Ernährung: Die EU serviert uns jetzt Insekten

Gefriergetrocknete Mehlwürmer sollen unseren Speiseplan erweitern.© WIKIPEDIA

Schon seit jeher verbietet die jüdische Halacha gemäß den Kaschrut-Vorschriften und nicht ohne guten Grund den Verzehr von Insekten. Nun dürfen Hausgrille, gelber Mehlwurm oder Getreideschimmelkäfer mit Jahresbeginn dank der Europäischen Kommission pulverisiert in unsere Cerealien, Backwaren oder Pizzen verwendet werden. Wenn der irrwitzige Green Deal erst mal seine Folgen zeitigt und die grün-gelenkte Farm-to-Fork-Strategie umgesetzt ist, wird eine Nahrungsmittelknappheit in Europa früher oder später ein realistisches Szenario werden. Sicher will man uns mit den Mehlwürmern und dem anderen Insektenkonsum schon einmal an dieses, durch die grüne Politik wohl unvermeidbar gewordene, Szenario heranführen. (JR)

Claudio Casula/Achgut.com

Zu Jahresbeginn hat die Europäische Kommission eine Vielzahl neuartiger Lebensmittel zugelassen, darunter die Hausgrille und den Getreideschimmelkäfer. Sollen wir zu Entomophagen erzogen werden?

Vor vielen Jahren las ich das sowohl äußerst interessante als auch recht witzige Buch eines amerikanischen Anthropologen. Es hieß „Wohlgeschmack und Widerwillen. Die Rätsel der Nahrungstabus“, und Marvin Harris beschrieb darin, warum in manchen Kulturen bestimmte Dinge nicht gegessen werden oder eben doch – und warum. Man kennt das ja: Der eine isst nichts, was Augen hat, der andere nur das, was den Rücken nach oben trägt. Zwar steht in der Bibel: „Du sollst allerart Greuel nicht essen“ (5. Buch Mose 14.3), aber was man unter einem Greuel zu verstehen hat, ist ja relativ. Zum Beispiel zählt in besagtem Buch Deuteronomium dazu, was aus dem Wasser kommt, aber „keine Flosse und Schuppe hat“, weshalb gegrillte Garnelen laut jüdischer Speisevorschriften leider nicht koscher sind und deshalb von frommen Juden verschmäht werden, von mir jedoch nicht.

Speziell der Verzehr von Insekten ist im westlichen Kulturkreis stark tabuisiert. Hier herrscht ausgeprägter Ekel vor, abgesehen von Ausnahmen wie Johannes dem Täufer, der sich laut Markus 1,6 und Matthäus 3,4 von Heuschrecken ernährt haben soll, und dem Weltreisenden und Überlebenskünstler Rüdiger Nehberg, dem „Würmerfresser der Nation“. Der verzehrte gern vor laufender Kamera alles mögliche Gewimmel, und zwar roh (während manche indigene Stämme die proteinreichen Riesenwasserwanzen vorher zu rösten pflegen). Hier beschreibt „Sir Vival“, was er auf seinen abenteuerlichen Reisen in Wüsten und Urwäldern fernab der Zivilisation so zu sich nahm.

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