Vertriebene ohne Stimme: Das vergessene Schicksal der Juden der arabischen Welt

Heute sind knapp über 50 Prozent der israelischen Juden Nachfahren von jüdischen Flüchtlingen aus den arabischen Ländern.
© JACK Guez/AFP

Die Vertreibung der Juden aus den arabisch-islamischen Ländern war nicht nur eine Reaktion auf die Gründung des jüdischen Staates im Jahr 1948, sondern das Ergebnis jahrhundertelanger struktureller Diskriminierung, periodischer Gewalt und wachsender Radikalisierung. Was heute häufig als romantisiertes „harmonisches Zusammenleben“ verklärt wird, war in Wahrheit von rechtlicher Benachteiligung, islamisch begründeter Herabsetzung und gewaltvollen Pogromen geprägt – lange bevor Israel gegründet wurde. Über 800.000 Juden verloren in der Mitte des 20. Jahrhunderts ihre Heimat in Ländern, in denen ihre Wurzeln teils bis in die Antike reichten. Ihre Geschichte ist ein verdrängtes Kapitel der Nahostgeschichte und eine zentrale Voraussetzung für das Verständnis der Entstehung Israels als Schutzraum jüdischer Selbstbestimmung. (JR)

Von Liyun Gothóni

Die Geschichte der Juden im Nahen Osten und in Nordafrika ist tief verwurzelt und reicht viele Jahrhunderte vor die Entstehung des Islam zurück. Viele jüdische Gemeinschaften lebten seit Jahrhunderten in diesen Regionen, doch politische und soziale Veränderungen führten zu zunehmender Diskriminierung und Gewalt ihnen gegenüber. Dies mündete in einer erzwungenen Flucht von mehr als 800.000 Juden.

Schon lange bevor der Islam entstand, gab es in Städten wie Bagdad, Kairo, Fustat, Jerusalem, Sana und Aleppo lebendige jüdische Gemeinden, die sich über viele Generationen entwickelten. Diese Gemeinschaften schufen religiöse sowie intellektuelle, wirtschaftliche und kulturelle Strukturen, die das Leben in diesen Städten über viele Jahrhunderte hinweg beeinflussten.

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