Vera Lengsfelds entlarvendes Buch: „Ist mir egal! Wie Angela Merkel die CDU und Deutschland ruiniert hat“

Vera Lengsfelds Buch - „Ist mir egal! Wie Angela Merkel die CDU und Deutschland ruiniert hat“ – liefert einen schonungslos kritischen Blick auf die Migrations-Kanzlerin. Neben dieser wenig schmeichelhaften, aber wahren, notwendigen, und überfälligen Einordnung Angela Merkels ist dieses Buch eine wichtige Klarstellung der schädlichen Rolle der ehemaligen CDU-Kanzlerin. Die Autorin, selbst einstige DDR-Bürgerrechtlerin und langjährige CDU-Abgeordnete, kennt Angela Merkel seit deren politischem Aufstieg und enttarnt aus nächster Nähe ihren opportunistischen Werdegang. Vera Lengsfelds Buch versteht sich auch als eindringliche Warnung vor der schleichenden Erosion von Demokratie, Meinungsfreiheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt, die die Machtübernahme durch Grün und Links in diesem Lande verursacht hat. (JR)

Von Chaim Noll

Noch ein Buch über Angela Merkel? Ist sie das wert? Reicht es nicht, dass wir die katastrophalen Konsequenzen ihrer langen Kanzlerschaft ertragen müssen, die Schäden, die sie angerichtet, die Sprengsätze und Minen, die sie der Zukunft Deutschlands und Europas in den Weg gelegt hat? Ich denke nur ungern an sie, mit ungutem Gefühl, am liebsten würde ich sie ganz vergessen. Es gibt schon ein Merkel-Buch von Robin Alexander, ein weiteres von Ralph Georg Reuth, eine von Philipp Plickert herausgegebene Anthologie mit kritischen Texten über sie und nicht zuletzt Merkels eigenes Buch, ihre pompöse, nichtssagende Autobiographie mit dem tönenden Titel „Freiheit“.

 

Authentische Sicht

Und nun das Buch von Vera Lengsfeld „Ist mir egal! Wie Angela Merkel die CDU und Deutschland ruiniert hat“. Der Vorteil dieses langen Buchtitels: Man weiß in etwa, was einen erwartet. Denn Vera Lengsfeld, frühe Bürgerrechtlerin der untergehenden DDR, vorübergehend im Gefängnis, dann im britischen Exil, später anderthalb Jahrzehnte Abgeordnete des Deutschen Bundestages, 2005 aus der Politik ausgestiegen, seither politische Publizistin, schreibt und redet Klartext. Auch über Angela Merkel, die sie buchstäblich seit dem ersten Tag der Merkelschen Polit-Karriere persönlich kennt. Das gibt diesem Buch eine überzeugende Legitimation, eine unbestreitbare Notwendigkeit: ein Blick auf die Kanzlerin aus wirklich authentischer Sicht. Nicht aus der Perspektive eines beobachtenden, recherchierenden Journalisten, sondern aus der Nähe, aus der Innenperspektive, aus bester persönlicher Kenntnis der beschriebenen Person.

Wer diese Person eigentlich ist, diese DDR-Pfarrerstochter, Musterstudentin und höhere Funktionärin im kommunistischen Jugendverband, die bei Ende ihres Staates ohne Skrupel und Umstellungsschwierigkeiten sofort die Seiten wechselte und sich dem neuen System andiente, wer sie wirklich ist, diese CDU-Aufsteigerin und spätere Bundeskanzlerin Angela Merkel, das kann kein Buch vollständig ausleuchten. Lengsfelds Buch kommt der Wahrheit am nächsten, dennoch bleibt bei Angela Merkel immer ein Rest mysteriöser Ungewissheit. War sie eine Karrieristin ohne menschliche Substanz, eine vom Größenwahn Getriebene, die ihre eigenen Fähigkeiten kolossal überschätze und in entscheidenden Situationen versagte, war sie von heimlichem Hass auf das neue, bürgerlich-demokratische Land getrieben oder gar, wie manche vermuten, eine Agentin äußerer Kräfte, denen an einer Schwächung Deutschlands lag?

 

Ruinöse Hinterlassenschaft

Dass sie Deutschland schweren Schaden zugefügt hat, bestreitet heute kaum noch jemand. Ihre ruinöse Hinterlassenschaft offenbart sich mit jedem Tag mehr. Jeder hat einen anderen Grund, die sechzehn Jahre Merkel-Herrschaft für verhängnisvoll zu halten: Sie übernahm ein wirtschaftlich starkes Land und hinterließ es geschwächt und in einer beginnenden ökonomischen Krise, sie versäumte anderthalb Jahrzehnte lang entscheidende Entwicklungen wie Digitalisierung und Aufbau einer Hightech-Industrie, statt dessen trieb sie eine sinnlose „Energiewende“ voran, sie spaltete die deutsche Bevölkerung in einander bekämpfende Lager und ließ unkontrolliert Millionen Flüchtlinge aus Bürgerkriegsgebieten wie Syrien, Libanon, Afghanistan ins Land, meist junge Männer, erzogen in islamischem Hass auf „Ungläubige“, versiert im Straßenkampf und Ausplündern der Kassen.

