Die jüdischen Väter der europäischen Automobilindustrie

André Citroën© © COLLECTION ROGER-VIOLLET / ROGER-VIOLLET VIA AFP
Zwischen Paris, Berlin, London und Wien brachten jüdische Ingenieure und Unternehmer wie Citroën, Ganz, Salomons und Marcus den Verbrennungsmotor zur Serienreife, entwickelten das Konzept des erschwinglichen Volkswagens, setzten auf modulare Fertigung und erprobten technische Neuerungen im Rennsport. Sie begriffen das Automobil nicht lediglich als Maschine, sondern als Ausdruck eines geistigen Aufbruchs – getragen von Bildung, technischer Neugier und einem tief verwurzelten Fortschrittsglauben, wie er im europäischen Judentum des 19. und frühen 20. Jahrhunderts vielfach anzutreffen war. Ihr Beitrag zur Entwicklung der europäischen Automobilindustrie war substanziell – auch wenn er in Zeiten des Antisemitismus systematisch verdrängt oder nachträglich marginalisiert wurde. (JR)
In Paris, an der Quai de Javel, baute André Citroën, Sohn eines Händlers aus den Niederlanden, seine Fabrik. Er glaubte, dass das Auto kein Luxus sei, sondern ein Instrument der nationalen Selbstbehauptung.
In Deutschland erfand Josef Ganz, Ingenieur und Journalist, das „Volksauto”, das entgegen den Erwartungen seines Erfinders später mit der NS-Propaganda identifiziert wurde.
In Großbritannien brachte Sir David Salomons, ein reicher, ehrgeiziger Autodidakt, als einer der Ersten ein Auto auf die Straßen von Tunbridge Wells und riskierte damit, seinen hohen Titel zu verlieren.
Sie waren unterschiedlich. Eines verband sie jedoch: die Fähigkeit, gegen den Strom zu schwimmen und dabei zu glauben, dass nur so Erfolg zu erzielen sei.
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