Gegen den linken anti-jüdischen Trend: Guatemala benennt Straßen und Plätze „zu Ehren Israels“ um

Rund 30 Städte und Gemeinden in Guatemala haben in den letzten drei Jahren Straßen nach Jerusalem benannt – mit einem besonderen Zusatz: Capital de Israel, Hauptstadt Israels. Ein Grund dafür sei der große Anteil evangelikaler und judenfreundlicher Christen im Land.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu, seine Frau Sara (Mitte) und die First Lady von Guatemala, Patricia Marroquín 
© GIL COHEN-MAGEN / AFP

(Israelnetz) Als zweites Land nach den USA hat Guatemala im Mai 2018 seine Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt und damit die Hauptstadt Israels anerkannt. Seitdem hat Mattanja Cohen, israelischer Botschafter für Guatemala und Honduras, alle Hände voll zu tun. Am laufenden Band erhält er Einladungen, der Einweihung neuer Straßennamen beizuwohnen. In kleinen Gemeinden wie in der Hauptstadt Guatemala-Stadt schmücken große Plaketten mit dem Namen „Jerusalén capital de Israel“ Plätze und Straßen.

Mal werden alte Gassen umbenannt, mal neue Straßen mit dem besonderen Namen bedacht. In der Gemeinde Siquinalá, Escuintla, hatte die israelische Regierung 39 Häuser an Familien gestiftet, die durch den Ausbruch des „Volcán de Fuego“ (Feuervulkan) 2018 obdachlos geworden waren. Die Straße, die die neuen Häuser zieren, ist eine von bislang rund 30 mit dem Namen „Jerusalem, Hauptstadt Israels“. Neben Cohen, der niemals fehlen darf, und dem Bürgermeister nahmen auch Vertreter der jüdischen Gemeinde Guatemalas und Mitglieder der guatemaltekisch-israelischen Parlamentariergruppe an der feierlichen Einweihung teil.

 

Keine Überzeugungsarbeit nötig

Der Name ist wie die Botschaftsverlegung selbst eine politische Äußerung. In Europa würde er als „politisch unkorrekt“ gelten und Widerstand hervorrufen. Denn „Jerusalem“-Straßen gibt es einige auf der Welt, aber die Bezeichnung als „Hauptstadt Israels“ wäre in den Augen vieler eine Provokation. In Guatemala hingegen schließt sich eine Stadt nach der anderen euphorisch dem neuen Trend an. Laut Cohen ist dafür keine Überzeugungsarbeit nötig. Denn über die Hälfte der Einwohner Guatemalas seien evangelikale Christen und gegenüber Israel positiv eingestellt.

Der Bürgermeister der Hafenstadt Puerto Barrios, Licenciado Hugo Sarceño, hat sogar angekündigt, zu Ehren Israels alle Straßen in seiner Stadt nach Ortschaften im jüdischen Staat zu benennen. „Wir glauben, dass jeder, der dem Staat Israel hilft, von Gott gesegnet wird“, sagte er. Als große Unterstützer des jüdischen Staates seien er und seine Stadt an guten Beziehungen zwischen Guatemala und Israel interessiert. Und er fügt hinzu: „Die Verbindung darf nicht nur zwischen den Regierungen bestehen, sondern zwischen den Völkern unserer Länder.“

Im Oktober 2021 konnte Cohen in La Gomera, ebenfalls in der Gemeinde Escuintla, die 27. Straße mit dem neuen Namen einweihen. Er glaubt, dass noch in diesem Jahr weitere folgen werden.

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