Westliche Appeasement-Politik verharmlost nukleare Genozid-Ambitionen des Iran

Der Iran führt einen Terror- und Propagandakrieg gegen Israel. Mit Atomwaffen ist Teheran noch unberechenbarer und gefährlicher.© IRAN ATOMIC ENERGY ORGANIZATION / AFP

Wie schon zum Abschluss des suizidalen Atomabkommens zu Zeiten seiner, ganz offensichtlich von jeder politischen Vernunft verlassenen, geistigen Väter John Kerry, Barack Obama und Frank-Walter Steinmeier von der Jüdischen Rundschau kritisiert, strebt der Iran der Ayatollahs danach, die schiitische Vorherrschaft über die sunnitische Welt ebenso wie seine Expansionsziele gegebenenfalls auch atomar zu erreichen. Die mit Hilfe des Westens hergestellten Atomwaffen wären vor allem auch eine akute Bedrohung für die Sicherheit Israels und seiner Menschen. (JR)

Emanuele Ottolenghi/tabletmag.com

Wladimir Putin hat mit dem Einmarsch in die Ukraine das Tor zur Hölle aufgestoßen und ist damit am Ende seiner 23-jährigen Reise angelangt, die darauf abzielt, die europäische Sicherheitsarchitektur nach dem Kalten Krieg zu zerstören und Russlands verlorenen imperialen Ruhm wiederherzustellen. Während die zivilisierte Welt mit einer Bedrohung konfrontiert ist, die wir von dem Moment an hätten kommen sehen müssen, als Putin vor mehr als 20 Jahren Grosny in Stalingrad verwandelte und damit davonkam, wird unsere Reaktion durch die Tatsache eingeschränkt, dass Putins Russland über ein gewaltiges Atomwaffenarsenal verfügt, zu dessen Einsatz der russische Tyrann sich bereiterklärt hat. Die schockierenden und entsetzlichen Szenen, die wir auf unseren Fernsehbildschirmen miterleben, und unsere Unfähigkeit, etwas dagegen zu tun, sollten den westlichen Staats- und Regierungschefs, die sich blindlings auf ein neues Atomabkommen mit Teheran einlassen wollen, am meisten zu denken geben.

Wir sollten es besser wissen. Wie Putins Russland ist die Islamische Republik eine Macht, die sich nicht an den Status quo hält und deren Handlungen mehr als alles andere von Ideologie bestimmt werden. Früher oder später strebt eine revolutionäre Macht danach, ihre Revolution zu exportieren, sowohl als Instrument des radikalen Wandels als auch als Mittel zur Durchsetzung ihrer hegemonialen Herrschaft. In einem Artikel mit dem Titel „Ein Pulverfass namens Islam„, der am 13. Februar 1979 in der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ veröffentlicht wurde, wenige Tage nachdem der Gründer der Islamischen Revolution, der verstorbene Imam Ruhollah Khomeini, aus seinem Pariser Exil in den Iran zurückgekehrt war, schrieb der französische Philosoph Michel Foucault:

Vielleicht liegt seine historische Bedeutung nicht in seiner Übereinstimmung mit einem anerkannten „revolutionären“ Modell, sondern in seinem Potenzial, die bestehende politische Situation im Nahen Osten und damit das globale strategische Gleichgewicht umzustürzen. Seine Einzigartigkeit, die bisher seine Kraft ausmachte, droht ihm folglich die Macht zu verleihen, zu expandieren. Es stimmt also, dass sie als „islamische“ Bewegung die gesamte Region in Brand setzen, die instabilsten Regime stürzen und die solidesten stören kann. Der Islam – der nicht nur eine Religion, sondern eine ganze Lebensweise, ein Bekenntnis zu einer Geschichte und einer Zivilisation ist – droht zu einem gigantischen Pulverfass zu werden, das Hunderte von Millionen von Menschen umfasst. Seit gestern kann jeder muslimische Staat von innen heraus revolutioniert werden, und zwar auf der Grundlage seiner altehrwürdigen Traditionen.

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