Vom Partner zum Rivalen: Die Türkei auf Kollisionskurs mit dem jüdischen Staat

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan treibt seine geopolitischen Interessen in der Region voran.© DOGUKAN KESKINKILIC / ANADOLU / ANADOLU VIA AFP
Der alles andere als loyale NATO-Partner Türkei inszeniert sich unter dem Muslimbruder Erdoğan gern als moralische Instanz im Nahen Osten, während man zugleich die eigene Machtpolitik immer offensiver vorantreibt und dabei gezielt gegen Israel Stellung bezieht. Hinter wohlklingenden Worten über Religionsfreiheit und der demonstrativen Verurteilung des Antisemitismus verbirgt sich eine Strategie, die von ideologischer Nähe zu islamo-faschistischen Akteuren, geopolitischem Expansionismus und systematischer Delegitimierung des jüdischen Staates geprägt ist. Ankara nutzt den Konflikt gezielt, um sich als Schutzmacht der sogenannten „Palästinenser“ zu profilieren und seinen Einfluss in der Region auszubauen. Für Israel ist die Türkei damit nicht länger nur ein schwieriger Partner, sondern ein strategischer Gegenspieler, dessen Ambitionen zunehmend zur realen Bedrohung werden. (JR)
Die regionale Haltung der Türkei unter Präsident Recep Tayyip Erdoğan ist zunehmend selbstbewusst geworden und verbindet ideologische Botschaften, militärisches Engagement und diplomatische Manöver im gesamten Nahen Osten. Seine jüngsten Äußerungen, in denen er Antisemitismus verurteilte, haben Fragen aufgeworfen, ob Ankara seine Rhetorik gegenüber Israel neu ausrichtet oder lediglich sein internationales Image aufpoliert.
Eine genauere Betrachtung der türkischen Politik legt nahe, dass die Erklärung eher eine kalkulierte Kommunikationsstrategie widerspiegelt als eine bedeutende Verschiebung in Ankaras allgemeiner Haltung gegenüber Israel und der Region.
Der ehemalige israelische nationale Sicherheitsberater Meir Ben-Shabbat und der Türkei-Experte Hay Eytan Cohen Yanarocak erklärten gegenüber JNS, dass Erdoğans Äußerungen in einem breiteren politischen und strategischen Kontext verstanden werden sollten – nicht als Beweis für einen substanziellen Politikwechsel.
Sie können diesen Artikel vollständig in der gedruckten oder elektronischen Ausgabe der Zeitung «Jüdische Rundschau» lesen.
Vollversion des Artikels
Sehr geehrte Leserinnen und Leser!
Hier können Sie
die Zeitung abonnieren,
die aktuelle Ausgabe oder frühere Ausgaben kaufen
oder eine Probeausgabe der Zeitung bestellen,

in gedruckter oder elektronischer Form.
Sehr geehrte Leser!
Die alte Website unserer Zeitung mit allen alten Abos finden Sie hier:
alte Website der Zeitung.
Und hier können Sie:
unsere Zeitung abonnieren,
die aktuelle oder alte Ausgaben bestellen
sowie eine Probeausgabe bekommen
in der Druck- oder Onlineform

Werbung












