Warum äußern sich israelkritische Promis nicht zu Kaschmir oder Kurdistan?

Ein Israeli schreibt sich den Frust über Leute im Westen von der Seele, die sich fortschrittlich geben, aber Sympathien für den Terror zeigen und Marketing für die Hamas betreiben.

Bella Hadid, US-Amerikanerin, Model und Tochter eines „palästinensischen” Immobilienhändlers, agitiert öffentlich gegen Israel.© STEPHANE DE SAKUTIN / AFP

Von Blake Ezra (The Times of Israel / Mena Watch)

Ich habe die Schnauze voll. Ich will das nicht schreiben, aber ich habe die Schnauze voll. Ich habe es satt, und ich habe all das schon einmal gesehen.Vor zwei Wochen sah ich eine Sendung der BBC über Ostern an den heiligen Stätten Israels. Die Moderatorin, eine bekannte und wohlmeinende britische Schauspielerin, sah die Sicherheitsbarriere, die Israel und das Westjordanland trennt, und bemerkte, wie „falsch“ diese sei.

Spulen wir 20 Jahre zurück, es war 2001, ich stand in Jerusalem und überlegte, wohin ich mit Freunden zum Abendessen gehen sollte. Unsere Unentschlossenheit führte dazu, dass wir nicht weit kamen. Zwei Minuten später explodierte eine Bombe 50 Meter entfernt – in der Pizzeria, in die wir gehen wollten. Sie tötete über 20 unschuldige Teenager und verletzte Hunderte. Der Selbstmordattentäter war von der Hamas. Wir sprangen in ein Taxi und verließen die Gegend, während die Leute rannten und die Sirenen heulten. Augenblicke später explodierte eine zweite Bombe, genau dort, wo ich gestanden hatte, als die erste Bombe hochging.

Die Sicherheitsbarriere – die, die „falsch“ sei – wurde in den Jahren nach meiner eigenen von der Hamas hervorgerufenen Nahtod-Erfahrung gebaut. Sie setzte im Wesentlichen den Selbstmordattentaten in Bussen, in Restaurants und während religiöser Feste in Israel ein Ende. Manchmal dienen Dinge, die für unsere naiven westlichen Augen „falsch“ aussehen mögen, auch dazu, unschuldige Leben zu retten. Manchmal verhindern Dinge, die „falsch“ erscheinen, andere Dinge, die noch viel „falscher“ sind. Unvollkommen, vielleicht. Notwendig, definitiv. Nichts ist einfach.

Israel ist kompliziert. Die Vorgänge in dieser Woche sind nur die Oberfläche vieler Schichten der historischen Geschehnisse, von Nebenhandlungen, von Verletzungen. Menschen studieren die Region jahrelang und kratzen trotzdem nur an der Oberfläche.

Ich habe die Schnauze voll von „woken“ Prominenten, die Israel verteufeln und die Augen vor den Tausenden von Raketen verschließen, die von der Hamas auf israelische Zivilisten abgefeuert werden. Sie geben dem Terror unwissentlich ihre prominente Unterstützung. Nur eine Seite eines Konflikts zu dämonisieren ist gleichbedeutend damit, Entschuldigungen für das Verhalten der anderen Seite zu finden. Leute von Love Island werden unwissentlich zu Marketingleuten für die Hamas in Europa. (…)

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