KOLUMNE DES HERAUSGEBERS DR. R. KORENZECHER

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

 

was uns nun als diplomatischer Durchbruch im Nahen Osten verkauft werden sollte, ist in Wahrheit nicht mehr als ein weiteres Kapitel westlicher Schwäche gegenüber einem Regime, das seit Jahrzehnten nichts anderes tut, als Zeit zu kaufen, Terror zu exportieren, Israel mit Vernichtung zu bedrohen, seine eigene Bevölkerung zu knechten und jede Verhandlung mit dem Westen als Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln zu begreifen.

Der Welthandel hoffte auf die Wiederöffnung der Straße von Hormus. Doch die Ruhe dauerte nicht lange an; wieder hat das verbrecherische Mullah-Regime bewiesen, dass man keinen Terroristen trauen kann.

Was Donald Trump gegenüber dem mörderischen Mullah-Regime als diplomatischen Triumph auszugeben versuchte, ist de facto eine Kapitulation vor dem islamo-faschistischen Terror.

Der Präsident, der einst mit Recht für sich beanspruchte, das katastrophale Atomabkommen Barack Obamas mit Teheran beendet zu haben, läuft Gefahr, als dessen noch törichterer Wiedergänger in die Geschichte einzugehen. Denn Obama täuschte sich wenigstens mit der bekannten linken Illusion, man könne islamische Revolutionsregime durch Zugeständnisse zähmen. Trump dagegen weiß es besser. Oder müsste es besser wissen.

Der US-Präsident weiß, dass die Mullahs seit Jahrzehnten lügen. Er weiß, dass dieses verbrecherische Regime nicht verhandelt, um Frieden zu schaffen, sondern um Zeit zu gewinnen. Er weiß, dass Teheran seine Terror-Armeen Hisbollah, Hamas, Houthi-Milizen und andere Terror-Schergen als Teil einer islamisch-revolutionären Vernichtungsstrategie gegen Israel, gegen Amerika und gegen den Westen finanziert.

Besonders beschämend ist dabei der Versuch, diese Kapitulation mit Börsenrekorden und fallenden Ölpreisen zu rechtfertigen. Der Stand des Aktienmarktes entscheidet nicht darüber, ob ein islamo-faschistisches Regime seine Atombombenpläne, seine Raketenprogramme und seine Terrorfinanzierung fortsetzen darf. Die Sicherheit Israels, Amerikas und des Westens bemisst sich nicht am Benzinpreis. Auch die Alliierten haben Nazi-Deutschland nicht nach Börsenkursen, Rohstoffpreisen oder den kurzfristigen Unbequemlichkeiten der eigenen Bevölkerung behandelt, sondern nach der existentiellen Gefahr, die von einem mörderischen Regime für die zivilisierte Welt ausging.

 

 

Kapitulation vor dem Terror

Wer einen Krieg gegen ein Regime, das „Tod Amerika“ und „Tod Israel“ zu seiner Staatsreligion gemacht hat, deshalb beendet, weil die Straße von Hormus die Märkte nervös macht, der hat dem Gegner die wichtigste Lektion erteilt: Drohe der Weltwirtschaft, und Washington wird weichen.

Damit hat Trump nicht den Iran in die Knie gezwungen. Er hat dem Iran gezeigt, wie Amerika in die Knie geht.

Dass Teheran die Straße von Hormus als Erpressungsinstrument einsetzen kann, ist der Kern seiner perfiden Strategie. Das Mullah-Regime hat begriffen, dass der Westen zwar moralische Reden liebt, aber bei wirtschaftlichen Schmerzen schnell die Nerven verliert. Es muss also gar nicht mehr militärisch siegen. Es reicht, die Welt an der Tankstelle, an der Börse und in den Lieferketten zu packen. Ein Präsident, der daraufhin nicht die Macht Amerikas demonstriert, sondern das Ende des Krieges als wirtschaftlichen Befreiungsschlag feiert, verwandelt die Vereinigten Staaten vor den Augen der Welt in einen Papiertiger.

Noch schlimmer ist der Inhalt dieses sogenannten Memorandums of Understanding. Wieder sollen vage Bekenntnisse Teherans genügen. Wieder soll die Islamische Republik erklären dürfen, dass sie keine Atomwaffen anstrebe. Wieder soll man einem Regime Glauben schenken, dessen gesamtes nukleares Vorgehen seit Jahrzehnten aus Täuschung, Verzögerung, Verschleierung und Vertragsbruch besteht.

