"Regenbogenkoalition aus Faschisten und Kommunisten": EU hofiert antisemitischee Anti-Orban-Opposition

Am 3. April wird in Ungarn gewählt. Dabei legen sich Berlin und Brüssel mächtig ins Zeug, sich in die Innenpolitik Ungarns einzumischen und die pro-Israel Regierung von Viktor Orbán zu stürzen. Leider scheut die EU nicht davor zurück, Antisemiten und sogar Rechtsextreme zu hofieren sowie Corona-Hilfsgelder zu instrumentalisieren, um den unbequemen konservativen Premierminister endlich loszuwerden. (JR)

Ein Demonstrant zeigt den "Hitler-Gruß", im Hintergrund ein Banner mit der Aufschrift "Europa erwache", gefolgt von einem Protestzug der rechtsnationalen Jobbik-Partei in Ungarn© AFP

Von Collin McMahon

Lange Zeit sah es nicht gut aus für die Orbán-Regierung, die seit 2010 mit einer komfortablen Mehrheit regiert. Denn die bisher zerstrittene Opposition hatte sich – ähnlich wie in Israel 2021 – zu einem breiten links-rechts Bündnis vereint, mit dem alleinigen Ziel, den in Berlin und Brüssel so unbeliebten Premier Viktor Orbán abzulösen.

Im November 2020 sank Orbáns Fidesz-Partei in den Umfragen zum ersten Mal seit Jahren unter 50%. Die „Vereinte Opposition“ hielt im November 2021 mit viel Trara Vorwahlen ab, um den Spitzenkandidaten zu küren, der Orbán im April aus dem Amt fegen soll – doch seitdem geht es bergab.

Denn Spitzenkandidat der Vereinten Opposition wurde der parteilose Péter Márki-Zay, Bürgermeister von Hódmezővásárhely, einer Kleinstadt mit 44 000 Einwohnern im Südosten Ungarns, Mitbegründer der „Bewegung Aller Ungarn”. Seitdem springt der glücklose Politamateur von einem Fettnäpfchen zum nächsten, inklusive Wählerbeschimpfung und antisemitischer Ausfälle.

Am 9. Januar 2022 ließ sich Márki-Zay zu einem bizarren Facebook-Ausbruch gegen Orbáns Fidesz hinreißen, mit der Bemerkung, dass es “übrigens Juden in der Fidesz gibt. Nicht viele, aber immerhin…“ Bei einer Wahlkampfveranstaltung am 12. Februar sagte Márki-Zay, er strebe eine „Regenbogenkoalition aus Liberalen, Kommunisten, Konservativen und Faschisten“ an.

Um mit der Vereinten Opposition auch nur in der Nähe einer möglichen Mehrheit zu kommen, muss sich Márki-Zay auf die Unterstützung der national-sozialistischen Jobbik-Partei verlassen, die seit Jahren mit antisemitischen Ausfällen von sich reden macht.

Im Oktober 2020 traf sich Márki-Zay mit dem berüchtigten Jobbik-Politiker László Bíró, der Budapest „Judapest“ nennt und sich 2019 auf Facebook über „polnische, russische und israelische chassidische jüdische Touristen“ beklagte: „Mein Hund flippt aus, wenn diese Lauslocken an meinem Haus vorbeigehen”.

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