Der Zusammenbruch des Iran hinter der Fassade der Macht
Hinter der demonstrativen Härte des Teheraner Mullah-Regimes steht längst kein starker Staat mehr, sondern ein ausgehöhltes Herrschaftssystem aus Terror, Korruption, religiösem Wahn und nackter Gewalt. Seit 1979 haben die Mullahs das reiche kulturelle und wirtschaftliche Erbe Irans rücksichtslos geplündert, die Gesellschaft gedemütigt und jede friedliche Reform systematisch erstickt. Außenpolitisch finanzierten die verbrecherischen Mörder-Mullahs den islamischen Terror gegen Israel, die USA und Teile des demokratischen Westens. Die Vernichtungsabsichten gegenüber dem jüdischen Staat und seinen Menschen sind ein Grundpfeiler dieses Unrechtsregimes. Der Iran steht nun vor einem historischen Bruch – und der sogenannte Werte-Westen trägt durch seine Politik des Appeasements derzeit dazu bei, dieses Regime künstlich am Leben zu halten. Statt klarer Kante gegenüber den Unterdrückern stabilisieren halbherzige Maßnahmen, wirtschaftliche Zugeständnisse und diplomatische Rücksichtnahme genau jene Machtstrukturen, die das persische Volk knechten und nach außen Aggression und atomare Bedrohung exportieren. Statt hier standhaft an der Seite Trumps und Netanjahus zu stehen, fällt Friedrich Merz nichts Besseres ein als beiden in den Rücken zu fallen, was der Kanzler unlängst vor einer Schulklasse unter Beweis stellte, als er Trump vorwarf, er habe im Iran keinerlei Strategie. (JR)
Die Menschen im Iran nennen Mojtaba „Moosh Tabah“. Dabei handelt es sich eher um ein bewusstes Wortspiel als um die wörtliche Bedeutung seines Namens. „Mojtaba“ bedeutet auf Arabisch/Persisch „der Auserwählte“ oder „der Ausgewählte“ und ist zudem ein angesehener religiöser Titel.
Die iranische Gesellschaft ist zerrissen und zerfallen – eine Gesellschaft, die seit 1979 unter einer religiösen Diktatur lebt, die aus Khomeinis terroristischem Umsturz und den Anhängern von Mossadegh hervorgegangen ist. (Mossadegh war ein demagogischer und aufrührerischer Premierminister, der es liebte, wie ein Schauspieler die Rolle des Opfers zu spielen. Während seiner gesamten Amtszeit herrschte im Iran das Kriegsrecht, und Folter war weit verbreitet. Er war es, der sowohl das Volksparlament schloss als auch oppositionelle und kritische Zeitungen in Brand steckte; 50 Jahre später wiederholte Mahmoud Ahmadinejad dasselbe demagogische Spiel.)
In der iranischen Gesellschaft ist eine Form sozialer und psychologischer Störung offensichtlich. Im Januar kam es zu einem Massaker an Zivilisten. Wenn der Holocaust an den Juden zwischen 1933 und 1945 stattfand und 6 Millionen unschuldige Männer, Frauen und Kinder Opfer des Nazi-Regimes wurden, so wurden im Iran in weniger als 48 Stunden mehr als 45.000 Patrioten und Freiheitssuchende einem Völkermord durch das schiitische islamische Kalifat ausgesetzt.
Die iranische Gesellschaft glaubt daran, die Katastrophe der schiitischen Klerikerherrschaft hinter sich zu lassen – eine Gesellschaft, in der die Mullahs Krieg, Zerstörung, Finsternis und Armut gebracht haben. Dieses Massaker und dieser Völkermord haben den Übergang im Iran von Despotismus und Kleptokratie zur Demokratie extrem schwierig und mit Hindernissen gespickt gemacht.
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