Die Vereinbarung gefährdet das Leben jener, die im Nahen Osten zuerst und am unmittelbarsten den Preis dieser Naivität bezahlen werden: die Menschen in Israel.

Besonders fatal sind die vorgesehenen finanziellen Erleichterungen und enormen Geldmittel in Höhe von 300 Milliarden US-Dollar, die an die Mullahs fließen sollen, bevor auch nur eine einzige substanzielle Abrüstungsfrage wirklich geklärt ist. Die Erfahrung lehrt, wohin solches Geld fließt. Es wird nicht in Schulen für iranische Mädchen, nicht in Krankenhäuser für das unterdrückte iranische Volk und nicht in Freiheit für Dissidenten investiert. Es fließt in Raketen, Drohnen, Terrorzellen, Propaganda und in den nächsten Versuch, Israel von mehreren Fronten aus zu attackieren.

Jeder Dollar, der diesem Regime ohne vollständige, überprüfbare und irreversible Zerschlagung seiner nuklearen, ballistischen und terroristischen Infrastruktur zufließt, ist ein Vorschuss auf den nächsten Krieg.

 

 

Überleben ist israelische Staatsräson

Israel hat in diesem Krieg das getan, was der Westen längst hätte tun müssen. Es hat gekämpft. Es hat Führungsstrukturen zerschlagen, Raketenarsenale dezimiert, Luftabwehr ausgeschaltet und die unmittelbare nukleare Bedrohung zurückgeworfen. Es hat unter Einsatz des Lebens seiner Soldaten jene Arbeit geleistet, die auch der Sicherheit Amerikas dient.

Und nun soll ausgerechnet Israel zurückgepfiffen werden.

Dass Trump den jüdischen Staat wegen seines Kampfes gegen die Hisbollah öffentlich rügt, während Teheran seine Stellvertreterarmee weiter auf Nordisrael hetzt, ist ein politischer und moralischer Bruch zwischen Washington und Jerusalem. Die Hisbollah ist Teherans schwerbewaffnete Terrorlegion am Mittelmeer, geschaffen zur Einschüchterung des Libanon, zur Ausweitung iranischer Macht und zur Ermordung israelischer Männer, Frauen und Kinder.

Wer Israel auffordert, diese Bedrohung nicht mehr wirksam zu bekämpfen, fordert Israel faktisch auf, seine Bürger im Norden der mörderischen Willkür einer islamischen Terrororganisation auszuliefern.

Israel kann sich keine Schwäche leisten. Für Israel ist strategische Kurzsichtigkeit aus dem Weißen Haus eine Frage von Leben und Tod.

Der jüdische Staat steht vor der bitteren Wahl, entweder seine Selbstverteidigung einzuschränken, um Washington nicht zu verärgern, oder den Zorn eines Präsidenten zu riskieren, der offenbar nicht erträgt, dass Israel die Realität klarer sieht als er selbst. Beides ist unzumutbar.

Keine israelische Regierung wird jemals bereit sein, das Leben jüdischer Menschen zum Gegenstand von Verhandlungen zu machen — nach Auschwitz, München und dem 7. Oktober ist das Leben der Bürger des jüdischen Staates nicht verhandelbar. Kaum ein Ereignis hat dies der Welt eindrucksvoller vor Augen geführt als die legendäre Befreiungsoperation von Entebbe, die sich in diesen Tagen zum 50. Mal jährt. Wie hoch der Preis dieser Entschlossenheit sein kann und warum er dennoch alternativlos ist, können Sie in dieser Ausgabe auf den Seiten 4 und 5 nachlesen — in meiner Besprechung des soeben in deutscher Sprache erschienenen Buches „Yonis letzte Schlacht” von Iddo Netanyahu über seinen bei der Befreiung der Geiseln gefallenen Bruder, zu dessen deutscher Ausgabe ich das Vorwort beisteuern durfte.

 

Israel muss leben. Israel muss sich verteidigen. Israel muss handeln, wenn jüdisches Leben bedroht ist. Dies ist keine Frage amerikanischer Gefälligkeit, sondern jüdischer Staatsräson.

