochen geht der jüdische Jahreszyklus zu Ende und das Jahr 5787 steht vor der Tür.
Viele von Ihnen genießen derzeit die Ferien, verbringen einige unbeschwerte Tage mit ihren Familien oder suchen im Sommerurlaub jene Ruhe, die im Alltag so selten geworden ist. Doch die politische Wirklichkeit kennt keine Ferien. Sie holt uns selbst an den schönsten Orten ein – am Strand, in den Bergen und auf den sommerlichen Plätzen Europas. Während wir für einige Tage Abstand vom Weltgeschehen suchen, verändert sich dieser Kontinent vor unseren Augen weiter, und zwar mit einer Geschwindigkeit und einer Wucht, die sich nicht länger verdrängen lassen.
Rund 60.000 nahezu ausschließlich junge Männer überwinden binnen weniger Tage eine Außengrenze der Europäischen Union und stürmen die spanische Exklave Ceuta.
Das Geschehen von Ceuta war eine invasionsartige Machtdemonstration.
Die Europäische Union, die ihren Bürgern bis ins kleinste Detail vorschreiben möchte, wie sie zu heizen, zu fahren, zu bauen, zu sprechen, zu essen und zu denken haben, erwies sich dort, wo staatliche Souveränität tatsächlich bewiesen werden müsste, als erschreckend hilflos. Die EU kann Milliarden verteilen, nationale Souveränitätsrechte an sich ziehen, Verbrennungsmotoren verbieten, Wohnhäuser klimaideologisch reglementieren und oppositionelle Meinungen mit einem wachsenden Zensur-, Melde- und Ausgrenzungsapparat verfolgen. Nur eines kann sie offenbar nicht: ihre eigenen Grenzen schützen.
Eine größere Demütigung für einen Kontinent, der sich selbst noch immer als geopolitischen Machtfaktor betrachtet, ist kaum vorstellbar.
Die Eindringlinge waren nicht in erster Linie Frauen mit Kleinkindern, Greise oder sichtbar Schutzlose, die dort das Meer durchquerten. Es waren überwiegend junge Männer aus einem islamisch geprägten Kulturraum. Und genau hier zerbricht das Märchen vom Flüchtling. Denn wer wirklich aus Kriegsgründen oder Not flieht, der nimmt seine Familie mit – seine Frau, seine Kinder, seine Alten. Wenn junge Männer allein und wie auf Kommando zu Zehntausenden aufbrechen, dann fliehen sie nicht. Dann ziehen sie. So sind zu allen Zeiten Heere marschiert – Flüchtlingszüge sehen anders aus. Das weiß kein Volk besser als das jüdische, das in seiner Geschichte endlose Vertreibungen und Fluchten durchlitten hat.
Und besonders für die jüdische Bevölkerung, für Frauen, Homosexuelle und alle anderen, die nicht in das Weltbild islamischer, von Gewalttätigkeit, Gewaltbereitschaft, Rechtsverachtung und Judenhass geprägter Milieus passen, bedeutet diese Entwicklung eine ganz konkrete Gefahr für Leib und Leben.
Migration ist zur politischen Waffe geworden
Dass es sich um einen Angriff auf Europa handelt, beweist das Verhalten der marokkanischen Behörden: Sie haben dem Aufbruch der Zehntausenden nichts entgegengesetzt – Augenzeugenberichten zufolge halfen Beamte den Migranten sogar über die Grenze nach Spanien.
Die Größenordnung allein verbietet jeden Gedanken an ein spontanes Ereignis: Niemand verabredet sich zufällig zu Sechzigtausend zu einem harmlosen gemeinsamen Schwimmausflug.
Ein Musterbeispiel für das Versagen Europas liefert Spaniens sozialistischer Ministerpräsident Pedro Sánchez: Er stellte sich nicht etwa schützend vor die überrannte Stadt und ihre überfallenen Einwohner, sondern übte sich in Willkommensmoral und Verständnisrhetorik – ein europäischer Regierungschef, der im Zweifel den Überfallkommandos aus Marokko beisteht und nicht den Überfallenen. Wie er ja auch sonst seine Empörung lieber gegen den jüdischen Staat richtet als gegen die Verbrecher des 7. Oktober – und nun auch lieber als gegen jene, die sein eigenes Land stürmen.
