„Pallywood“-Propaganda - Das erste Opfer des Krieges ist immer die Wahrheit

Als „Gaza Joe“ ist ein Opfer-Darsteller aus Gaza bereits weltbekannt. „Pallywood“-Propaganda - Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit
© Screenshot/Twitter@AnkeJulieMartin

Krieg wird heutzutage nicht nur auf militärischer Ebene, sondern auch an der Propaganda- und Desinformationsfront geführt. Die mit Juden-Hass erfüllte „palästinensische“ Hetze gegen Israel, die wahrheitswidrig das Bild David gegen Goliath umdreht und sich trotz der mörderischen Aggression der Gazaner als kleines Opfer darstellt, flutet sämtliche Social-Media-Kanäle von TikTok bis X. Das israelfeindliche Narrativ und die Manipulation der Wirklichkeit werden unkritisch und gern 1 zu 1 von unseren Mainstream-Medien propagiert und von den grün-links dominierten Staatsoberhäuptern und der UNO übernommen. (JR)

Von Thilo Schneider

Ein Krieg läuft immer an mehreren Fronten und der Gewinner ist am Ende der, der für seinen Sieg die Zustimmung der Geschichte erhält. Günstigenfalls finden sich die Besiegten ab und machen aus ihrer Niederlage das Beste, mit Pech aber rappeln sich die Besiegten wieder auf und nehmen Rache – wenn sie nicht komplett besiegt wurden. Die Geschichte kennt dafür viele Beispiele, wie Deutschland nach 1918 oder die sogenannten „Palästinenser“ seit 1948 jedes Mal, wenn sie wieder militärisch besiegt wurden. Der Grund hierfür liegt an Israels Versagen. Nicht militärisch, da war Israel einige Male knapp an der Niederlage dran und konnte sich nur mit Geschick und Glück aus der Würgeschlinge seiner kriegerischen Nachbarn befreien, nein, das Versagen der israelischen Regierungen spielt sich an einer anderen Front ab: Der Propagandafront. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Was Propaganda angeht, kann Israel von Hamas, Hisbollah und den anderen islamistischen und antisemitischen Terrororganisationen jede Menge lernen. Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst und die Lüge lässt sich später nur schwer wieder einfangen. Das ist auch der Grund, warum die Mörder der Hamas weltweit eine Unterstützung und Solidarität erfahren, die Israel nie zuteilwurde und zuteilwird.

 

Propaganda auf Social-Media

Das beliebte Bild von David gegen Goliath, bei dem ironischerweise Israel der Goliath und die „Palästinenser“ David sind, greift zwar zu kurz, ist aber einer der Grundpfeiler „palästinensischer“ Propaganda: „Seht auf uns, wir sind die Armen, Schwachen, die von Israel geknechtet werden und denen ein eigener Staat aus Bösartigkeit verweigert wird.“ Und wer ist nicht gerne tapfer an der Seite des Schwächeren? Wenn der FC Bayern Maccabi Haifa mit 6:0 überrollt, ist das keine Überraschung. Wenn Maccabi dem FCB aber ein Unentschieden oder sogar einen kleinen Sieg abringt – oder sich wenigstens achtsam schlägt – dann fliegen die Herzen Maccabi zu. Nicht den Bayern. Natürlich lassen sich der 7. Oktober und die nachfolgenden Ereignisse nicht mit einem Fußballspiel vergleichen, es geht hier nur um die Sympathie für den „eternal Underdog“.

Nehmen wir den Waffengang seit dem Oktober 2023: Die Hamas fährt an ihrer Propagandafront zwei Geschütze auf, wobei ein Geschütz nach innen und ein Geschütz nach außen zielt. Die Munition für das innere Geschütz lautet: „Wir sind unbesiegbar, weil Allah an unserer Seite ist.“ Das Geschütz nach außen hat die Aufschrift: „Wir sind Opfer eines Genozids, wie ihn einst auch die Juden erfahren haben“. Und die Bedienmannschaften an beiden Geschützen funktionieren furios. Nicht über die Geschützrohre der traditionellen Sendeanstalten wie beispielsweise Al Jazeerah, sondern vor allem auch über die sozialen Medien wie X (vormals Twitter) oder TikTok und in dessen Folge auch über Staatsoberhäupter, Minister, Botschafter und letztlich die UN.