Der Westen hingegen sollte endlich begreifen, dass der Krieg des Iran gegen Israel niemals nur ein Krieg gegen Israel war. Israel ist die vorderste Linie. Dahinter steht die freie Welt. Wer Israel schwächt, stärkt Teheran und den islamischen Terror, und wer die Mullahs finanziert, bezahlt den nächsten Krieg gegen uns alle.

Besonders bitter ist, dass Trump mit dieser Wendung seine eigene beste außenpolitische Bilanz beschädigt. Die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels, die Verlegung der US-Botschaft, die Abraham-Abkommen, der Ausstieg aus dem Obama-Iran-Deal – all das waren historische Korrekturen einer jahrzehntelangen westlichen Feigheit gegenüber den Feinden des jüdischen Staates.

Umso unverständlicher ist es, dass ausgerechnet dieser Präsident nun jene alte Appeasement-Logik wiederbelebt, die er einst verspottete.

 

 

Aufkündigung der zivilisatorischen Ordnung

Der Mord an dem erst 17-jährigen Louis in Narbonne durch eine Gruppe migrantischer Jugendlicher ist ein Menetekel für Europa und Symptom der gewaltbereiten islamischen Invasion.

Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Schweden und alle anderen Refugee-Welcome-Staaten werden seit Jahren von ähnlichen Gewaltexzessen heimgesucht. Die „Einzelfälle“ sind hundertfach, mancherorts sogar tausendfach.

Louis wurde mit äußerster Brutalität zusammengeschlagen, getreten, verhöhnt, gefilmt und schwer verletzt liegen gelassen. Erst am nächsten Morgen wurde er gefunden. Über Tage rang er im Krankenhaus mit dem Tod. Am 23. Juni erlag er seinen Verletzungen. Besonders entsetzlich ist nicht nur die Tat selbst, sondern auch ihre demonstrative Zurschaustellung. Die Täter versteckten ihre Barbarei nicht. Sie filmten sie. Sie verbreiteten sie. Sie posierten über dem wehrlosen Körper ihres Opfers. Wo früher selbst der Verbrecher noch ein Restbewusstsein für Schuld, Scham oder zumindest für Entdeckung hatte, tritt heute eine neue, enthemmte Täterkultur auf, die Gewalt nicht nur ausübt, sondern als Machtdemonstration ins Netz stellt.

Die No-go-Zonen, die brennenden Autos, die Messer, die Vergewaltigungen, die Gruppenüberfälle, die Einschüchterung, die Verrohung, der Verlust öffentlicher Sicherheit in den französischen Banlieues und vielen westeuropäischen Ballungsräumen sind das Ergebnis einer jahrzehntelangen Politik der Masseneinwanderung, der falsch verstandenen Toleranz, der permanenten Entschuldigung von Gewalt durch Herkunft, Milieu, angebliche Benachteiligung oder soziale Umstände.

Europa hat sich daran gewöhnt, seine Opfer zu verwalten und seine Täter zu entschuldigen. Nach jedem neuen Mord folgen dieselben Rituale: Betroffenheitsvokabular, Kerzen, Schweigeminuten, psychologische Erklärungen, soziale Milieustudien, politische Beschwichtigung. Nur eines folgt immer seltener: eine unmissverständliche Antwort des Staates.

Es kann kein Weiter-so geben! Die Täter müssen mit aller Härte des Gesetzes zur Rechenschaft gezogen werden und gegebenenfalls ausgewiesen werden. Wer derart enthemmt und gewissenslos anderen Menschen Schaden zufügt und sie kaltschnäuzig ermordet, hat kein Recht auf eine juristische Sonderbehandlung. Wer selbst nur noch durch Gewalt kommuniziert, darf vom Staat keine pädagogische Nachsicht erwarten.

Wer einen wehrlosen Menschen zusammentritt, ihn verhöhnt, filmt, zur Trophäe erniedrigt und sterbend zurücklässt, begeht nicht nur ein Verbrechen gegen ein einzelnes Opfer. Er kündigt die elementare Übereinkunft zivilisierten Zusammenlebens auf. Er stellt sich außerhalb jener Ordnung, die ihn schützt.

