Präsident Macron: „Antisemitismus und Antizionismus sind die Feinde der Republik“

Macron erinnerte in seiner Rede an jedes einzelne der Opfer
© RONALDO SCHEMIDT / AFP

Anlässlich des zehnten Jahrestages gedachte Emmanuel Macron gemeinsam mit Israels Präsidenten Isaac Herzog der Terroranschläge von Toulouse und Montauban vom März 2012. An der Gedenkveranstaltung nahmen auch die beiden früheren französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und François Hollande teil. Der muslimische Terrorist Mohamed Merah hatte sieben Menschen heimtückisch ermordet, unter ihnen auch einen Rabbiner und dessen zwei kleine Kinder. (JR)

Von Stefan Frank

„Der Antisemitismus und der Antizionismus sind die Feinde unserer Republik“, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Sonntag bei einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung mit dem israelischen Präsidenten Isaac Herzog, die in der südwestfranzösischen Stadt Toulouse aus Anlass des zehnten Jahrestages der Morde von Toulouse und Montauban stattfand.

Zwischen dem 11. und 19. März 2012 hatte der radikalislamische Terrorist Mohamed Merah – der nach Aussage seines Bruders Abdelghani von seinen Eltern dazu erzogen wurde, Juden zu hassen – sieben Menschen ermordet: drei Soldaten, einen jüdischen Lehrer und drei jüdische Kinder.

An der Gedenkveranstaltung nahmen außer Isaac Herzog und seiner Ehefrau Michal Herzog auch Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten, Vertreter jüdischer Organisationen und die beiden früheren französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und François Hollande teil.

 

„Frankreich legt sich vor niemand auf den Boden“

Macron erinnerte in seiner Rede an jedes einzelne der Opfer. Über Imad Ibn Ziaten, Soldat mit dem Dienstgrad des Maréchal des logis-chef (stellvertretender Zugführer), sagte Macron:

„An jenem Sonntag [dem 11. März 2012] traf er am späten Nachmittag ein paar hundert Meter von hier in einfacher Zivilkleidung denjenigen, von dem er glaubte, er sei daran interessiert, sein Motorrad zu kaufen. In Wirklichkeit war es ein Terrorist, der ihn nur tot sehen wollte.

Imad bedeutet auf Arabisch 'Säule'. Dieser Unteroffizier des 1. Regiments des Francazal-Fallschirmzuges unterstützte sein Land mit aller Kraft, bereit, sein Blut zu vergießen, sein Leben zu geben, um andere zu schützen und unsere Nation zu verteidigen.

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