Wie Genderforschung und Antisemitismus sich die Hand reichen

Zahlreiche der hochsubventionierten und inzwischen boomenden Genderforschungsinstitute in den USA haben zur Solidarität mit dem erfundenen arabischen Konstrukt „Palästina“ aufgerufen. Dabei berücksichtigen die Genderisten weder historische Zusammenhänge noch die Frage, wer auch in dem jüngsten Gaza-Konflikte wieder der Angreifer war. Paradoxerweise interessiert die vermeintlichen Wissenschaftler auch die fehlende Gendergerechtigkeit unter dem frauenverachtenden Hamas-Regime nicht im Geringsten (JR).

Von Prof. Dr. Walter Krämer

In den USA haben 149 Departments auf Gender Studies, Departments of Women, Gender and Sexuality Studies oder Departments of Feminist and Gender Studies an 149 Colleges und Universitäten zur Solidarität mit „palästinensischen“ Antisemiten aufgerufen. Außer Stanford waren keine Spitzenplätze dabei, weder aus Harvard, Yale oder Princeton waren dergleichen Verirrungen zu vernehmen, aber die reine Menge beeindruckt auch so. Ebenfalls beteiligt war das Center for Race and Gender an der Universität Berkeley, das Center for the Study of Gender and Sexuality an der New York University oder das Center for the Study of Women an der University of California, Los Angeles, neben verschiedenen ähnlichen Instituten in England, Island, Norwegen, Australien oder Argentinien. Nach Deutschland ist die Kunde bislang noch nicht vorgedrungen, aber die Griffel sind gespitzt (denn irgendwas zu unterstützen gibt es immer irgendwo). Hier begnügt die Genderlobby sich zur Zeit noch damit, die 6 Millionen ermordeten Juden des Zweiten Weltkriegs nach ihrem Tod für Ideologenzwecke (die Juden- und Jüdinnenvernichtung der Nazis) nochmals geistig zu misshandeln.

Man kann dieses breite Aufwallen von Empathie und Helfenwollen in der internationalen Gendergemeinde natürlich als ein weiteres Zeichen sehen, dass in Palästina und in den arabischen Ländern drumherum die Gleichberechtigung der Frauen weltweit am weitesten fortgeschritten ist. Das ist ja schließlich allgemein bekannt. Und dieser Fortschritt soll jetzt von den Juden ausgehebelt werden. Man könnte aber auch mal anfangen, darüber nachzudenken, ob nicht eine intensive Beschäftigung mit Genderfragen zu viel Energie von anderen Bereichen des Gehirns abzieht und zu systematischen Fehleinschätzungen von wahren Verhältnissen und Fakten führt. Denn der Empfänger dieser Solidaritätsadresse ist niemand anders als das „Palestinian Feminist Collective“, eine wohlweislich in den USA beheimatete Frauenlobby (in verschieden arabischen Ländern wären ihre Vertreterinnen vielleicht längst gesteinigt worden), die als eines ihrer Ziele die Vertreibung der Juden aus großen Teilen Israels auf ihren Fahnen führt.

Hier ist der ins Deutsche übersetzte Text dieser Ergebenheitsadresse:

„Wir stehen vereint in Solidarität mit dem palästinensischen Volk. Wir antworten auf und verstärken den Aufruf des Palestinian Feminist Collecive an Feministen und Feministinnen weltweit, zu protestieren, sich zu organisieren und in den Kampf für die Befreiung Palästinas einzutreten. Wir verurteilen die gewaltsame Vertreibung der Palästinenser aus ihren Heimstätten in Sheikh Jarrah, den Überfall auf die al-Aqsa-Moschee und das Flächenbombardement des Gazastreifens, einen der am dichtesten besiedelten Landstriche der ganzen Welt, sowie die de-facto-Annexion von Ost-Jerusalem, ein nach internationalem Recht illegal besetztes Territorium. Israelische Siedler, unterstützt von Polizei und Militär, besetzen unsere Straßen, dringen in unsere Häuser ein und terrorisieren Palästinenser. Diese rechte, ethnonationalistische Gewalt geht einher mit Rufen wie ‚Tod allen Arabern‘. Mit Gewalt und unter Ausnutzung von Bürokratie und Rechtssystem vertreibt Israel die Palästinenser aus ihren rechtmäßigen Heimstätten und aus ihrem Land…“ usw. …

Vermutlich aus Platzmangel wurde vergessen, darauf hinzuweisen, dass die Bombardierung des Gazastreifens eine Antwort auf Bombenüberfälle der Hamas war und ist, dass die aus dem Jerusalemer Vorort Sheickh Jarrad „vertriebenen“ „Palästinenser“ sich großteils auf 1948 von Jordanien illegal enteigneten jüdischen Grundstücken niedergelassen hatten (bei einigen waren auch die Pachtverträge ausgelaufen), oder dass der „Überfall“ („raid“) auf die al-Aqsa-Moschee ein eher routinemäßiger Polizeieinsatz gegen dort randalierende Jugendliche gewesen war, um nur einige der Mythen aufzuzählen, die in dieser Verlautbarung Platz gefunden haben. Und wenn man einer Zufallsstichprobe der Menschheit einen Fragebogen vorlegt: „Haben Sie diesen Appell schon einmal gehört und wenn ja, ergänzen Sie: ‚Tod allen…‘“ – wer kommt da wohl am häufigsten vor? Die Araber ganz sicher nicht.

Aber in dem großen Kampf um eine bessere und geschlechtergerechte Welt kann auf solche Feinheiten keine Rücksicht genommen werden, da müssen Genderideologen und -ideologinnen aller Farben fest zusammenstehen. Oder wie der große Frauenversteher Willy Brandt einmal so treffend formulierte: Es muss zusammenwachsen, was zusammengehört.

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