Die Todesstrafe ist in Europa tabuisiert, rechtlich abgeschafft und moralisch aus dem öffentlichen Diskurs verbannt. Aber Tabus schützen keine Kinder, keine Frauen, keine alten Menschen und keine zufälligen Opfer auf nächtlichen Straßen. Wer die Todesstrafe grundsätzlich verwirft, muss mindestens erklären, welche Strafe an ihre Stelle treten soll, wenn Täter mit voller Verachtung für Leben, Recht und Gesellschaft handeln. Lebenslange Haft darf dann nicht zum bloßen Wortetikett verkommen, aus dem nach wenigen Jahren therapeutische Milde, Resozialisierungsromantik und richterlicher Zeitgeist wieder einen Ausgang basteln.

 

 

250 Jahre USA

Die Vereinigten Staaten sind nicht vollkommen. Das waren sie nie. Aber sie sind in ihrer historischen Idee größer als ihre Fehler, größer als ihre jeweiligen Präsidenten, größer auch als die tagespolitischen Torheiten, die es dort wie überall gibt. Amerika ist der politische Versuch, dem einzelnen Menschen gegen Fürstenwillkür, gegen staatliche Allmacht, gegen die eingebildete Höherwertigkeit erblicher Eliten und gegen den Kerker der alten Welt ein unveräußerliches Recht auf Leben, Freiheit und die Suche nach Glück zuzusprechen.

Und heute? Heute marschieren durch amerikanische und europäische Städte ausgerechnet jene ideologischen Nachkommen alter Unfreiheit, die „Intifada“ brüllen, Israel hassen, den jüdischen Staat dämonisieren und zugleich das Land verachten, das wie kein zweites zur Rettung und zum Überleben des Westens beigetragen hat.

Besonders bei den Democrats hat sich der Antizionismus tief in den Machtapparat gefressen. Unter dem Banner eines vermeintlich moralischen Sozialismus treten Kandidaten auf, die Israels Selbstverteidigung als „Genozid“ diffamieren, die Unterstützung für den jüdischen Staat kappen wollen und damit das Propagandavokabular der Terror-Bande Hamas in amerikanische Wahlkämpfe tragen. Dass ausgerechnet jüdische Linke und Liberale diesem Bündnis aus radikalem Islam, Sozialismus und Israel-Hass Beifall spenden, ist Zeugnis einer suizidalen Selbsttäuschung. Zur Symbolfigur dieses gefährlichen Vormarsches ist Zohran Mamdani geworden, der die Dämonisierung des jüdischen Staates in Wahlkampfslogans verwandelt und den Antizionismus als neue Parteireligion salonfähig macht.

Doch 250 Jahre USA haben gezeigt, dass diese Nation resilient ist und der Freiheitsgedanke die Tagespolitik überlebt.

 

Allen politischen Schwankungen und allen Irrtümern zum Trotz – die USA haben die Existenz Israels tiefer verstanden als große Teile Europas. Der jüdische Staat ist für Amerika nicht bloß ein Akteur der Nahostdiplomatie, sondern in weiten Teilen des Landes ein natürlicher Verbündeter, ein westlicher Vorposten, ein biblisch-historischer Bezugspunkt und eine demokratische Schicksalsmacht in einer Region der Diktaturen, Terrororganisationen und religiösen Fanatismen.

Dass die amerikanisch-israelischen Beziehungen durch den jüngsten Iran-Deal derzeit spürbar belastet und abgekühlt erscheinen, ist nicht zu übersehen. Die Kritik an Donald Trumps Nachgiebigkeit gegenüber dem Mullah-Regime ist berechtigt, zumal die zentralen Fragen nach Irans Urananreicherung, seinem Raketenprogramm und seiner Terrorfinanzierung weiterhin ungelöst bleiben. Doch diese aktuelle Verstimmung ändert nichts an der geschichtlichen Tatsache, dass die Vereinigten Staaten Israels wichtigster Verbündeter sind und bleiben. Gerade in einer Zeit, in der Antisemitismus wieder offen auftritt, der jüdische Staat von westlichen Eliten zunehmend alleingelassen wird und Europa seine eigene moralische Erschöpfung mit diplomatischen Floskeln kaschiert, bleibt die amerikanische Unterstützung für Israel von unschätzbarer Bedeutung – ungeachtet aller wechselhaften Tagespolitik.

 

 

Europa spielt mit dem Feuer

In Europa riecht es nach Krieg. Nach einer Eskalation, deren Folgen am Ende nicht jene tragen werden, die heute in Talkshows, Ministerien und Parteizentralen den großen historischen Ernstfall herbeireden.

