Spanische TV-Moderatorin hetzt gegen israelische Sportlerinnen

Die spanische TV-Kommentatorin Clara Basiana verunglimpft die Teilnahme israelischer Sportlerinnen an internationalen Wettbewerben als „Weißwaschung“ des vermeintlichen israelischen „Völkermords an den Palästinensern“.

Clara Basiana (fünfte von links) war früher selbst Sportlerin. Heute kommentiert sie Wettkämpfe für den Rundfunk - und agitiert dabei gegen Israel.© MARTIN BUREAU / AFP

(JNS) Das „Combat Antisemitism Movement“ (CAM) fordert disziplinarische Maßnahmen gegen die Reporterin eines spanischen Fernsehsenders, die sich während einer Liveübertragung antisemitisch über israelische Sportlerinnen geäußert hat.

Die TV3-Kommentatorin Clara Basiana machte die beleidigenden Bemerkungen, als sie am 10. Juni live über die israelischen Synchronschwimmerinnen Eden Blecher und Shelly Bobritzky berichtete, nachdem die beiden bei einem olympischen Qualifikationswettkampf in Barcelona aufgetreten waren und auf die Ergebnisse der Jury warteten. Laut einer Übersetzung von CAM sagte Basiana den Zuschauern auf Spanisch:

„Abgesehen von den technischen Aspekten möchte ich darauf hinweisen, dass Israels internationale Präsenz bei Sport- und Kulturveranstaltungen eine weitere Strategie ist, um den Völkermord und die Menschenrechtsverletzungen weißzuwaschen, die das Land am palästinensischen Volk begeht.

Wir haben es hier in Barcelona bei der Qualifikation für die Olympischen Spiele gesehen, wir haben es mehrmals beim Eurovision Songcontest gesehen. Es scheint, dass im Zuge dieser Veranstaltungen die Kriegsverbrechen des israelischen Staates verschwinden. Wir müssen uns dessen als Zuschauer bewusst sein und diese Situation sichtbar machen, damit sie nicht zur Normalität wird.“

In einem Brief an Jaume Peral, CEO von Catalyunya Comunicacio, zu dem auch TV3 gehört, forderte die CAM eine Abmahnung Basianas, warf TV3 vor, nicht sachlich und objektiv über die Ereignisse zu berichten und bestand darauf, dass der Sender Präventivmaßnahmen ergreift, um sicherzustellen, dass sich ein ähnlicher Vorfall nicht wiederholt.

Der Brief wurde im Namen der 330 Partnerorganisationen und 340.000 Einzelmitglieder des „Combat Antisemitism Movement“ verschickt, zu denen auch der ehemalige US-Senator Joe Lieberman und der Menschenrechtsaktivist Natan Sharansky gehören. CAM hat zudem in der vergangenen Woche eine öffentliche Petition gestartet, die disziplinarische Maßnahmen gegen Basiana fordert.

 

(Der Artikel „Anti-Semitism watchdog calls for disciplinary action against Spanish TV host over anti-Semitic comments“ ist zuerst beim Jewish News Syndicate erschienen. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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