Die antiisraelische Lesart nach dem 7. Oktober war so: Israel hätte im Grenzschutz absichtlich eine Lücke gelassen und damit die Hamas quasi eingeladen, ihren Terror zu verbreiten. Das Ganze sei eine gezielte Maßnahme Netanjahus, um die Hamas zu provozieren, ihre Gräueltaten zu begehen, um anschließend als Rache Gaza okkupieren zu können. Das Ganze klingt so hanebüchen blöd, dass es überraschend geglaubt wurde. Eine andere, noch strenger nach einem „Fake“ riechende Theorie wurde durch Hamas-nahe Apologeten verbreitet: Der Mossad und die IDF hätten die Oktobermassaker begangen, um es dann der Hamas in die Schuhe zu schieben und Israel eine Rechtfertigung für die Besetzung des Gaza-Streifens zu liefern. Auch diese „Tatsachen“ wurden verbreitet, vor allem im nahöstlichen Raum, denn die exzessiven Grausamkeiten und abstoßenden Szenen waren auch den muslimischen Nachbarn zu ekelhaft, um zu glauben, die wahren Islamgläubigen der Hamas könnten derart bestialische Verbrechen begehen.

Logik wird ausgeschaltet

Hier wurde seitens der Hamas eine „Gleiwitz“-Legende zu erschaffen versucht: Am Vorabend des Überfalls auf Polen hatten SS-Männer sich als polnische Freischärler verkleidet, den deutschen Sender Gleiwitz überfallen und es dann den Polen in die Schuhe geschoben, um einen propagandistischen Grund für den Angriff auf Polen zu haben. Und: In Teilen hat diese Geschichte bei ihren Unterstützern im In- und Ausland auch funktioniert.

Etwas verdorben hat es sich dann die Hamas selbst mit ihrem Pick-Up-Triumphleichenzug unter dem betretenen Jubel der Bevölkerung durch Gaza. Diese Aktion war seit 1945 ein unerreichter Höhepunkt menschlicher Barbarei. Wie aber bekam die Hamas die derart abstoßenden Bilder erklärt? Bei den Leichen auf den Pick-Ups handelte es sich – auch bei den misshandelten und vergewaltigten Frauen – allesamt um Soldatinnen der IDF, die als Feinde kein besseres Schicksal verdient hatten. Die Tatsache, dass es sich lediglich um Frauen gehandelt hatte, deren „Verbrechen“ es war, ein Friedensfestival zu besuchen und ein bisschen zu feiern, wurde so ganz schnell relativiert und weggeleugnet. Den Hamas-Sympathisanten wurden dann Bilder präsentiert, die hier den Nachweis führen sollten, dass es sich hier um „Kriegsgefangene“ handelt. Ihnen kommt das irre vor? Das ist es auch! Zumal, wenn doch der Mossad die Attentate selbst begangen hat, er die Überlebenden wohl kaum der Hamas zum Zur-Schau-Stellen übergeben hätte. Aber Logik ist nicht Sache der Propaganda. Hier geht es nur um Gefühle und darum, auch den Dümmsten noch anzustacheln.

 

Entlarvende Inszenierung

Dann gab es da „Fafo“. Fafo erlangte im In- und Ausland eine tragikkomische Berühmtheit, er war der Teil der Außenpropaganda. „Fafo“ hat seinen Namen durch die Internet-Community erhalten, denn „Fafo“ ist die gebräuchliche Abkürzung für „Fuck around, find out“. Bei „Fafo“ handelt es sich um einen jungen „Palästinenser“ in abwechslungsreichen Rollen. Fafo ist am Anfang der Kampagne zu sehen, wie er sich filmt, während über ihm Hamas-Raketen Richtung Israel fliegen. Er ist ganz aufgeregt und freut sich über die Raketen, immer wieder ruft er „Allahu akbar“, deutet auf die Raketen und führt dabei eine Art Freudentänzchen auf.

