Eine never ending story: Spionage und Attentate der Mullahs in Dänemark, Rumänien, USA und anderen Ländern

Während die europäischen Staatschefs ganz offensichtlich auch weiterhin eine Politik des Wohlwollens gegenüber den regierenden Mullahs des Iran verfolgen, wurde zum wiederholten Male ein iranischer Spion wegen Beihilfe zum Mordversuch an Oppositionellen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt – diesmal in Dänemark.

Von Majid Rafizadeh (Audiatur)

Nach Angaben des Bezirksgerichts Roskilde in Dänemark hatte Loloei Informationen über einen Dissidenten gesammelt und an den iranischen Geheimdienst weitergegeben, der die Ermordung des Mannes plante. Die Informationen umfassten Fotos vom Haus, der Straße und der Umgebung der Zielperson. „Das Gericht stellte fest, dass die Informationen gesammelt und an eine Person weitergegeben wurden, die für einen iranischen Geheimdienst arbeitet, um sie für die Pläne des Geheimdienstes zur Tötung des Exilanten zu verwenden“, hieß es in der Erklärung des Gerichts.

Der Staatsanwalt, Soeren Harbo, wies darauf hin, dass der iranische Spion ein dauerhaftes Einreiseverbot erhalten habe und nach Verbüßung seiner Strafe auch aus Dänemark ausgewiesen würde. Harbo fügte hinzu: „Es ist ein historischer Fall. Und es ist eine starke Botschaft an die (ausländischen) Geheimdienste: Sie müssen ihre Konflikte untereinander regeln und aufhören, uns hineinzuziehen“.

Bemerkenswerterweise ist dieser Fall, in dem der Geheimdienst des iranischen Regimes Spionage betreibt und versucht, seine Gegner im Ausland zu ermorden, kein Einzelfall. Das iranische Regime war in über 40 Ländern in Ermordungen, Terrorkomplotte und Terroranschläge verwickelt.

Im November 2019, wurde ein weiterer Dissident, Massoud Molavi, der einen Social-Media-Kanal auf Telegram betrieb, in dem er das iranische Regime kritisierte und die Korruption im Korps der Islamischen Revolutionsgarden aufdeckte, bei einem Spaziergang durch die Straßen Istanbuls erschossen.

Nach der Ermordung Molavis sagte US-Außenminister Mike Pompeo:

„Das iranische Regime exportiert auch weiterhin Gräueltaten über die eigenen Grenzen hinaus. Letzte Woche wurde ein iranischer Dissident, Massoud Molavi, in Istanbul ermordet, nachdem er vom Iran in die Türkei übergelaufen war. Die Ermordung von Massoud Molavi ist ein weiteres tragisches Beispiel in einer langen Reihe von mutmaßlichen, vom Iran unterstützten Attentatsversuchen außerhalb des iranischen Hoheitsgebiets. Die Brutalität und Amoralität des Regimes kennen keine internationalen Grenzen“.

2018 versuchte das iranische Regime in Dänemark einen weiteren Mordanschlag. Dänemarks ehemaliger Außenminister Anders Samuelsen betonte die Schwere des Attentats:

„Ein iranischer Geheimdienst hat ein Attentat auf dänischen Boden geplant. Dies ist völlig inakzeptabel. Tatsächlich ist der Ernst der Lage schwer zu beschreiben. Das wurde heute auch dem iranischen Botschafter in Kopenhagen deutlich gemacht“.

Deutschland hat den iranischen Botschafter in Berlin einberufen, nachdem ein 31-jähriger pakistanischer Student im Jahr 2018 wegen Spionage für Teheran gegen den ehemaligen Vorsitzenden der Deutsch-Israelischen Freundschaftsgesellschaft, Reinhold Robbe, verurteilt worden war. Das American Jewish Committee in Berlin forderte das Auswärtige Amt auf, den iranischen Botschafter auszuweisen, doch die deutsche Regierung unternahm nichts in dieser Richtung.

Im Juni 2020 wurde ein flüchtiger iranischer Richter in Rumänien getötet und aus seinem Hotelzimmerfenster geworfen. Das rumänische Außenministerium lud auch den iranischen Botschafter zu einer Erklärung vor, weil die iranischen Behörden andere Behauptungen über den Tod des Richters aufgestellt hatten.

