Erfahrungsbericht: Der Iran-Krieg in Israel – aus der Sicht einer Mutter

Ludmila Shay mit ihren Kindern im hauseigenen Schutzraum.


Zwischen Sirenen, Schutzräumen und schlaflosen Nächten steht eine israelische Mutter, die den Iran-Krieg und vor ihm sämtliche Angriffe der Mörder-Bande Hamas oder Hisbollah täglich bewältigt – allein mit drei kleinen Kindern, während ihr Mann an der Front kämpft. Mit bemerkenswerter Disziplin, Geduld und Zuwendung hält sie den Alltag aufrecht, schafft Struktur im Ausnahmezustand und gibt ihren Kindern genau das, was ihnen die islamischen Juden-Hasser nehmen wollen: Sicherheit, Wärme und Verlässlichkeit. Der eigentliche Schutzraum dieser und vieler anderer israelischer Familien besteht nicht aus Beton und Stein, sondern aus etwas Unsichtbarem: der Haltung, Stärke und Liebe einer Mutter. Ludmila Shays Erfahrungsbericht zeigt, dass Verteidigung nicht nur an der Front stattfindet, sondern auch in Kinderzimmern, Küchen und überfüllten Schutzräumen – getragen von Verantwortung, Liebe und einer Entschlossenheit, die stärker ist als jede Terror-Rakete. (JR)

Von Ludmila Shay

Kurz zu meiner Person: Mein Name ist Ludmila Odelia Shay. Ich bin eine Olah Hadasha und lebe seit genau fünf Jahren in Israel. Aktuell baue ich mein eigenes kleines Business auf – ich produziere Fruchtleder – und arbeite zusätzlich als Vertretungskraft in einer Kinderkrippe. Mit meiner Familie lebe ich in Zufim, einer Siedlung in Samaria. Unsere Kinder sind 10, 4 und 2 Jahre alt.

Ich bin keine Autorin. Aber nachdem ich den Artikel meines Mannes über seine Zeit in der Reserve gelesen und gesehen habe, dass er den Iran-Krieg nur in einem einzigen Satz erwähnt, war ich ehrlich gesagt überrascht. Denn nach allem, was wir in den letzten fünf Jahren hier in Israel erlebt haben, war genau diese Phase noch einmal auf einem ganz anderen Stressniveau.

Das Schlimmste bleibt der 7. Oktober. Dieses Ereignis hat das ganze Land – jeden Einzelnen – tief traumatisiert. Es ist mit keinem anderen Krieg oder Angriff vergleichbar und wirkt bis heute nach.

Schon vor dem 7. Oktober 2023 und erst recht danach waren Raketenangriffe für uns Teil des Alltags – aus Gaza (Hamas) und aus dem Libanon (Hisbollah). Damals lebten wir noch in Herzliya, einer Stadt im Großraum von Tel Aviv und somit ganz nah am Zentrum. Schule und Kindergarten fanden phasenweise über Zoom statt, während Sirenen immer wieder unseren Tagesablauf unterbrachen. Wir mussten ständig in den Mamad (Schutzraum innerhalb der Wohnung) laufen – dieses plötzliche Aufspringen, Kinder greifen, alles stehen und liegen lassen wurde mit der Zeit zur Routine, auch wenn es sich nie wirklich normal angefühlt hat.

Und selbst dann, wenn die Sirenen nicht direkt bei uns zu hören waren, blieb die Anspannung. Unsere Panoramafenster haben gezittert, wenn in der Nähe Raketen abgefangen wurden. Dieses dumpfe Grollen kam oft ohne Vorwarnung – und genau deshalb zog es die Kinder immer wieder in den Schutzraum, weil sie sich nur dort sicher fühlten.

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