Wolodymyr Selenskyj führt längst keinen Krieg mehr, der sich sauber in die Formel vom reinen Verteidigungskampf pressen lässt. Die Ukraine trägt den Krieg tief in russisches Gebiet hinein. Raffinerien, Infrastruktur, Grenzregionen, symbolische Ziele – alles wird Teil einer Strategie, die man in Kiew als notwendig bezeichnet und in Brüssel als entschlossene Gegenwehr beklatscht. Doch wer den Krieg immer weiter ausdehnt, darf sich nicht wundern, wenn irgendwann die Gegenseite nicht mehr zwischen Warnung, Vergeltung und Flächenbrand unterscheidet.

Und Europa? Europa applaudiert.

Friedrich Merz spricht von Standhaftigkeit. Marie-Agnes Strack-Zimmermann vergöttert offensichtlich alles, was knallt, fliegt und möglichst weit reicht. Und die Grünen, jene Partei, die einst auf Montagsdemos gegen Aufrüstung protestierte, sind heute die lautesten Kriegstreiber. Aus „Nie wieder Krieg“ wurde „Mehr Waffen, mehr Reichweite, mehr Eskalation“.

Das wäre schon gefährlich genug, wenn Deutschland ein stabiles, wehrhaftes, funktionierendes Land wäre. Aber genau das ist es nicht.

Deutschland ist bereits im Frieden überfordert. Die Bahn warnt im Grunde vor sich selbst, sobald ein paar heiße Tage kommen. Gleise, Weichen, Fahrpläne und Nerven geben nach. Autobahnen reißen auf, Brücken bröckeln, Verwaltungen versinken im Papier, Kliniken ächzen, Arzttermine werden zur Lotterie.

Krieg ist nicht nur Front. Krieg ist Strom, Wasser, Verkehr, Lebensmittel, Krankenhäuser, Polizei, Zivilschutz. Die Grenzen wurden einer islamo-faschistischen Invasion geöffnet, Polizei und Justiz wurden moralisch gefesselt.

Der Bürger ist entwaffnet. Der Kriminelle nicht.

Dann wird sich zeigen, ob Krankenhäuser, Rettungsdienste und Behörden noch nach Recht, Ordnung und Bedürftigkeit handeln können oder ob dort derjenige zuerst bedient wird, der am lautesten droht.

 

Und damit schließt sich der Kreis. Denn Europas Kriegseifer, seine moralische Großspurigkeit und seine völlige innere Verwahrlosung wären ohne die Schwankungen Washingtons kaum denkbar. Der alte Kontinent spielt den starken Mann, weil er sich noch immer unter dem amerikanischen Schutzschirm wähnt. Zugleich spürt er, dass dieser Schutzschirm Risse bekommen hat. Ein Amerika, das dem Iran Zeit, Geld und Bewegungsfreiheit lässt, sendet nicht Stärke aus, sondern Unsicherheit. Und diese Unsicherheit macht die Welt gefährlicher.

 

Noch ist nicht alles verloren. Amerika kann zurückfinden zu Klarheit, Stärke und Bündnistreue. Es kann begreifen, dass ein Regime, das seine eigene Bevölkerung unterdrückt und abschlachtet, Israel vernichten will und Amerika hasst, nicht befriedet, sondern neutralisiert werden muss. Es kann wieder an der Seite Israels stehen als verlässlicher Verbündeter.

Bis dahin bleibt festzuhalten: Israel darf sich nicht beirren lassen. Nicht von Teheran, nicht von europäischen Appeasern, nicht von UNO-Heuchlern und auch nicht von einem amerikanischen Präsidenten, der einen Rückzug mit einem Sieg verwechselt.

Der jüdische Staat hat in seiner Geschichte bereits sehr viel Furchtbares überstanden. Er wird daher die Eitelkeit, die Borniertheit und den Systemverrat der westlichen Politiker an unseren freiheitlichen Demokratien überleben.

Überstehen wird er ganz sicher auch diese Zeit der epidemischen Israelfeindschaft, wenn er seiner eigenen Erfahrung vertraut: Nicht zweifelhafte Abkommen mit Todfeinden sichern jüdisches Leben, sondern Wehrhaftigkeit, Entschlossenheit und die unverbrüchliche Bereitschaft, die Existenz des jüdischen Volkes mit eigener Kraft zu verteidigen.

 

 

Am Israel Chai!

 

Ihr Dr. Rafael Korenzecher

 

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