Ist die Israel-Boykott-Bewegung «BDS» antisemitisch? Schlimmer!

Der Schweizer Presserat löste kürzlich weltweit Empörung aus, da er das Online-Medium „Prime-News“ dafür angriff, weil man die BDS-Bewegung als „antisemitisch“ bezeichnet hatte. Ein Vergleich mit der Judenverfolgung im Dritten Reich sei „historisch nicht korrekt“, so der Presserat. Der Modus Operandi der BDS-Seilschaften, der Einschüchterungen, Erpressungen und Drohungen einschließt, offenbart aber eindeutige Parallelen zu den Nazi-Methoden von einst.

Auch der Deutsche Bundestag schätz BDS als „klar antisemitisch“ ein.© MENAHEM KAHANA / AFP

Von David Klein/Redaktion Audiatur

Kürzlich löste der Schweizer Presserat weltweit Empörung aus. Das Online-Medium «Prime News» hatte im Artikel «Heidi Mück blieb in Kontakt mit antisemitischer BDS» die BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestition, Sanktionen gegen Israel) als «antisemitisch» bezeichnet.

Der Presserat warf «Prime-News» in seiner Stellungnahme vor, damit die Wahrheitspflicht der «Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten» verletzt zu haben.

Unter anderem, weil «Prime-News» es unterlassen hätte, «die konkreten Ziele der BDS zu erläutern und anderslautende Meinungen zu zitieren» sowie «zu erwähnen, dass andere Experten und Institutionen den Antisemitismus-Vorwurf an die BDS in Frage stellen». Außerdem vergleiche «Prime-News» den «Aktivismus» von BDS «mit der Judenverfolgung im Dritten Reich». Das sei «historisch nicht korrekt».

Presserats-Vizepräsident Max Trossmann, der am «Prime-News»-Urteil beteiligt war bekräftigt: «Im Sinne der Wahrheitspflicht hätte es zwingend Hinweise auf abweichende Meinungen von Experten geben müssen.»

Das ist etwa so, wie wenn der Presserat der NZZ vorhalten würde, mit ihrem Artikel «Putin ist noch schlimmer als Hitler», in dem hochbetagte ukrainische Holocaustüberlebende Parallelen zwischen Putins Ukraine-Krieg und ihrem Leid während der Schreckensherrschaft der Nazis ziehen, die journalistische Wahrheitspflicht verletzt zu haben, weil der Vergleich «historisch nicht korrekt» sei und unterlassen wurde, «die konkreten Ziele» von Putin «zu erläutern» und «Hinweise auf abweichende Meinungen von Experten» zu geben.

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