„7 October Parliamentary Commission Report“ offenbart das Menschheitsverbrechen der Gazaner – Teil I

Die Hamas-Terroristen haben am 7. Oktober 2023 ein beispielloses Massaker an israelischen Zivilisten verübt. (Photo: zerstörtes Haus in Kibbuz Beeri)
© JACK GUEZ / AFP

Mit dem „Roberts-Bericht“ legt die britische Parlamentskommission ein Dokument vor, das jedes menschliche Herz erschüttern muss – und jeden ehrlichen Menschen in Wut versetzt. Die Terror-Bande aus Gaza mit Unterstützung und Jubel der gazanischen Bevölkerung metzelte am 7. Oktober 2023 nicht nur Männer nieder, sondern machte jüdische Frauen und Kinder zu Zielscheiben einer entmenschlichten Mordlust: Säuglinge wurden vor den Augen ihrer Mütter erschossen, Mädchen vergewaltigt und anschließend verstümmelt, ganze Familien in ihren Schutzräumen lebendig verbrannt. Forensische Beweise, Zeugenaussagen und sogar die eigenen, widerwärtigen Propaganda-Videos der mörderischen Gazaner zerschlagen jede Ausrede und jede Lüge über das bestialische Geschehen. Dieser Bericht ist nicht nur historische Aufzeichnung, sondern Anklageschrift gegen eine Welt, die bereit ist, jüdisches Leid zu negieren und zu relativieren. Wer ihn liest, kann nie wieder behaupten, er habe „nichts gewusst“. (JR)

Von Simone Schermann

Das Versagen

Am frühen Morgen des jüdischen Feiertags Simchat Thora, gleichzeitig ein Shabbat, sammeln sich an 24 Punkten des Grenzzauns in Gaza Hamas-Terroristen. Es ist 6:15 Uhr.

Um 6.29 Uhr heult der Tseva Adom - Red Alert - jenseits der Grenze und auf einer Strecke von 65 km warnt ohrenbetäubender Raketenalarm vor einem großflächigen Raketenbeschuss, der sich zu einem Raketenhagel aus Gaza nach Israel ausweiten wird. Sergeant Roni Eshel sendet von der Nahal Oz Militärbasis, dass Hamas-Brigaden sich dem Grenzzaun nähern.

6:30 beginnen die Grenzdurchbrüche, der Überfall auf Israel und die Landinvasion ist in vollem Gange. Es ist die erste Welle und bereits um 6:32 infiltrieren 110 Terroristen (einige davon mit Gleitschirmen) den ersten Kibbuz und sprengen das Tor zum Kibbuz Kfar Aza, weitere israelische Gemeinden folgen im Minutentakt.

6:41 verbreitet der Polizeichef des südlichen Distrikts Amir Cohen den Notfallcode für feindliches Eindringen „Parash Pleshet“ über das Polizeiradio.

6:43 wird die Militärbasis Kerem Shalom überfallen und Major Ido Israeli Shani informiert seine Soldaten: „We are at war“!

6:45 nehmen 120 Terroristen - in nur fünf Minuten - den Israel-Gaza Grenzübergang Erez ein.

Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss, geleitet von dem Historiker Lord Andrew Roberts, Mitglied des britischen House of Lords, veröffentlichte im Frühjahr 2025 einen Bericht zu den Ereignissen am 7. Oktober 2023. Die Parlamentsgruppe skizziert eine militärisch hochaufgerüstete und koordinierte Invasion: Den Hamas-Angriff selbst wie auch die nachfolgenden Überfälle auf die Gemeinden - chronologisch und detailliert auf mehreren hundert Seiten geschildert, Massaker und Gräueltaten inbegriffen.

