Neue subversive Einwanderungswelle von Muslimbrüdern nach Europa

Das Tauwetter zwischen der Türkei und Ägypten führt sichtbar dazu, dass Muslimbrüder über die Türkei nach Westeuropa auf das Gebiet der EU umziehen. Ihre Führung befindet sich bereits hier.

Ibrahim Munir, der Generalsekretär der internationalen Organisation der Moslembrüderschaft, hat sein Hauptquartier in London.© OZAN KOSE / AFP

Von Hossam Sadek (Mena Watch)

Nach jahrelanger politischer Entfremdung zeichnet sich eine Annäherung zwischen Kairo und Ankara ab. Für Europa könnte das beunruhigende Folgen haben, da eine neue Einwanderungswelle von Muslimbrüdern bevorstehen könnte.

Das erste Anzeichen einer Annäherung zwischen der Türkei und Ägypten war die Aufforderung der türkischen Behörden an die Medien, die von türkischem Territorium aus senden, die Kritik an der ägyptischen Regierung einzustellen.

Laut einigen Presseberichten dürften in den kommenden Monaten von der Türkei aber noch deutlichere Signale zu erwarten sein, allen voran die Ausweisung einiger Führer und Mitglieder der Muslimbruderschaft aus der Türkei.

Einigen Schätzungen zufolge beläuft sich die Zahl der Mitglieder der Muslimbruderschaft in der Türkei auf rund 20.000, darunter 500 Führer und Politiker.

In türkischen Berichten ist zu lesen, dass Ankara bereits 700 Mitgliedern der Muslimbruderschaft die Staatsbürgerschaft verliehen habe, um sie vor der Abschiebung nach Ägypten oder der Ausweisung in ein Drittland zu schützen – ein deutlicher Beleg für die engen Beziehungen der türkischen Führung zur Muslimbruderschaft.

 

Neue Optionen gesucht

Experten zufolge sind Tausende von Muslimbrüdern in der Türkei immer noch auf der Suche nach alternativen Optionen und neuen Ländern, in denen sie sich niederlassen können.

Tariq Abu Al-Saad, ein Experte für die Muslimbruderschaft und ein ehemaliger Führer der Gruppe, sagte diesbezüglich zu Mena-Watch: „Die Muslimbruderschaft hat die aktuelle Situation vorausgesehen und hat einen alternativen Plan.“ Er führte weiter aus: „Die Gruppe hat diesen Alternativplan während ihres internationalen Treffens in Malaysia vor drei Jahren festgelegt.“

„Die Muslimbruderschaft ist sehr gut darin, zu fliehen und sich zu verstecken. Und die Gruppe kann internationale multinationale Unternehmen und Hilfsorganisationen ausnutzen, um Geld und Menschen zu schmuggeln“, erklärte er.

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