Die Mizwa als Brücke zur Ewigkeit: Die spirituelle Kraft jüdischer Gebote

Die religiösen Gebote sind die ewige Verbindung zwischen Mensch und Gott. © HENDRIK SCHMIDT / POOL / AFP
Zwischen Alltag und Ewigkeit spannt sich im Judentum eine Brücke, die oft missverstanden wird: die Mizwa, die religiöse Pflicht oder gute Tat, basierend auf den 613 Geboten der Tora. Was dem flüchtigen Betrachter als Last erscheint, ist in Wahrheit eine uralte Form der Verbindung – eine bewährte Weise, das Endliche mit dem Unendlichen zu verknüpfen. Gerade in einer Zeit, die Spiritualität gern in ferne Sphären verlegt, erinnert die Tora daran, dass Heiligkeit im konkreten Tun entsteht. Wer die Gebote nicht als Bürde, sondern als Bindeglied begreift, erkennt in ihnen die vielleicht größte Würde des Menschen: die Fähigkeit, durch Handlung Nähe zu Gott zu schaffen. (JR)
Wie würde man Joe Shmo ins Jiddische übersetzen? Yossel der Shlemiel? Sie sind sich nicht sicher? Um ehrlich zu sein, ich auch nicht.
Auf jeden Fall hat der durchschnittliche Joe (oder „durchschnittliche Yossel“) in der Regel eine etwas eingeschränkte Sichtweise auf Fragen des Glaubens, der Theologie und der Spiritualität. Ich meine, er ist ja nicht gerade ein Philosoph, oder?
Was denkt also unser durchschnittlicher Yossel über die ziemlich umfangreiche Anzahl von Geboten, deren Erfüllung das Judentum von uns erwartet?
Ehrlich gesagt, nicht viel.
„Rabbi, warum um alles in der Welt hat Gott uns so viele Pflichten auferlegt? Warum brauchen wir so viele Gebote? Nichtjuden haben insgesamt sieben, und wir Juden brauchen 613?! Ich bitte Sie!“
Ich denke, das ist eine faire und vernünftige Frage. Ich mag nur Joes Tonfall nicht, der etwas mehr Respekt und Demut vertragen könnte. Dennoch verstehe ich ihn.
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