Der Leser sieht sich einer akribischen Dokumentation harter Fakten gegenüber, die schmerzhaft aber notwendig ist. Denn wie einst die Holocaust-Leugner spielen nun heute Judenhasser und Hamas-Komplizen weltweit den brutalen Terroranschlag einerseits herunter, bezeichnen ihn wahlweise als gerechtfertigt oder herablassend als Propaganda. Mit diesem bislang umfassendsten Bericht werden der Mischung aus niederträchtiger und konzertierter Negation und der erbarmungslos kaltblütigen Ignoranz unwiderlegbare Beweise, somit historische Wahrheiten, entgegen gesetzt, in einem präzisen Dokument, das sich brutal liest, aber wichtige Referenz dafür ist, weshalb Israels Krieg gegen das Hamas-Terrorregime in Gaza mehr als gerechtfertigt ist.

Zu den ruchloseren Hamas-Alliierten zählt auch die „Berichterstattung“ der BBC. In einem spektakulären Interview am 4. Oktober 2024 befragt Jeremy Bowen den hochrangigen Hamas-Funktionär Khalil Al-Hayya zu den potentiellen „Gründen“ für die Entführung der vielen israelischen Frauen und Kinder am 7. Oktober 2023.

Al-Hayya antwortet, dass es der vollständig kollabierten IDF-Gaza-Division zu verdanken sei, dass seine „Kämpfer des Widerstands“ so viele Gefangene machen konnten.

Der vorliegende Bericht porträtiert daher nichts als diese perfide und gleichzeitig bittere Wahrheit, aus dem Mund eines Schlächters, im BBC-Interview. Gaza mordete, folterte, verbrannte Menschen lebendig und nahm Geiseln aus nur einem einzigen Grund: weil Gaza es konnte.

Weil sie außerdem Killermaschinen sind. Die israelischen Soldaten der IDF hingegen zeigten sich an jenem Tag als fehlbar und durchaus als besiegbare Menschen. Gaza hingegen entpuppte sich weniger als Wohngebiet, stattdessen als Militärbasis und Waffenlager, getarnt mit Wohnhäusern als eine Art Potemkinsche Dörfer.

 

Größtes Massaker an Juden seit der Shoa

Die massive Invasion führte zu dem brutalsten und tödlichsten Blutbad auf israelischem Boden. Mit 1182 Toten, 5000 Verwundeten, 251 verschleppten Geiseln - davon 210 lebende und 41 bereits tote. Das macht den 7. Oktober zum größten Massaker für Juden seit der Shoa und zur drittgrößten Terrorattacke der Welt.

Minutiös folgt der britische Bericht dem Tag der Terrorattacke in einer Timeline im Minutentakt und lässt sich in drei Abschnitte gliedern:

Das „wer“ und das „wie“. Dann die bestialischen Massaker auf zwei Musik-Festivals und die verheerende Attacke auf Zivilisten in ihrem Zuhause. Ein Inferno und Blutbad bestialischen Tötens, ausgehend von der inneren Verderbtheit menschlich völlig verwahrloster und ideologisierter Wilder, die sich ihrem fanatischen Todeskult hingaben. Rund tausend Terroristen operierten strategisch aus Gaza heraus, bedienten Raketenwerfer und leisteten damit eine wichtige taktische Unterstützung, durch anhaltenden Raketenangriff auf die zivile Infrastruktur, auf Hauptstraßen, Städte und Gemeinden.

Wie in den Jahren zuvor setzte Hamas damit auf Terror durch Raketen und Mörser, nur dieses Mal war er die tragende Säule einer weitaus todbringenderen Invasion und diente (neben der Zerstörung) einem taktischen Zweck. Hamas setzte Israel unter Dauer-Beschuss, der den Süden unter Feuer nahm und über Beer Sheva bis nach Tel Aviv und Jerusalem ins Landesinnere reichte.

