„Gelebtes Judentum heute“ - Zwischen Substanzerhalt und Assimilation

© GODONG / BSIP VIA AFP

Zwischen Anpassung und Selbstbehauptung steht das gelebte Judentum unserer Zeit unter einem beständigen Prüfungsdruck. In einer laizistischen, beschleunigten Welt stellt sich nicht die Frage nach modischer Modernisierung, sondern nach dem Erhalt der religiösen und moralischen Substanz. Jüdische Identität ist niemals im Rückzug, sondern stets im Ringen, im Verantwortungsbewusstsein und in der aktiven Auseinandersetzung mit der Gegenwart gewachsen. Nicht Assimilation sichert die Zukunft, sondern die selbstbewusste Verankerung ewiger Werte in den Herausforderungen der jeweiligen Epoche.

Chabad.org

Ein Rabbiner und ein israelischer Busfahrer, verließen gleichzeitig diese Welt und kamen gemeinsam vors himmlische Gericht.

Der Busfahrer wurde schnurstracks ins Paradies geschickt, während der Rabbiner in einen Wartesaal verwiesen wurde, bis man über ihn bestimmen würde. Ganz verwundert wandte sich der Rabbiner an einen Engel und fragte diesen: „Können Sie mir das erklären? Mit allem Respekt, er war ein einfacher Busfahrer und ich ein Rabbiner??!“

Da sagte ihm der Engel: „Wissen Sie, bei uns zählt nur das Resultat. Wenn er seinen Bus fuhr, beteten die Leute. Wenn Sie gepredigt haben, schliefen sie ein!“

„Gelebtes Judentum heute – eine Gratwanderung zwischen Substanzerhalt und Assimilation“. Ist diese Gegenüberstellung überhaupt richtig? Sind das Judentum und die moderne Welt wirklich zwei miteinander unvereinbare Extreme? Oder kann es uns gar gelingen, Brücken zu bauen und dadurch beide Bereiche unseres Lebens unendlich zu bereichern?

Über Rabbi Susja von Anipoli, einem der großen Meister des Chassidismus wird folgende Anekdote erzählt: „Einst sagte er: „Wenn ich nach hundert und zwanzig Jahren diese Welt verlasse und mich für meine Handlungen rechtfertigen muss, wird man mich nicht fragen, warum warst Du nicht wie Abraham, warum warst Du nicht wie Moses, warum warst Du nicht wie Maimonides. Man wird mich fragen: „Warum warst Du nicht wie Susja?“

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