Rückkehr ins Machtzentrum? Angela Merkel zwischen Bellevue und ungeklärter Stasi-Vergangenheit

Kommt Alt-Kanzlerin Angela Merkel wieder auf die politische Bühne zurück?© THOMAS KIENZLE / AFP

Die heutigen Entwicklungen sind nicht aus dem Nichts entstanden. Viele der politischen Weichenstellungen, die heute ihre Wirkung entfalten, reichen zurück in die Ära Merkel. Entscheidungen, die damals als pragmatisch galten, zeigen heute ihre langfristigen Folgen – und stellen die Frage nach politischer Verantwortung neu. Merkels Stasi-Akten sind weiterhin unter Verschluss, trotz juristischer Bemühungen um Aufklärung. Dass ausgerechnet diejenige Person, die maßgeblich für die Migrationswelle von 2015/16 verantwortlich ist, den „Europäischen Verdienstorden“ erhält, ist eine maßlose Geschichtsklitterung, wenn nicht gar ein Treppenwitz der Geschichte. Die Entscheidungen der Alt-Kanzlerin zu einer suizidalen Einlasspolitik haben nicht nur offenes jüdisches Leben in Deutschland quasi verunmöglicht, sie haben auch die gesamte öffentliche Sicherheit destabilisiert. (JR)

Von Collin McMahon

Seit langem halten sich im Internet Gerüchte, wonach Angela Merkel in Wahrheit Stasi-Informantin unter dem Decknamen „IM Erika“ gewesen sei. Stasi-Historiker Hubertus Knabe hat die Datenlage analysiert und 2019 in seinem Artikel „IM Erika – eine Spurensuche“ festgestellt, dass es „keinerlei Belege“ für die Behauptung gebe, „Bundeskanzlerin Angela Merkel hätte unter dem Decknamen ‚Erika‘ für den Staatssicherheitsdienst gearbeitet“.

In dem Buch „Das erste Leben der Angela M.“ des Historikers Ralf Georg Reuth und des Journalisten Günther Lachmann gaben die Zeitzeugen Gunter Walther und Hans-Jörg Osten zu Protokoll, Angela Merkel sei in ihrer Studienzeit Anfang der 1980er „Beauftragte für Agitation und Propaganda“ der Freien deutschen Jugend (FdJ) gewesen. Merkel selbst bestritt diese Behauptung 1991 in einem Interview mit der FAZ: Sie sei „Kulturbeauftragte“ gewesen und habe lediglich „Theaterkarten besorgt“ und „Buchlesungen organisiert“.

Angela Merkels Vater, der evangelische Pfarrer Horst Kasner, der einen Tag vor der Geburt seiner Tochter am 17. Juli 1954 von Hamburg in die DDR übergesiedelt war, war als „Der Rote Kasner“ bekannt und gehörte der angeblichen KGB-Frontorganisation „Christliche Friedenskonferenz“ an, wie Hinrich Rohbom in „Merkels Maske“ schreibt. Mitglieder des „KGB-Arms“ der Stasi wie Klaus Gysi, Vater von Gregor Gysi, und Clemens de Maizière, Vater des CDU-Ministers Lothar de Maizière, gingen bei Kasners ein und aus.

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