Elisabeth II: 70. Thronjubiläum und kein einziger Besuch in Israel

Die Staatsbesuche der Queen haben auch eine politische Botschaft© WIKIPEDIA

Queen Elisabeth feiert das 70. Jahr ihrer Regentschaft, in all diesen Jahren hat sie mehr als 100 Länder bereist, doch der jüdische Staat stand nie auf dem Reiseplan der Monarchin. Trotz mehrfacher Einladung aus Israel. Dabei verbindet das Könighaus vieles mit dem Heiligen Land. Honi soit qui mal y pense… (Ein Schelm, der Böses dabei denkt). (JR)

Von Ulrich W. Sahm und Elisabeth Lahusen

Anlass für diesen Artikel war die Entdeckung eines geheimen Films aus dem Jahr 1933. Die britische Zeitschrift „the Sun“ veröffentlichte daraus auf ihrer Titelseite ein Bild, wie König Edward VIII, selber ein Sympathisant Hitlers, der späteren Queen Elisabeth II zeigt, wie man mit erhobenem Arm den Hitlergruß macht. Die spätere Königin, sowie ihre ebenfalls abgebildete Schwester Margaret, waren damals noch kleine Mädchen im Alter von nur etwa 8 Jahren. Diese Zuneigung zu den Nazis dürfte auch im Königshaus kurz darauf umgeschlagen haben, als die Briten Krieg gegen Deutschland führten und London bombardiert wurde.

 

Die britische Königin hat fast jedes Land der Welt besucht

Nur um Israel hat sie einen großen Bogen gemacht. Zwar war Prince Charles, der Thronfolger und Sohn von Elisabeth, zweimal nach Israel gekommen und mit allen Ehren empfangen worden. Doch waren das „inoffizielle“ Visiten, aus Anlass der Begräbnisse von Jitzhak Rabin 1995 und von Schimon Peres 2016. Als Staatsoberhaupt und Chefin des britischen Königshauses hätte ein Besuch der Queen eine ganz andere Qualität gehabt. Und dazu konnten die Briten sich bisher nicht aufraffen. Erst 2018 Jahr hat das britische Königshaus das unausgesprochene Tabu gebrochen mit einer ersten offiziellen Visite von Prince William, dem Enkel der Queen.

 

Bis zur letzten Minute

Bis 1948 waren die Briten Mandatsmacht in Palästina. Obgleich sie eigentlich durch die Balfour-Deklaration, Beschlüsse des Völkerbundes und später der UNO den Auftrag hatten, im Gebiet von Palästina eine „nationale jüdische Heimstätte“ zu schaffen, haben sie alles getan, die Entstehung eines jüdischen Staates buchstäblich bis zur letzten Minute zu verhindern. Am Freitag, dem 14. Mai 1948 bestiegen die letzten britischen Soldaten gegen Mittag in Haifa ihre Schiffe, um das Mandatsgebiet endgültig zu räumen. Dieser Zeitpunkt war strategisch ausgewählt. Die arabischen Staaten standen schon „Gewehr bei Fuß“, um Israel zu stürmen. Die Briten konnten davon ausgehen, dass die Juden es nicht schaffen würden, bis zum Anbruch des Sabbats zum Sonnenuntergang ihren „jüdischen Staat“ auszurufen. Doch der Staatsgründer David Ben Gurion und seine Weggenossen schafften es innerhalb der wenigen verbliebenen Stunden. Die Unabhängigkeitserklärung hat Ben Gurion in Tel Aviv vom Blatt ablesen, weil die Zeit nicht ausreichte, den Text in Schönschrift auf ein Pergament zu kopieren. Die Unterschriften der Teilnehmer auf einem vorbereiteten Pergament wurden später angenäht.

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