Meine persönliche Abneigung gegen Angela Merkel gründet sich auf den schweren, wahrscheinlich irreparablen Schaden, den sie den deutschen Juden zugefügt hat. Das deutsche Judentum begann sich gerade von den Schrecken der Vergangenheit zu erholen: steigende Zahlen, wachsendes Selbstbewusstsein, zunehmende Präsenz in der deutschen Öffentlichkeit. Dann ließ die von Merkel geführte Bundesregierung, wie Karl Lagerfeld es nannte, „Millionen ihrer schlimmsten Feinde“ ins Land, und die jüdischen Gemeinden schwanden erneut dahin, verstummten kleinlaut, verbarrikadierten sich in ihren von Sicherheitsdiensten bewachten Gemeindehäusern und Synagogen. Von den einst zweihunderttausend Juden in Deutschland ist zehn Jahre später nicht mal mehr die Hälfte übrig und sichtlich vom Aussterben bedroht: die Hälfte ihrer Mitglieder im Rentenalter, fast kein Nachwuchs, nur noch neuntausend junge Juden unter 16 Jahre, von denen viele ans Auswandern denken. Auch die in Deutschland studierenden und arbeitenden jungen Israelis richten sich nicht mehr aufs Bleiben ein: das Land hat seine Attraktivität verloren.

 

Psychogramm einer Karrieristin

Wie es dazu kommen konnte, untersucht Vera Lengsfeld in ihrem Buch. Es ist eine gründlich recherchierte Studie, zunächst das Psychogramm einer Karrieristin und genialen Heuchlerin, die erst die CDU, später den deutschen Staatsapparat benutzte, um immer mehr Macht und Einfluss an sich zu bringen, dann die präzise Darstellung der Folgen, die Merkels Machtwahn zeitigte, die Deformierung der Demokratie von innen, der Abbau der Meinungsfreiheit und des kritischen Denkens, die gewissenlose Überlastung der Strukturen, die sich ausbreitende Gleichschaltung und Verdummung, ihre unausbleiblichen Folgen für die deutsche Wirtschaft.

Denn das haben die Vielen, die Merkel gewähren ließen – sei es aus Gleichgültigkeit, sei es getäuscht und geblendet von Merkels Attitüde – offenbar nicht bedacht: dass der intellektuelle Abbau, den Merkel zum Zweck ihres Machterhalts betrieb, die neuen Gesetze zur Denunziation und Überwachung Andersdenkender, die Maßnahmen zur Unterdrückung kritischen und kreativen Denkens, irgendwann die deutsche Wirtschaft treffen mussten. Und damit den Wohlstand, auf den Deutschland so stolz ist und den es zum Erhalt seines sozialen Friedens dringend braucht. Denn den sozialen Frieden hat Angela Merkel durch den Einlass von Hunderttausenden weder integrations- noch arbeitswilligen Muslimen bis an die Grenzen des Zumutbaren belastet. Die innere Sicherheit kann mancherorts nur noch durch Ausweichen, durch Flucht aus den schon von der Gegenkultur eroberten Gebieten gewahrt werden. Der ökonomische Niedergang lässt sich durch harte Besteuerung der deutschen Steuerzahler noch eine Weile verzögern. Zudem gibt es immer noch Millionen gut und zuverlässig arbeitender Menschen in Deutschland, noch immer tapfere mittelständische Betriebe, die der strukturellen Auflösung trotzen.

 

Mechanismen schleichender Totalisierung

Aus Vera Lengsfelds Studie wird man eines Tages viel zitieren. Sie wird von kommenden Generationen zu Rate gezogen werden, wenn sie sich – wieder einmal – fragen, „wie es dazu kommen konnte“. Wer Einblick nehmen will in die Mechanismen schleichender Totalisierung, des geheimen Abbaus von Bürgerrechten, des wieder aufkommenden Judenhasses, einer zunehmend paralysierten Polizei und Justiz, einer spürbaren Lähmung und Demotivierung der jungen Generation, wer, mit einem Wort, Deutschlands neueste Tragödie verstehen will, sollte dieses Buch aufmerksam lesen.

Genauestens untersucht Vera Lengsfeld die Zusammenhänge zwischen Angela Merkels Fehlentscheidungen und den daraus resultierenden Schäden und Defiziten. Sie liefert Innenansichten des deutschen Parteiensystems, die dem Leser Schauder über den Rücken jagen. Vor allem beschäftigt sie eine Frage: „Wie kann ein solcher Verfall Jahrzehnte unbemerkt bleiben? Das geht nur, wenn man Helfer hat. Merkel hatte diese Helfer in den Medien. Ohne den permanenten Beistand der Medien wäre sie schon mit ihrer ersten Regierung gescheitert.“ Nicht alle Medien haben Merkel beigestanden. Eine unfreiwillig positive Nebenwirkung ihrer Herrschaft war das Aufkommen oppositioneller Kräfte, die, allen Versuchen der Unterdrückung zum Trotz, rasch an Wirkung und Unterstützung gewannen. Dieser neuen Szene verdanken wir auch Vera Lengsfelds schrecklich wahres Buch.

 

Vera Lengsfeld, „Ist mir egal. Wie Angela Merkel die CDU und Deutschland ruiniert hat“. Berlin (Edition Achgut), 2024, 200 S., 25 Euro

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