Es ist erwähnenswert, dass auch die USA nicht vor den Spionen und Terroranschlägen der Mullahs gefeit sind. Zwei Personen in Kalifornien, Ahmadreza Mohammadi Doostdar und Majid Ghorbani wurden am 15. Januar 2020 vom Bundesgericht zu Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie dem iranischen Regime Informationen gegeben hatten, die amerikanischen Bürgern schaden könnten.

Der stellvertretende Generalstaatsanwalt für Nationale Sicherheit, John C. Demers, wies darauf hin:

„Dieser Fall veranschaulicht, dass der Iran Amerikaner in den USA ins Visier nimmt, um diejenigen zum Schweigen zu bringen, die sich dem iranischen Regime widersetzen. Die Angeklagten, die für den Iran arbeiten, sammelten Informationen über Amerikaner, die dann vom iranischen Geheimdienst genutzt werden könnten, um sie oder ihre Familien einzuschüchtern oder ihnen zu schaden. Diese Anklagen sollten allen, die hier verdeckt für den Iran arbeiten, als Erinnerung daran dienen, dass die amerikanischen Strafverfolgungsbehörden Sie verfolgen werden, um dieses Land, seine Bürger und die Grundsätze des Ersten Verfassungszusatzes, auf denen es gegründet wurde, zu schützen“.

Der iranische Geheimdienstminister und Chefspion, Mahmoud Alavi, hat damit geprahlt, dass Teheran Agenten im ganzen Westen hat, auch in Washington DC. „Viele, die in Kanada, London oder den Vereinigten Staaten leben“, fügte Alavi hinzu, „widmen sich der [islamischen] Revolution und dem obersten Führer … An diesen Orten nehmen einige an religiösen Zeremonien teil. [Diese Menschen] lieben die [islamische] Revolution.“

Während das iranische Regime seine Attentate und terroristischen Komplotte im Westen fortsetzt, schweigen die EU und die UNO.

Dr. Majid Rafizadeh ist ein iranisch-amerikanischer Politikwissenschaftler, Harvardgelehrter und Vorsitzender des International American Council on the Middle East. Auf Englisch zuerst erschienen bei Gatestone Institute. Übersetzung Audiatur-Online.

Sehr geehrte Leser!

Die alte Website unserer Zeitung mit allen alten Abos finden Sie hier:

alte Website der Zeitung.


Und hier können Sie:

unsere Zeitung abonnieren,
die aktuelle oder alte Ausgaben bestellen
sowie eine Probeausgabe bekommen

in der Druck- oder Onlineform

Unterstützen Sie die einzige unabhängige jüdische Zeitung in Deutschland mit Ihrer Spende!

Werbung


10 Mio. Stimmen mehr für Trump

10 Mio. Stimmen mehr für Trump

Mehr Stimmen als Obama, und ein Zuwachs um 10 Millionen neue Wähler, darunter zahlreiche afroamerikanische, ostasiatische und hispanische: die Stimmbilanz von Präsident Trump bei der US-Wahl kann sich sehen lassen und rechtfertigt durchaus Zweifel an der Lauterkeit der politischen Umfragen. Der angekündigte Erdrutsch zugunsten Bidens blieb trotz journalistischer Vorschusslorbeeren jedenfalls aus.

Bidens Rückkehr zum „Multilateralismus“

Bidens Rückkehr zum „Multilateralismus“

Sollte der Wunschtraum der versammelten westlichen Linken tatsächlich in Erfüllung gehen, dann wird der neue US-Präsident Joe Biden wieder die einschlägig israel-feindlichen internationalen Organisationen stärken – die negativen Auswirkungen dieses Schrittes für den jüdischen Staat sind mehr als bekannt.

Der heuchlerische Ruf der US-Democrats nach Versöhnung ist zutiefst verlogen

Der heuchlerische Ruf der US-Democrats nach Versöhnung ist zutiefst verlogen

Prominente Democrats rufen zwecks Rache und Repressalien dazu auf Listen von Trump-Unterstützern anzulegen. Bei diesen Hass-Aktionen muss sich Joe Biden die Hände nicht einmal selbst schmutzig machen. Es gibt genügend junge Kräfte in seiner sogenannten Demokratischen Partei, die ihm diese schäbige Arbeit abnehmen.