Migration ist längst nicht mehr nur die Folge von Armut, Hoffnung oder individuellen Lebensentscheidungen. Migration ist zu einer Waffe geworden. Eine Waffe, die autoritäre, islamisch geprägte oder mit Europa im Konflikt stehende Staaten jederzeit einsetzen können.
Deutschland kennt dieses Geschehen seit dem Jahre 2015.
Angela Merkel, aufgewachsen und gefördert im Staat der Mauer, einst FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda, setzte damals nicht lediglich eine Grenzentscheidung durch. Sie leitete einen tiefgreifenden Umbau des Landes ein, dessen gesellschaftliche, finanzielle und sicherheitspolitische Folgen bis heute weder ehrlich bilanziert noch wirksam korrigiert wurden.
Überforderte Kommunen, immer neue Milliardenbelastungen, fehlender Wohnraum, kaum vollzogene Abschiebungen, zunehmende Gewalt, Islamisierung der Schulen und die Ausbreitung islamischer Parallelgesellschaften sind seither Alltag im „besten Deutschland aller Zeiten”.
Ceuta ist zudem kein rein spanisches Problem. Wer Ceuta erreicht, erreicht den Schengen-Raum. Und wer sich im Schengen-Raum befindet, kann sich trotz gelegentlicher Kontrollen weitgehend innerhalb Europas bewegen. Damit wird das Versagen der spanischen Grenzpolitik unmittelbar zum Problem Deutschlands, Österreichs, Frankreichs, der Niederlande und aller anderen Mitgliedstaaten.
Schengen beruhte auf einem klaren Tauschgeschäft: Die Grenzen im Inneren Europas sollten offen bleiben – dafür sollten die Außengrenzen massiv gesichert werden. Geliefert wurde nur die erste Hälfte. So wurde aus einem europäischen Freiheitsprojekt eine Migrations-Autobahn.
Auch die Regierung Merz sollte Ceuta lieber nicht als fernes spanisches Ereignis behandeln: Das Ziel der meisten, die eine ungeschützte europäische Außengrenze überwinden, ist am Ende ohnehin Deutschland – seine Jobcenter, seine Sozialleistungen, seine lasche Justiz. Und Merzens vollmundig angekündigter härterer Kurs wird daran zu messen sein, ob zwischen Ankündigung und Grenze diesmal weniger liegt als jener übliche Wahrhaftigkeitsabgrund, der auch seine übrigen Versprechen krönt.
Für die Juden Europas ist diese Entwicklung längst keine abstrakte migrationspolitische Fehlleistung mehr, sondern eine unmittelbare Bedrohung ihres täglichen Lebens. Wo islamisch geprägter Judenhass importiert, verharmlost und durch staatliche Schwäche ermutigt wird, verschwinden Kippa, Davidstern und hebräische Sprache zuerst aus dem öffentlichen Raum – und mit ihnen ein weiteres Stück jüdischer Normalität. Doch niemand sollte sich der Illusion hingeben, diese Gewalt richte sich ausschließlich gegen Juden. Was heute jüdische Schüler, Synagogenbesucher oder israelische Einrichtungen trifft, trifft zunehmend auch Frauen, Homosexuelle, Polizisten, Lehrer oder jeden beliebigen Passanten, der zur falschen Zeit am falschen Ort den aggressiven Ansprüchen gewaltbereiter migrantischer Milieus im Wege steht. Wer jüdisches Leben nicht mehr schützen kann, hat am Ende auch die Sicherheit seiner gesamten Bevölkerung preisgegeben.