Der Raketenhagel diente als „Blinding Plan“ - als Ablenkungsmanöver und Verblindungsplan, unter dem das Sicherheitssystem bezwungen werden sollte. Für die vollständige Deaktivierung des „intelligenten Zauns“ war die Realisierung des „Blinding Plan“ schlichte Voraussetzung. Seine Implementierung sollte der nachfolgenden Infiltration des Territoriums nur noch ein Minimum an Gegenwehr entgegensetzen. Kernstück war daher ein taktisch-koordinierter Raketenangriff, um die darunter camouflierte Attacke auf das „Sentry-Tech-System“ des Grenzzauns zu gewährleisten. Das rund 65 km lange und 6 Meter hohe Zaun wurde in wenigen Minuten durchbrochen und überwunden, inklusive einer über- und unterirdischen Betonwand, die sich entlang der Grenze erstreckt.

Das hochkomplexe Hightech-Zaunsystem enthielt Radaranlagen, Anti-Tunnel-Barrieren, Kameras, Sensoren und ferngesteuert operierende Waffensysteme. Ein „intelligenter Grenzwall“, der eine Kombination aus fernkontrollierter Überwachung und Maschinengewehr- und Sniper-Systemen war, mit mehreren Kommandozentralen, die dem Sicherheitspersonal ermöglichen sollte, sich und andere aus einem sicher geglaubten Kontrollraum, mittels einer aus der Ferne bedienbaren Waffenstation zu verteidigen.

Dieses hochentwickelte „Iron-Wall-System“ oder auch „Sentry Tech System“ ließ ein Land im Glauben, dass es unüberwindbar sei. Doch die Hamas-Attacke, in all ihrer nackten Rohheit, entlarvte die Fragilität der Technologiegläubigkeit.

 

Ablenkung durch Raketenhagel

Der Schlüssel zum Erfolg war die Ausschaltung des kompletten Frühwarn-Abwehr-Systems, wodurch die Fragilität der israelischen Denkweise und des Übervertrauens in rein technologische Verteidigung und Fernüberwachung demonstriert wurde. Mit unkonventionellen und strategisch unerwarteten Methoden umgingen, deaktivierten und zerstörten die Angreifer Israels hochentwickelte Abwehr. Mit simplen Werkzeugen wie bewaffneten Paragleitern und Kamikaze-Drohnen, die Mobilfunk-Antennen zerstörten, Kameras zerschossen und somit das gesamte Überwachungs- und Kampfsystem ausknockten.

Als um 6.29 Uhr der Raketenalarm „Red Alert“ entlang der Region des Gazastreifens ertönte und 3.873 Raketen über den Tag hinweg abgefeuert wurden, insgesamt 4,298 mal Alarm in rund 498 israelischen Städten und Gemeinden ausgelöst werden sollte; sodass 75 Prozent der Bevölkerung, also rund 7,3 Millionen Zivilisten, unter Beschuss genommen wurden, flogen motorisierte Paragleiter unbemerkt über die Grenze nach Israel hinein und fanden Schutz unter dem Raketenhagel.

Während der Iron-Dome im Akkord Raketen abfing, wurde auch Israels Raketen-Abwehrsystem unbewusst zur Camouflage unzähliger Drohnen aus Gaza, der Schüsse von Scharfschützen oder der Explosionen von RPGs, die Funktürme, Kameras und Waffensysteme entlang des Zauns und an den Überwachungstürmen eliminierten.

Einige der Grenzdurchbrüche der Gazaner, durch den „Blinding-Plan“ camoufliert, parallel zum Raketenfeuer auf Israel ablaufend, hatten die Größe von Bulldozern. Der Raketenterror war das Schlüsselelement der Hamas-Strategie, er verdeckte gekonnt auch das Ausmaß der Bodeninvasion und damit die Infiltration durch Mörder-Banden. Er verstellte auch den Blick auf die daraus resultierenden Gefahren für die dort lebenden israelischen Familien. Denn das Endziel der Strategie war, dass ein Maximum der Zivilisten entlang der südlichen Grenze in ihren Kubbuzim verbleiben sollten.