Frankreich verbietet türkische Nazi-Organisation „Graue Wölfe“

Frankreich verbietet türkische Nazi-Organisation „Graue Wölfe“

Die französische Regierung löst die türkische rechtsextreme Vereinigung auf. Vorausgegangen waren gewalttätige Proteste des faschistischen Verbandes, der in der Türkei Teil der Regierungskoalition von Präsident Erdogan ist. Deutschland geht diesen Schritt nicht mit.

Europa wird seine Kirchen vor islamischen Angriffen bewachen müssen

Europa wird seine Kirchen vor islamischen Angriffen bewachen müssen

Eher früher als später werden christliche Gotteshäuser hierzulande und in Westeuropa ebenso bedroht sein wie bislang nur die jüdischen.

Macron: Was will er tun, was er bislang nicht schon getan hat?

Macron: Was will er tun, was er bislang nicht schon getan hat?

Westeuropäische Politiker zeigen sich erschüttert und überrascht angesichts der bestialischen Morde durch islamische Asylbewerber. Simple Frage an Macron und Co: Was wollt Ihr denn ab jetzt anders machen als bei den Gräueltaten zuvor? – Die ehrliche Antwort muss lauten: „Nichts, nichts wirklich.“?

Die Talkshows schweigen, die Regenbogenfahnen flattern nicht: Wie in Deutschland den Opfern islamischer Gewalt ihre Namen und Gesichter genommen werden

Die Talkshows schweigen, die Regenbogenfahnen flattern nicht: Wie in Deutschland den Opfern islamischer Gewalt ihre Namen und Gesichter genommen werden

Den Namen des von einem Islamisten ermordeten Samuel Paty kennt jeder. Wem aber sagt der Name Thomas Lips etwas, der von einem fanatischen Muslim in Dresden ermordet wurde? Es gehört in Deutschland mittlerweile quasi zur Staatsräson, Opfer islamischen Terrors aus der Erinnerung und dem Bewusstsein der Öffentlichkeit zu drängen.

Re-elect Trump 2020! - Schicksalswahlen in den USA

Re-elect Trump 2020! - Schicksalswahlen in den USA

Die Wiederwahl des jetzigen Präsidenten ist für den Fortbestand unseres freiheitlichen westlichen Wertesystems wichtiger als es viele von uns wahrhaben wollen.

Unglaublich: Die «Palästinensische Autonomiebehörde» nutzt Entwicklungshilfe zur Bestechung der Harvard-Universität!

Unglaublich: Die «Palästinensische Autonomiebehörde» nutzt Entwicklungshilfe zur Bestechung der Harvard-Universität!

«Palästinenser» spenden fast 2 Millionen Dollar nach Harvard, und PLO-Generalsekretär Saeb Erekat wird danach plötzlich als Dozent an die weltberühmte Bostoner Universität bestellt.

Sudan bestätigt Normalisierungs-Gespräche mit Israel

Sudan bestätigt Normalisierungs-Gespräche mit Israel

Nach den Emiraten und Bahrain steht eine Normalisierung Israels mit dem Sudan an. Weitere arabische Länder werden wahrscheinlich bald folgen.

USA unter Präsident Trump helfen Griechenland gegen türkische Landnahme-Aggression in der Ägäis

USA unter Präsident Trump helfen Griechenland gegen türkische Landnahme-Aggression in der Ägäis

US-Außenminister Pompeo besucht eine Marinebasis auf Kreta, um dem Land im Konflikt mit dem türkischen Aggressor den Rücken zu stärken.

Zahl der Juden in Europa in den letzten Jahrzehnten dramatisch um 60 % gesunken

Zahl der Juden in Europa in den letzten Jahrzehnten dramatisch um 60 % gesunken

Mit zunehmender Islam-Zuwanderung und fortschreitender Islamisierung verlassen vor allem in den letzten Jahren die Juden in großer Zahl den Westen Europas.

Werbung

Alle Artikel
Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr dazu..
Verstanden