Die unsichtbaren Netzwerke der iranischen Revolutionsgarden in Europa

Mitglieder der paramilitärischen Basij-Miliz halten die iranische Flagge, die Flagge der Hashd Shabi, 
die Flagge der Fatemiyoun-Brigade und die Flagge der libanesischen Hisbollah.© MORTEZA NIKOUBAZL / NURPHOTO / NURPHOTO VIA AFP

Der islamische Terroranschlag auf das israelische Restaurant „Eclipse“ in München ist kein Einzelfall. Das Bekennervideo der Gruppierung „Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia“ und die Einschätzung israelischer Sicherheitsbehörden machen deutlich: Hinter solchen Taten stehen organisierte, vom Iran gesteuerte Strukturen. Diese mörderischen und judenfeindlichen Anschläge werden im Auftrag des „Korps der Iranischen Revolutionsgarden“ durchgeführt. Kampferprobte schiitische Milizionäre, die über illegale Migrationsströme aus dem Nahen Osten nach Europa gelangt sind, stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar und bilden ein gefährliches Netzwerk innerhalb westlicher Gesellschaften. Während jüdische Einrichtungen zunehmend ins Visier geraten, beschränken sich deutsche Behörden auf routinierte Verweise auf Zuständigkeiten und Einzelfallprüfungen. Angesichts der strategischen Dimension dieser Bedrohung ist diese vorsätzliche Zurückhaltung nicht nur unzureichend, sondern grob fahrlässig und potentiell tödlich. (JR)

Von Birgit Gärtner

„Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia“ (HAYI) bedeutet übersetzt so viel wie „Islamische Bewegung der Leute der rechten Hand“. Diese Gruppierung übernahm kürzlich auch die Verantwortung für Anschläge auf Synagogen in Lüttich und Rotterdam und eine jüdische Schule in Amsterdam. Da sie „Ashab al-Yamin“ – denselben Beinamen wie auch die irakische Terrormiliz „Harakat Ansar Allah al-Awfiya“ (HAAA) benutzt, gehen israelische Sicherheitsbehörden davon aus, dass es sich um eine pro-iranische Miliz aus dem Irak handelt.

Die Existenz solcher pro-iranischen Gruppierungen aus anderen islamischen Ländern ist überhaupt nicht im öffentlichen Bewusstsein präsent. Das Schiitentum wird nachgerade automatisch mit dem Iran assoziiert, dabei ist die Bevölkerung des Irak mehrheitlich schiitisch und auch in Afghanistan gibt es eine große schiitische Bevölkerungsgruppe, die Hazara.

 

Der Irak als zweites großes Zentrum der Schia

Neben dem Iran ist der Irak das zweite große Zentrum des Schiitentums und er beherbergt dessen heiligsten Stätten: Die heilige Stadt Nadschaf, „Sitz der religiösen Gelehrsamkeit“ und Standort des „Grabes von Imam Ali“, und die „Kerbala“, das Mausoleum von Imam Hussein, dem Enkel des Propheten Mohammed. Hier finden die zentralen Trauerfeste „Aschura“ und „Arbain“ statt, die oft Millionen von Gläubigen anziehen.

Geschätzt 60-70% der irakischen Bevölkerung hängen der Schia an. Sie leben vorwiegend im Süden und in Zentralirak, wobei sie dort in neun der 18 Provinzen die absolute Mehrheit stellen. Die Hauptstadt Bagdad ist konfessionell gemischt, beherbergt aber eine sehr große schiitische Bevölkerung. Besonders der Osten der Stadt (z. B. Sadr City) sowie das Viertel al-Kadhimiya sind schiitische Hochburgen. Auch entlang der Grenze zum Iran gibt es ebenfalls bedeutende schiitische Bevölkerungsanteile. 

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