Eine erfundene Oppositionelle? ARD-Bericht übernimmt Mullah-Propaganda

Dieses Bild wurde mit KI generiert.

Der Krieg im Nahen Osten wird längst nicht mehr nur mit Waffen geführt, sondern mit Bildern, Narrativen und gezielt gesetzten Emotionen. Seit dem 7. Oktober 2023 hat sich ein digitaler Propagandakrieg entfaltet, in dem manipuliertes Material, aus dem Kontext gerissene Aufnahmen und strategisch platzierte Einzelschicksale die öffentliche Wahrnehmung im Westen prägen. Ein unscheinbarer Beitrag in der ARD-Nachrichtensendung „Tagesschau“ wirft ein Schlaglicht auf die wachsenden Defizite moderner Kriegsberichterstattung. Gezeigt wurde eine vermeintlich iranische Oppositionelle, die unverschleiert in Teheran lebt, frei vor der Kamera spricht und sogar mit einem Hund durch öffentliche Parks spaziert – ein Bild, das mit den frauenfeindlichen Realitäten des verbrecherischen Mullah-Regimes kaum vereinbar ist. Der Beitrag erinnerte sehr an „scripted-reality-Reportagen“. Verkauft wurde uns eine angebliche Regimegegnerin, die als Stimme des Widerstands der Iraner deutliche Kritik an Donald Trumps Kriegsführung übte, die sich nicht gegen die Mörder-Mullahs wendet. Was den woke-linken Medien nicht ins Narrativ passt, muss offenkundig durch schauspielerisches Zutun passend gemacht werden. Damit sind ARD und Konsorten Teil der hiesigen iranischen Propaganda, welche auf dem Rücken eines geknechteten Volkes ausgetragen wird. (JR)

Von Mirjam Lübke

Die Nahost-Krise hat in den westlichen Medien spätestens seit dem 7.Oktober 2023 einen regelrechten Krieg der Bilder ausgelöst – vor allem die Anhänger der Hamas fluten das Internet mit Material. Es ist eine speziell auf den Westen ausgerichtete Strategie, welche die dort etablierten Diskussionen um Völkermord und Kolonialismus für ihre Zwecke zu nutzen versteht und gleichzeitig mit den Ressentiments linker wie rechter Antisemiten spielt. Man weiß, welche Köder man auswerfen muss, um Unterstützer der eigenen Sache an die Angel zu bekommen. Vor allem Kinderbilder kommen dabei ins Spiel, denn beim Anblick eines getöteten Kindes schaut in unserer Gesellschaft niemand gleichgültig weg.

Ob die Bilder gefälscht sind oder aus einem ganz anderen Zusammenhang stammen – etwa einem Erdbeben in der Türkei – fragt kaum jemand, teils aus Naivität, teils weil Israelhasser nach diesen Bildern geradezu hungern. Seit Beginn des Iran-Konflikts steigt auch das Mullah-Regime in diesen Bilderkrieg ein – aber seine Zielsetzung ist eine andere. Vielfach sollen Israel und die USA als die Verlierer des Krieges dargestellt werden, oft geht es jedoch auch um die Verharmlosung der eigenen Unrechtsherrschaft. Von Teheran, so die Legende, geht keine Gefahr für den Frieden in der Region aus. Auch innenpolitisch sei dort alles in bester Ordnung, was eine dreiste Lüge ist: Während die Welt empört über das neue israelische Terrorabwehrgesetz diskutierte, ließ das Regime erneut zahllose Oppositionelle hinrichten.

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