Islamische Machtdemonstration: Öffentliche Gebete vor der schiitischen Imam-Ali-Moschee in Frankfurt

Seit der Razzia am 24. Juli 2024 ist das IZH geschlossen und das Gebäude beschlagnahmt. © BIRGIT GÄRTNER

Versammlung oder religiöse Veranstaltung? Über diese Frage streiten das Ordnungsamt Frankfurt und der Anmelder der öffentlichen Gebete vor der seit dem 24. Juli 2024 geschlossenen schiitischen Imam-Ali-Moschee in Rödelheim, die seit jeher dem Terrorregime in Teheran nahe steht. Seit rund anderthalb Jahren versammeln sich dort zweimal wöchentlich Islamis unter dem auf keinerlei faktischer Grundlage stehenden Motto „Religionsfreiheit verteidigen: Hände weg von unserer Moschee“. Während der Anmelder die Möglichkeiten der deutschen Demokratie missbraucht und sich auf die Versammlungsfreiheit beruft, wertet die Stadt die Treffen als religiöse Veranstaltungen, die nicht zwingend an diesem Ort stattfinden müssten und verweist auf einen alternativen Standort. Die Gerichte gaben jedoch bislang dem Kläger Recht – sehr zum Unverständnis von Behörden und Anwohnern, die sich weiterhin mit der regelmäßig errichteten „Pop-up-Moschee“ konfrontiert sehen. Dies ist nichts anderes als eine gezielte Landnahme des öffentlichen Raums –eine demonstrative Machtausübung der Mullah-Anhänger. (JR)

Von Birgit Gärtner

Die Imam-Ali-Moschee Frankfurt, bzw. das dahinterstehende „Zentrum der Islamischen Kultur e.V. Frankfurt“ (ZIK) war eines von rund 150 Mitgliedern im Dachverband „Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands e. V.“ (IGS). Dieser wurde 2009 auf Initiative des „Islamischen Zentrums Hamburg“ (IZH) gegründet. Dieses wiederum war der Träger der Imam-Ali-Moschee an der Alster, besser bekannt als die „Blaue Moschee“, die den zuständigen Behörden als „Europazentrale“ des Teheraner Mullah-Regimes galt.

Um 6 Uhr früh am 24. Juli 2024 verschafften sich Polizeibeamte Zutritt zur Imam-Ali-Moschee an der Alster. Diese wurde Anfang der 1960er Jahre in Abstimmung, enger Zusammenarbeit und unter Aufsicht der theologischen Hochschule in Qom (Iran), einem der beiden geistigen Zentren des Schiitentums, erbaut.

Zeitgleich wurden auch andere Objekte durchsucht, u.a. das ZIK. Seither läuft ein Verbotsverfahren, gegen das die Schiiten klagen, alle Vereine sind bis zu dem endgültigen Entscheid verboten, alle Moscheen geschlossen.

Sowohl in Hamburg als auch in Frankfurt wurden die Gebete kurzerhand auf Gehweg und Straße vor den Moscheen verlegt, in Frankfurt durchgängig bis zum heutigen Tage.

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