Während dieser ersten Welle vollenden Terroristen-Gruppen rund 30 simultane Grenz-Durchbrüche: auf Pickup-Trucks mit montierten Waffen, auf Motorrädern oder zu Fuß. Mitgeschleppte Bengalore Torpedos und andere Ziel-Sprengwerfer werden zur Überwindung und Beseitigung von Stacheldraht, Zäunen, Betonplatten benutzt und mitgebrachte, faltbare Brücken vereinfachten es den Fahrzeugen die zerstören Hindernisse rasch zu überwinden. Trainierte Kampfeinheiten nutzten ein breites Spektrum mitgeführter Waffen und Sprengsätze, um Löcher in den Grenzzaun zu sprengen und innerhalb weniger Minuten auf israelisches Territorium zu gelangen.

In unzähligen offenen Durchbrüchen überquerten Bewaffnete die Grenze und griffen im nächsten Schritt Militär-Posten und Sicherheitskräfte an. Spezialisierte Teams sorgten für die Ausschaltung der israelischen Kommandozentren und Kommunikationslinien.

 

Waffen für maximale Zerstörung

Tausende Angreifer infiltrierten Israel mit dem Großaufgebot eines hochmodernen Waffenarsenals: RPGs (Panzerabwehrhandwaffen, deren Sprengkopf zielsicher von einer Person abgefeuert werden kann, da sie beim Abfeuern wenig Rückstoß erzeugt, was zu größerer Genauigkeit und Handlichkeit führt), mit Drohnen, Handfeuerwaffen, Scharfschützen, Sturm- und Maschinengewehren, Sprengstoff, Brandbeschleuniger und sogar mit Vakuumbomben bzw. thermobarischen Waffen (die Hitze und Druck kombinieren).

Dieses Waffen-Volumen diente der maximalen Zerstörung, denn die „Stop-And-Frame“ oder „Explosive-Breaching-Frame“ Waffen wurden ausgewählt, um Grenzzäune von Militäreinrichtungen aber auch Schutzzäune und Betontüren von Schutzbunkern in israelischen Gemeinden gezielt zu durchbrechen.

Mit Beginn des beispiellosen Raketen-Sperrfeuers (6:29) fanden über mehrere Stunden hinweg simultan 119 Grenzdurchbrüche statt: 2 pro Kilometer. Der Raketen-Schutzschirm aus tausenden Geschossen wurde über Israel aufgespannt, selbstverständlich gefolgt von Raketenalarm.

Strategisches Ziel der Hamas war, die aus dem Schlaf gerissenen Bewohner an der Flucht zu hindern. Dadurch, dass sich unzählige Kibbuzim in unmittelbarer Nähe zu Gaza befinden und den Bewohnern oft nur 10-15 Sekunden blieb, um den nächsten Schutzraum zu erreichen. Der Raketen-Schild ermöglichte Grenzdurchbrüche, versah die Boden-Invasion mit eigner Feuer-Deckung und verhinderte die Flucht der Zivilbevölkerung aus dem Kampfgebiet.

Entlang der Gazagrenze eilten die Israelis daher dem Daueralarm folgend in ihre Schutzräume, sich zuhause in Sicherheit wähnend und nichts ahnend, dass tausende Mörderbestien und Plünderer parallel die Grenze mit Gleitschirmen, Motorrädern, Autos und Trucks durchbrachen. Hunderte zivile Gazaner zu Fuß und uniformierte Terroristen, bis an die Zähne Bewaffnete: nur darauf aus, eine maximale Anzahl, in Bunkern vor Raketen Schutz suchende, israelische Familien zu erreichen.

Der Iron-Dome ist ein Hightech-Boden-Abwehr-System. Am 7. Oktober war der Raketenbeschuss derart massiv, das es an seine Grenzen kam und die anti-Raketen-Batterien nachgeladen werden mussten, was Hamas einkalkuliert hatte, da es die IDF beschäftigt hielt. Drei IDF-Soldaten des Iron Dome Battalion 947 wurden bei dem Versuch erschossen, die Abwehr-Batterien zu laden, 18 Israelis starben allein durch Raketen. Unter dem Raketen-Dauerfeuer beteiligten sich über 5000 Terroristen, auf Land, Wasser und in der Luft, an einem Angriff unfassbaren Ausmaßes, der zu einem Dominoeffekt führte.

