USA und Frankreich: Die Trümmerhaufen der Freiheit

Im Juli feiern die einstigen historischen Vor- und Idealbilder für Freiheit und Demokratie, Frankreich und die USA, ihre Nationalfeiertage, doch sie drohen an innenpolitischen Problemen zu zerbrechen. Wokeness-Ideologie und Islamisierung ziehen explosive Konfliktlinien mitten durch die Gesellschaft. Die Abkehr der französischen wie amerikanischen Gesellschaft von ihren ursprünglichen Freiheitsidealen ist auch eine zunehmende Gefahr für jüdisches Leben. (JR)

© Frank MICELIOTTA / AFP

Von Marc Schmidt

Wer dieser Tage mit offenen Augen durch Deutschland reist, tut sich schwer, andere Länder ob des Zustands von Staat und Gesellschaft zu kritisieren. Zahlreiche negative Trends internationaler Herkunft verknüpfen sich mit dem Drang, auch das Leben der kleinsten Gruppe administrativ abzusichern, wobei die generellen administrativen Fähigkeiten, für die Deutschland in der Welt berühmt gewesen ist, inzwischen eher Realsatirecharakter zu haben scheinen. Umso wichtiger wären Vorbilder bezüglich gemeinsamer gesellschaftlicher Werte, Freiheiten und positivem Nationalgefühl. Auch wenn wir es objektiv 2022 nicht besser können, ist es also an der Zeit, einen genaueren Blick auf die historischen Vor- und Idealbilder zumindest der freiheitlich-nationalen oder wirtschaftsliberalen Gesellschaftsschichten zu werfen. Der folgende Text hat den Charakter einer ebenso bewundernden wie kritischen Annäherung an die beiden Atommächte Frankreich und Amerika, die in ihren Glanzzeiten begeistern konnten und heute wie Deutschland an innenpolitischen Problemen zu scheitern drohen.

Aus einem deutschen Blickwinkel heraus ist die jahrzehntelange Entfremdung der beiden Gesellschaften, die für verschiedene Generationen einen vorbildhaften Freiheitsbegriff in ihrer Zeit symbolisierten, ebenso interessant wie unverständlich. Beide Gesellschaften sehen sich mit ähnlichen Problemstellungen konfrontiert, aber die beiden Präsidialdemokratien, bei denen man angesichts der Machtfülle der Amtsinhaber auch von gewählten quasi Ersatzkönigen schreiben könnte, reagieren, wie die sie tragenden Gesellschaftsgruppen, völlig unterschiedlich.

Die ursprünglich prägende gesellschaftliche Gruppe in Frankreich ist national, patriotisch, libertär, französischstämmig und katholisch. Es ist eine traditionelle, weiße Kerngesellschaft der Prägung insbesondere des 19. Und frühen 20. Jahrhunderts. Während die Politik auch in Frankreich sich geradezu krampfhaft an Quoten und immer neuen Diversitätskriterien orientiert, werden Wirtschaft, Verwaltung und große Privatvermögen nach wie vor aus der Kerngesellschaft heraus dominiert. Die gemeinsamen Vorstellungen der Kerngesellschaft überschatteten stets die wirtschaftlichen Gefälle zwischen dem Großraum Paris und dem Rest des Landes sowie die deutlichen Bildungsunterschiede zwischen Stadt und Land.

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