Er taucht später immer wieder auf: Etwa, wenn die Hamas ausgebombte Flüchtlinge filmt. Da sitzt er dann da und weint und beklagt den „Genozid“. Dann ist er als Unfallarzt in einem Krankenhaus zu sehen, wie er „Opfer“ versorgt, dann wieder ist er selbst „Opfer“ eines Luftangriffs. Er taucht als Pressevertreter auf und wird, nach der Zählung einiger Internetnutzer, insgesamt fünfmal ermordet. Bei Bombenangriffen, von Scharfschützen und Sturmtruppen, wo es Tote gibt, ist Fafo mit dabei. Als Pressevertreter, Arzt oder Opfer. Das Ganze ist so lächerlich, dass der damalige irakische Propagandaminister Al Sahaf wie ein seriöser Berichterstatter wirkt (Sie erinnern sich: „Belif mi – serr arr no Amerrican Tanks in Bagdad“ erklärte er vor der Presse, während im Hintergrund amerikanische Panzer Richtung Präsidentenpalast rollten). Trotzdem wurde Fafo auf der inneren Kanone Glaubwürdigkeit geschenkt.

Er gab weitere dieser lächerlichen Auswüchse: Ein Vater, der gleich mehrere Male sein totes Kind im Arm hielt und lauthals dessen Verlust beklagte, während sich das Kind, ganz lebendiges Kind, am Bein kratzte. Andere inszenierten ein Begräbnis, bis ein Luftalarm erscholl und sowohl die Leichenträger als auch die Leichen quicklebendig davonsprangen. Anscheinend wurde ihnen das Ganze dann selbst etwas zu realistisch.

 

Die Lüge vom „Genozid“

Eine andere innere Propagandalinie bestand in dem Posten von KI-generierten Bildchen, in denen beispielsweise der „palästinensische Löwe“ Israel zertritt, Landkarten von „Palästina“ ohne Israel, Bilder vom Iran als Löwen, der die „Palästinenser“ beschützt und Jubelarien auf den Iran und seine Führung, die bald, also schon nächste Woche, oder sogar morgen, spätestens übermorgen mit ihren wunderbaren Wunderwaffen nach Armageddon ziehen und Israel vernichten werden. Doch doch, ich habs von einem Freund, dessen Freund ein hohes Tier im iranischen Militär ist. Belif mi.

Das sind allerdings nur die lächerlichsten Auswüchse der Hamas-Propaganda, die gerne auch als „Pallywood“ bezeichnet wird. Im Ausland hängengeblieben ist das ewige Beklagen eines vermeintlichen „Genozids“ an den armen „Palästinensern“, die systematisch weggebombt und, wenn sie nicht gestorben sind, dann heute noch leben und von den Israelis ausgehungert werden. Ein User auf X kommentierte das sarkastisch mit den Worten: „Diese Israelis – nicht einmal einen Genozid kriegen sie ordentlich hin. Wären das Deutsche, würden längst die Leichen der Palästinenser im Mittelmeer treiben“. Da ist was dran! Besonders diese Erzählung vom vermeintlichen „Genozid“ ist in den Köpfen des Auslands hängengeblieben. Als ob die Israelis am Tod aller „Palästinenser“ interessiert wären.

Konterkariert wird dieser „Genozid“ durch „Aushungern“ dann wieder durch die Hamas selbst, wenn sie die Übergabe von ermordeten Kindergeiseln vor einer riesigen Menschenmenge aus gut genährten Zivilisten inszeniert, die mehr wie eine Siegesveranstaltung als eine würdevolle Übergabe aussieht. Wer auch nur einen Restfunken Gehirn hat, der weiß: Alles gelogen. Aber bis dahin sind Millionen geflossen. Nur nicht an eine leidende Zivilbevölkerung, die es ja tatsächlich auch gibt – aber glaubt man der Hamas, dann leidet die ja gerne. Für den Sieg, für Sinwar und ihre anderen „Helden“. Auch für die, die sich in Kuwait und Katar einen hübschen Sommer mit den unter anderem deutschen Hilfsgeldern gönnen.

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