Dieser Amoklauf konnte den Süden fast mühelos und mit minimaler Gegenwehr überrennen, da die Zerstörung des Kommunikationsnetzwerks und das Ausbleiben von Verstärkung den Süden ins Chaos stürzten. Denn eine weitere Strategie der hochkoordinierten Hamas-Attacke galt den 15 IDF-Militärposten und Außenposten entlang der Grenze.

Fall der IDF-Stützpunkte

Die IDF erlitt schwere Verluste, mehr als 150 Soldaten wurden unmittelbar getötet, Dutzende verschleppt, inklusive der unbewaffneten weiblichen Späherinnen, die Monate später frei gelassen wurden. Im Minutentakt wurden Außenposten und Militärbasen entlang des 65 Kilometer langen Grenzzauns angegriffen und gestürmt. Von der Zikim-Basis im Norden bis zum südlichsten Posten Kerem Shalom.

Um 6:47 wird der Außenposten Paga, 6:55 die Nahal Oz Basis, kurz vor 7 Uhr die Re`im Basis und somit die Kommandozentrale der Gaza Division, angegriffen, um 7:03 die Polizeistation von Sderot, um 7:00 die Zikim Basis….

Bereits um 6:47 wird der Kommandant der südlichen Gaza-Division, Asaf Hamami, beim Erreichen des Kibbuz Nirim getötet und nach Gaza verschleppt.

Unter dem Raketenhagel (ab 6:29) durchbrechen Bulldozer den Zaun des Grenzübergangs Erez, zerstören 6:45 den Sicherheitszaun mit Sprengsätzen und zerstören die Infrastruktur des Überwachungssystems. Um 6:50 ist Erez besiegt und eingenommen, ganze Truck-Ladungen voller Terroristen infiltrieren die Region. Und um 7:20 werden die ersten IDF-Soldaten, in Echtzeit gefilmt, von Hamas als Geiseln verschleppt. Hamas-Videos von enthaupteten Soldaten gehen um die Welt, als wären sie Trophäen posieren ihre Schlächter neben den Ermordeten und schänden die toten Soldaten.

Gegen 6:40 aktiviert die Nahal Oz Basis das automatische Sniper-System („see and shoot“), das nur wenige Minuten später versagt, wie auch das gesamte Überwachungssystem und lässt die Bildschirme schwarz werden.

6:55 infiltrieren Terroristen die Militärbasis von Nahal Oz, um 7:00 wird der Schutzraum angegriffen, in dem sich sämtliche unbewaffnete Späherinnen zurückgezogen hatten. Acht junge Frauen werden durch Granaten und Schüsse getötet, 7 als Geiseln verschleppt.

Der Fall der IDF-Stützpunkte verschärfte das verheerende Ausmaß des Massakers auf die zivile Umgebung. Die militärischen Einrichtungen, die vorderste Verteidigungslinie sein sollten, sie sind überrannt und somit unwirksam geworden, die Kibbuzim und Moshavim sind den Barbaren aus Gaza schutzlos ausgeliefert.

Die simultane Attacke auf Militäreinrichtungen, bei gleichzeitigem Angriff auf die Kibbuzim, überforderten die israelischen Streitkräfte um ein weiteres, verschärfen die Konsequenzen für die gesamte Invasion und verschleppen das Eintreffen von Verstärkung. Hamas traf auf eine IDF die auf ein solches Szenario schlicht unvorbereitet war und die für einen derart umfangreichen und großflächigen Angriff auf israelischen Boden schlichtweg keinen Masterplan hatte.