Wo der Islam herrscht, verschwinden die anderen
Solange der Islam in der Minderheit ist, pocht er - gemeinsam mit seinen suizidalen grün-linken und woken Förderern, die offensichtlich nicht wissen, was sie tun - lautstark auf Minderheitenschutz. Wo er aber die Macht erlangt oder die kritische Masse überschreitet, verschwinden nicht nur die Minderheitenrechte – mit ihnen verschwinden die Minderheiten. Wer wissen will, wohin das führt, braucht keine Prophetie. Ein Geschichtsbuch genügt. Kleinasien, das Land der ersten christlichen Gemeinden, war noch 1914 zu einem Fünftel christlich – heute: 0,2 Prozent. In Ägypten, jahrhundertelang christliches Kernland, ist von der einstigen koptischen Mehrheit eine bedrängte Minderheit geblieben, deren Kirchen brennen. Nordafrika, die Heimat des heiligen Augustinus, wurde restlos entchristianisiert. Der Libanon, 1932 das einzige mehrheitlich christliche Land des Nahen Ostens, hat seine Mehrheit verloren – „als sie zur Mehrheit wurden, begannen sie, die Christen zu schlachten, die sie willkommen geheißen hatten”, bezeugt ein libanesischer Christ. Pakistan zählte vor der Teilung ein Fünftel Hindus und Sikhs – heute kaum drei Prozent. Von Afghanistans buddhistischer Vergangenheit blieben die gesprengten Buddhas von Bamiyan. Und Bethlehem, die Geburtsstadt Jesu, um die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts eine überwältigend christliche Stadt, ist nach drei Jahrzehnten „palästinensischer” Herrschaft bei einer christlichen Restminderheit von kaum zehn Prozent angekommen. Das Muster wiederholt sich auf drei Kontinenten und durch vierzehn Jahrhunderte: Wo der Islam zur Herrschaft gelangt, verschwinden die anderen. Europa ist der einzige Kontinent, der glaubt, bei ihm werde es anders ausgehen.
Was die fortschreitende Erosion unserer inneren Sicherheit bedeutet, mussten wir beim islamischen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin auf grausame Weise erleben – wir alle, und mit uns ausgerechnet jene queeren Anhänger und Claqueure des islamischen Irrsinns, die auf ihren Paraden „Free Palestine” skandieren. Und Berlin stand keinesfalls allein: Nur zwei Tage später stach in Paris ein islamischer Messerstecher auf drei Frauen ein und erklärte, Allah habe ihn geschickt, um Frauen zu töten – während die französischen Behörden, wissend um genau diese Aussage, sich ohne Verzug bemühten, das Motiv der Tat zu vernebeln. Zwei Hauptstädte, ein Wochenende – und ein suizidales Muster.
Kein Regenbogen unter der Scharia
Ausgerechnet Israel.
Der jüdische Staat gewährt Schwulen und Lesben jene Freiheit, von der sie in weiten Teilen der islamischen Welt nur träumen können. In Tel Aviv können homosexuelle Menschen offen leben, feiern und demonstrieren. Unter islamischer Herrschaft müssten sie mit Verfolgung, Misshandlung oder Tod rechnen. Dennoch marschieren westliche Queer-Aktivisten unter „palästinensischen” Fahnen und erklären Israel zum Unterdrücker.
Absurder kann politische Selbstverleugnung kaum sein. Denn dieselben Aktivisten, die hier für den Islam und für die Täter von Gaza die Fahne schwenken, würden unter der Herrschaft, die sie herbeidemonstrieren, keine Woche überleben. Sie wären die Ersten, die man an den Kränen aufknüpft. Sie setzen sich für die ein, die sie töten würden, kämen sie an die Macht.
Gleichzeitig herrscht auffälliges Schweigen über islamische Homophobie in Europa. Dabei folgt auf islamische Gewalt inzwischen ein geradezu ritualisiertes Schauspiel. Noch bevor die Ermittlungen abgeschlossen sind, beginnen Politiker, Journalisten und gewissenlose selbsternannte Experten mit psychiatrischen Ferndiagnosen, in deren Genuss keine andere Tätergruppe so mühelos gelangt. Der Täter sei traumatisiert, psychisch auffällig, sozial isoliert oder vermindert schuldfähig - so lautet die regelhafte Exkulpation, die vorauseilende Schuldbefreiung der Täter.
Aus dem Fanatiker wird ein Patient: Aus jedem fanatischen Mörder und Messerstecher wird binnen Stunden ein schutzwürdiger Fall. Täterschutz geht in Deutschland offensichtlich vor Opferschutz.
Wer diese Verbrechen wirklich unterbinden will, muss drakonische Strafen, Null-Toleranz und die unbedingte, sofortige Abschiebung sämtlicher ausländischer Straftäter verlangen – und durchsetzen. Und wer die Homosexuellen und alle anderen wirklich vor islamischen und migrantischen Messerangriffen schützen will, der muss die Täter auch als Täter benennen – auch und besonders dann, wenn sie nicht in das grün-linke und woke Weltbild passen.
