Tiefes Mitgefühl mit den Opfern: Die Tragödie von Galiläa

Eine fröhliche Feier zu Lag BaOmer verwandelte sich in Israels größte Katastrophe zu Friedenszeiten.

© Apu GOMES / AFP

(Israel Heute) 45 Tote und 150 Verletzte. Die Lag BaOmer-Feierlichkeiten auf dem Berg Meron verwandelten sich in eine Katastrophe, vielleicht zu einer der größten in der Geschichte Israels. Das Drama begann kurz nach Mitternacht, als bei einem Panikausbruch etliche Menschen in einer Menge auf einer Treppe ausrutschten und von der Masse zu Tode getreten wurden.

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin tweetete, dass er für die Heilung der Verletzten betet. Regierungschef Benjamin Netanjahu zeigte sich über das schwere Unglück bestürzt und versprach den Rettungskräften die volle Unterstützung. Jamina-Parteichef Naftali Bennett sprach von der größten Katastrophe in Israels Staatsgeschichte. „Vater unser, der Du bist im Himmel, sende volle Genesung an die Kranken deines Volkes und stärke die Hände der Sicherheits- und Rettungskräfte“, betete Bennett. Auch die Versammlung der katholischen Kirche im Heiligen Land sprach ihr Beileid zum Tod von 44 Juden aus. „Die Kirche umarmt die Familienangehörigen der Opfer und betet für die Genesung der Verletzten.“

Ein Sanitäter des Rettungsdienstes Zaka erzählte dem israelischen Rundfunk von einem Chaos auf dem Berg herrscht und von vielen Kindern, die von ihren Eltern getrennt worden seien. „Ich arbeite seit Jahren beim Rettungsdienst, aber so etwas Schreckliches habe ich bisher noch nie gesehen“, sagte der Sanitäter. „Es war anfänglich einfach unmöglich, den Menschen in der Masse zu helfen.“

Israels Tageszeitung „Maariv“: „Das ist eine nationale Tragödie. Menschen sind gekommen, um zu feiern und kehren nun in weißen Leichensäcken nach Hause“.

Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch Soldaten waren im Einsatz, darunter Israels Eliteeinheit 669. Berichten zufolge weigerten sich jedoch Hunderte Gläubige, den Berg zu verlassen, weil sie beten wollten. Dazu gab es Probleme mit dem Handyempfang, viele verzweifelte Menschen konnten Angehörige in Meron telefonisch nicht erreichen. Es herrschte Chaos.

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