Die Vorzeichen einer zweiten Shoah sind bereits da

© HALIL SAGIRKAYA / ANADOLU / ANADOLU VIA AFP
„Nie wieder“ ist zu einer ritualisierten Floskel verkommen, während sich die Vorzeichen der Shoah erneut und unübersehbar in den westlichen Gesellschaften ausbreiten. Juden-Hass existiert heute nicht mehr hinter vorgehaltener Hand statt, sondern wird heutzutage vor allem von Islam-Appeasern und grün-linken Akteuren kulturell, medial und institutionell legitimiert. Ausgrenzung, Schweigen und soziale Kälte sind wieder zur Normalität geworden und Juden werden wieder Schritt für Schritt aus dem öffentlichen Raum gedrängt. In den sozialen Netzwerken entlädt sich eine Flut aus Entmenschlichung, antisemitischen Stereotypen und Vernichtungsfantasien. Während Juden auf den Straßen beschimpft, verletzt und sogar ermordet werden, bleibt der Aufschrei in der sogenannten Zivilgesellschaft weitgehend aus – Juden sind wieder auf sich selbst gestellt. Der Juden-Hass der Nazis hat nicht mit den Gaskammern begonnen. Er begann mit Schweigen, mit kaltschnäuziger Distanziertheit, mit Nachbarn, die wegschauten. Dieser brandgefährliche Judenhass wuchert in allen Schichten der Gesellschaft, vor allem aus dem linken, grünen und woken Spektrum heraus. Nur die damals fehlende Existenz und Wehrhaftigkeit Israels bildet derzeit eine reale Barriere gegen diesen eliminatorischen Hass auf alle Juden in der Welt. (JR)
„Nie wieder“ ist zu einer rituellen Phrase geworden, die am Holocaust-Gedenktag feierlich wiederholt und dann beiseite gelegt wird, wie ein Relikt aus einer fernen und unverständlichen Vergangenheit. Aber die Shoah liegt nicht hinter uns. Sie ist bereits unter uns. Und heute ist nur noch die Existenz des Staates Israel eine Barriere gegen einen erneuten und globalen Versuch, das jüdische Volk zu vernichten.
Der Holocaust-Historiker Saul Friedländer warnte einmal, dass die Vernichtung der Juden fast unbeschreiblich sei. Diese Befürchtung hat sich auf andere Weise bewahrheitet. Die Worte bleiben, aber ihre Bedeutung ist verloren gegangen.
„Nie wieder“ wird gesagt, während Juden zum Schweigen gebracht, vertrieben, angegriffen, boykottiert und ermordet werden – oft mit stillschweigender Zustimmung der sie umgebenden Gesellschaften. Diejenigen, die am eindringlichsten über die Bedeutung des Gedenkens sprechen, sind nicht diejenigen, die die Gegenwart gestalten. Die Geschichte wird von denen geprägt, die jetzt kämpfen.
Sie können diesen Artikel vollständig in der gedruckten oder elektronischen Ausgabe der Zeitung «Jüdische Rundschau» lesen.
Vollversion des Artikels
Sehr geehrte Leserinnen und Leser!
Hier können Sie
die Zeitung abonnieren,
die aktuelle Ausgabe oder frühere Ausgaben kaufen
oder eine Probeausgabe der Zeitung bestellen,

in gedruckter oder elektronischer Form.
Sehr geehrte Leser!
Die alte Website unserer Zeitung mit allen alten Abos finden Sie hier:
alte Website der Zeitung.
Und hier können Sie:
unsere Zeitung abonnieren,
die aktuelle oder alte Ausgaben bestellen
sowie eine Probeausgabe bekommen
in der Druck- oder Onlineform

Werbung