Solange stattdessen Israel angeklagt wird, solange Juden auf offener Straße angepöbelt, geschlagen und verletzt werden, solange die islamo-faschistische Ideologie verharmlost wird und Mörder und Terroristen von gewissenlosen Psychiatern in Schutz genommen werden – solange bleibt von der vielbeschworenen „Verschärfung” im Umgang mit islamischer und migrantischer Gewalt nur eines: Heuchelei.
Es darf kein Pardon und keine falsche Rücksicht mehr geben, die Dinge beim Namen zu nennen: Denn am Ende ist es tatsächlich der Islam selbst, aus dem all das hervorgeht. Es gibt keinen Islamismus ohne den Islam, so wenig wie es Alkoholismus ohne Alkohol gibt.
„In der Sache vereint”
Und was tut die deutsche Politik angesichts alledem? Sie plakatiert – gegen die Falschen. In Oldenburg prangt dieser Tage eine Plakatwand, auf der sich CDU, SPD, Grüne, FDP, Volt, Piraten – und DIE LINKE unter einer gemeinsamen Parole versammeln: „In den Farben getrennt, in der Sache vereint”, darunter ein Papierkorb, in dem die Opposition entsorgt wird, garniert mit Bomben und Handgranaten. Man lese das zweimal: Die Partei Adenauers, Erhards und Kohls erklärt sich öffentlich und großflächig „in der Sache vereint” mit der Rechtsnachfolgerin jener Partei, die auf Deutsche schießen ließ, ihr eigenes Volk einmauerte und Israels Selbstverteidigung heute zum „Genozid” erklärt. Adenauer, der die Sowjetzone nie anders als „drüben” nannte, Erhard, dessen Lebenswerk die Widerlegung des Sozialismus war, Helmut Schmidt, der den NATO-Doppelbeschluss gegen die eigene Partei durchsetzte – sie alle hätten ein solches Plakat für das gehalten, was es ist: einen Offenbarungseid.
Ausgerechnet in diesem August, in dem sich der Mauerbau zum 65. Mal jährt. Was der 13. August über diese Partei und ihre stalinistischen Ahnen erzählt – von der Nacht der ermordeten jiddischen Dichter über den Schießbefehl bis zum Ribbentrop-Molotow-Pakt –, lesen Sie in meinem Beitrag im Geschichtsteil dieser Ausgabe; ebenso die Geschichte des Janusz Korczak, der im August 1942 mit den 200 Kindern seines Waisenhauses freiwillig in den Zug nach Treblinka stieg, um sie in der Stunde ihres Todes nicht allein zu lassen. Geschichte ist in dieser Zeitung nie nur Geschichte.
Burnhams Kniefall vor dem Islam
Keir Starmer ist auf dem Müllhaufen der Geschichte angekommen, doch sein Nachfolger Andy Burnham tritt in typischer Labour-Manier in seine israelfeindlichen Fußstapfen – nur schneller, lauter und williger.
Kaum als Premier bestätigt, da präsentiert er bereits den Adressaten seiner neuen Entschlossenheit: Israel.
Nicht Ukraine. Nicht Iran. Nicht die Terror-Bande Hamas, nicht das Mörder-Regime in Teheran, nicht die islamo-faschistischen Netzwerke, die den jüdischen Staat seit Jahrzehnten mit Terror, Raketen und Vernichtungsdrohungen überziehen.
Burnhams demonstrative Härte gilt ausgerechnet dem einzigen demokratischen Staat des Nahen Ostens.
Burnham vollzieht die außen- und innenpolitische Unterwerfung unter ein wachsendes muslimisches Stimmenmilieu. Fast vier Millionen Muslime leben inzwischen im Vereinigten Königreich, ein erheblicher Teil davon ist wahlberechtigt. In zahlreichen britischen Wahlkreisen reicht ihr Stimmengewicht aus, um über Sieg oder Niederlage eines Kandidaten zu entscheiden. Im britischen Mehrheitswahlrecht können wenige tausend Stimmen eine politische Karriere beenden, einen sicheren Labour-Wahlkreis kippen und eine Regierung um ihre Mehrheit bringen.
Das ist politisch billig, historisch falsch und strategisch gefährlich.