Viele Offiziere und Soldaten des Hauptquartiers der Gaza Division Re`im waren wegen des Feiertags und des Shabbats auf Heimaturlaub, was in Israel gang und gebe ist. Tags zuvor waren zwei Kompanien in die Westbank verlagert worden, sodass die zentrale Re`im-Militärbasis am Morgen des 7. Oktober unterbesetzt war. Von 120 bewaffneten Terroristen überrannt, hatte das Gaza-Hauptquartier seine gesamte Kommunikationsinfrastruktur verloren und ließ die IDF-Befehlshaber außerhalb regelrecht blind dem Ausmaß und der sich entfaltenden Ereignisse gegenüber agieren.

 

Fatale Fehleinschätzung

Einberufene Soldaten mussten nach dem Ausfall der Kommunikation improvisieren und kommunizierten via WhatsApp-Gruppen, mussten sich Informationen aus den Medien holen oder aus Social Media. Viele eilten aus dem Heimaturlaub in Privatautos in das Kampfgebiet und wurden ebenso zur Zielscheibe von Hamas-Scharfschützen, da die Soldaten jene Autobahnen benutzen, die sowohl die Militärbasen als auch die Gemeinden miteinander verbanden und diese sich längst in der Hand der Hamas befanden.

Für das immense Versagen der IDF Generäle am 7. Oktober und das extrem verspätete Eintreffen militärischer Verstärkung, nennt die Jerusalem Post im Februar 2025 erstaunliche Gründe aus einer internen IDF-Untersuchung: Die gesamte Führung der IDF-Generäle befand sich im Chaos, reagierte erst gegen Mittag koordiniert und sah sich über Stunden hinweg außerstande einzugestehen, dass man im Süden vollständig geschlagen und überrannt worden war.

Der Brigade-General, der in Re´im stationierten Gaza-Division, Avi Rosenfeld, sah sich gar außerstande einzugestehen, dass Hamas das Hauptquartier und somit die israelischen Truppen vor Ort bereits vor 7 Uhr besiegt hatte.

Offensichtlich war weder für Rosenfeld, noch für die IDF-Führung unter Herzi Halevi, ein derartiges Szenario vorstellbar, weder eine solch schnelle Niederlage der Gaza-Division, noch das Ausmaß dessen, wie katastrophal die Lage tatsächlich vor Ort war und dass das Hauptquartier innerhalb weniger Minuten vollständig gefallen war. Laut Parlamentsbericht glaubte Rosenfeld noch mehrere Stunden die Kommandohoheit über seine sich im schweren Kampf befindende Militärbasis zu besitzen.

Die IDF-Führung war nicht im Bilde, dass die Gaza-Division faktisch seit Stunden kollabiert war, man verstand effektiv weder die Schwere noch die Tragweite des Angriffs und versagte dadurch bei der Einschätzung der Lage: Dass sich letztlich lediglich 767 IDF-Soldaten vor Ort mit mehr als 5000 Killermaschinen konfrontiert sahen.

Die Jerusalem Post gibt an, dass die IDF-Führung nur schleppend Informationen dazu erhielt und ihr um 7:30 nur 40 Prozent der Grenzdurchbrüche und gegen 10:00 Uhr lediglich 60 Prozent davon bekannt waren.

Hamas gelang am 7. Oktober 2023 ein Überraschungsangriff, der als größter Terrorattacke auf Israel in die Geschichte eingehen wird, von den Mörderbanden als „Operation Al-Aqsa Flut“ tituliert und von der Israels Streitkräfte in kürzester Zeit regelrecht überrannte wurden.

Aus der Retrospektive gesehen, erfolgte die Attacke aus Gaza nur ein Tag nachdem sich zum fünfzigsten Mal der Yom-Kippur-Krieg jährte, der am 6. Oktober 1973 ebenfalls ein Überraschungsangriff war.

Die IDF-Führung hatte am 7. Oktober vollständig versagt.

Auch dieses menschliche Versagen ist Teil des wer und wie, denn es ermöglichte die Gräueltaten eines barbarischen Todeskults aus Gaza, der bis dahin in seiner Bestialität wohl unvorstellbar war.

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