75 Jahre Mossad – Frauen im israelischen Geheimdienst

Seit seiner Gründung im Jahr 1951 gilt der israelische Auslandsgeheimdienst „Mossad“ als einer der effektivsten Nachrichtendienste der Welt. Weniger bekannt ist jedoch, welchen Anteil Frauen an einigen seiner spektakulärsten Operationen und an der Sicherung des jüdischen Staates hatten und haben. Als Agentinnen, Informantinnen und Analystinnen arbeiten sie oftmals mitten im feindlichen Umfeld, beschaffen strategisch entscheidende Informationen, bauen Fluchtrouten für verfolgte Juden auf oder sind an der Aufklärung und Bekämpfung terroristischer Netzwerke beteiligt. Ihre Arbeit reicht von verdeckter Spionage über operative Planung bis zur direkten Unterstützung spektakulärer Geheimdienstaktionen. Die Lebensgeschichten dieser Frauen zeigen, welchen Beitrag sie – häufig unter höchstem persönlichem Risiko – zur Sicherheit Israels geleistet haben und bis heute leisten. (JR)

Von Andrej Gromow

Seit der israelische Auslandsgeheimdienst am 1. April 1951 offiziell unter dem Namen „Mossad“ („Institut für Aufklärung und Sonderaufträge“) gegründet wurde, haben im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche Frauen in seinen Reihen gearbeitet – darunter auch als verdeckte Agentinnen. Sie waren an wichtigen operativen Einsätzen beteiligt und leisteten damit einen bedeutenden Beitrag zur Sicherheit Israels. Eine genaue Bewertung ihres Anteils bleibt jedoch bis heute schwierig, da viele Mossad-Operationen weiterhin geheim sind. Der folgende Überblick stellt daher jene Frauen vor, deren Arbeit von der Führung des Geheimdienstes besonders gewürdigt wurde und über die verlässliche Informationen aus öffentlichen Quellen vorliegen.

 

Yolande Harmer – Spionin im Umfeld der Arabischen Liga

Eine der ersten erfolgreichen Agentinnen des israelischen Geheimdienstes, die bereits vor der Gründung des jüdischen Staates für ihn tätig wurde, war Yolande Harmer. Sie begann ihre Tätigkeit mit der Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst „Sherut Yediot“ („Informationsdienst“), der innerhalb der militärischen Untergrundorganisation der Zionisten „Haganah“ im Mandatsgebiet Palästina gegründet wurde und die Grundlage für die späteren Geheimdienste Israels bildete.

Yolande wurde 1913 in der ägyptischen Stadt Alexandria in der wohlhabenden Familie Gabay geboren. Ihr Vater war Muslim, aber ein Gegner extremistischer Radikaler, ihre Mutter war Jüdin. Allerdings wusste nur ein kleiner Kreis von Personen von ihrer jüdischen Herkunft. Yolande wurde zum Studium an ein renommiertes Mädcheninternat in Paris geschickt. Mit 17 Jahren kehrte sie in ihre Heimatstadt zurück, heiratete und brachte einen Sohn zur Welt. Doch vier Jahre später ließ sie sich scheiden und zog mit ihrem Sohn nach Kairo, wo sie Journalistin wurde. Ihre Artikel über das gesellschaftspolitische Leben in Ägypten wurden in der lokalen Presse veröffentlicht, und schon bald knüpfte sie Kontakte zu vielen einflussreichen Persönlichkeiten des Landes.

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