Und wer sind diese Wähler, um deren Gunst Burnham sich verbeugt? Es ist jenes Milieu, das schon am Abend des 7. Oktober auf britischen Straßen den Massenmord bejubelte – die Massenvergewaltigungen israelischer Frauen, die bei lebendigem Leib verbrannten Familien, die ermordeten Kinder und Säuglinge. Ein Milieu, das die Schlächter als Helden und Widerstandskämpfer feiert. Wer diese Wähler halten oder zurückgewinnen will, muss Israel öffentlich anklagen, Sanktionen fordern und einen „palästinensischen” Terror-Staat staatlich legitimieren.
Burnham entschuldigt sich für die bisherige Haltung seiner Partei, bezeichnet die Opfer in Gaza als Belastung des britischen Gewissens und wirft seinem Vorgänger Keir Starmer mangelnde Entschlossenheit vor.
Wo bleibt die Entschuldigung für das jahrelange Wegsehen gegenüber der Terror-Bande Hamas? Wo bleibt die britische Selbstkritik angesichts jener westlichen Hilfsgelder, die mittelbar ein mörderisches Herrschaftssystem stabilisierten, das Schulen, Krankenhäuser und Wohngebiete für seine Kriegsführung missbrauchte? Wo bleibt Burnhams öffentlicher Druck auf die arabischen Staaten, die den Palästina-Arabern seit Jahrzehnten vollmundig Solidarität versprechen, sich aber weigern, Verantwortung für deren Zukunft zu übernehmen?
Davon ist wenig zu hören.
„Palästina” als Wahlgeschenk
Stattdessen wurde die Anerkennung eines „palästinensischen” Terror-Staates zum außenpolitischen Ablasshandel einer in Bedrängnis geratenen Labour-Partei.
Labour und Burnham belohnen damit die entmenschte Gewalt gegen unschuldige israelische Zivilisten und senden ein fatales Signal an alle islamischen Terrormilizen: Mord, Vergewaltigungen und Geiselnahmen zahlen sich aus.
Es geht um einen Staat, dessen Grenzen, politische Führung, Sicherheitsordnung und wirtschaftliche Lebensfähigkeit ungeklärt sind. Einen Staat, dessen beide wichtigsten Machtzentren von miteinander verfeindeten und in unterschiedlichem Maße autoritären Organisationen kontrolliert werden. Einen Staat, dessen mögliche Regierungsvertreter bis heute keineswegs verlässlich das Existenzrecht Israels, die Entwaffnung terroristischer Gruppen oder das Ende des islamisch begründeten Vernichtungskampfes gegen den jüdischen Nachbarn garantieren.
Burnham möchte diesen Staat dennoch politisch vorab prämieren.
Also hat der neue britische Premier angekündigt, wirtschaftlichen Druck auf Israel ausüben zu wollen. Gleichzeitig erklärt Labour heuchlerisch, Antisemitismus bekämpfen zu wollen. Doch wer Israel dämonisiert, seine Selbstverteidigung delegitimiert und islamischen Juden-Hass aus Rücksicht auf islamische Wählerstimmen relativiert, schafft ein politisches Klima, das jüdisches Leben in Großbritannien zunehmend erstickt.
Was macht diese Heuchelei so unerträglich? Burnham weiß es besser. Als Bürgermeister von Manchester erlebte er 2025 den islamisch motivierten Mordanschlag auf die Heaton Park Hebrew Congregation hautnah: zwei Tote, drei Schwerverletzte. Er kennt die direkte Verbindung zwischen Israelhass und tödlicher Gewalt gegen britische Juden aus bitterer eigener Erfahrung. Er hat die Trauernden gesehen.
Burnhams Kurs ist deshalb kein politischer Aufbruch, sondern ein Kniefall: vor muslimischen Wählergruppen, vor der antiisraelischen Parteibasis und vor dem gewaltbereiten Mob auf der Straße, der unverhohlen die Vernichtung des jüdischen Staates fordert. Er weiß, was er tut. Er tut es trotzdem. Wir wissen damit auch, was von seiner Israelpolitik künftig zu erwarten ist: nicht Wandel, sondern Verschärfung – die in Europa längst praktizierte Israelfeindschaft, durch ihn potenziert.
Israel wird auch diese Phase der europäischen Anmaßung überstehen. Es hat gefährlichere Feinde, schwierigere Kriege und weit größere Bedrohungen überlebt als einen weiteren britischen Premierminister.
Am Israel Chai!
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