Die dümmsten und gefährlichsten Ideen kommen ausgerechnet von den Universitäten

Die Universitäten der USA, früher Oasen der Denk- und Redefreiheit, sind heute die Quellen der vermeintlichen Politischen Korrektheit, die uns linke Sprech- und Denkverbote auferlegt, den Humor verbietet und die Wissenschaftsfreiheit einschränkt.

Werden diejenigen Euroamerikaner, die Kolumbus' Statue (hier in Minneapolis) mit Füßen getreten haben, nun den Kontinent verlassen, auf dem sie dank Kolumbus leben können?© WIKIPEDIA

Von Chaim Noll

Längst sind die Universitäten zu unheimlichen Orten geworden. Schon lange, bevor Corona den Campus veröden ließ. Das trifft vor allem auf die Fakultäten, Fachbereiche oder Institute zu, die unter der Bezeichnung „Geisteswissenschaften“ oder „humanities“ firmieren. Sie unterliegen einer erst schleichenden, inzwischen ganz offenen Politisierung. Dieser Vorgang vergiftet jeden Diskurs, verhindert die furchtlose Improvisation von Ideen und Thesen, den freien Gedankenaustausch, schließlich die Freiheit des Gedankens. Kurzum: alles, was zum Gedeihen der Geisteswissenschaften nötig wäre.

„Die berühmte amerikanische Universitätsstadt Princeton“, schreibt Sergio Caldarella, ein ehemaliger Lehrer dieser Universität, „ist eine dieser Kleinstädte geworden, aus denen alle Zeichen von Kultur verjagt und verbannt werden, fast in der Weise, in der 1692 die Einwohner von Salem Hexen jagten.“ Caldarella untersucht die Pervertierung des akademischen Lebens in seinem Buch „The Empty Campus. Education und Miseducation in the New Global Age“, einer erschütternden sozio-pathologischen Studie. „Dank einem grotesken Paradox unserer Zeit“, schreibt er, „ist die Bildung inzwischen fest in den Händen der Feinde der Bildung, (…) und diese Feinde können ungehindert ihre ideologischen Modelle ganzen Generationen junger Gehirne aufzwingen.“ Er wisse, dass seine Thesen ahnungslosen Lesern „provokant und überzogen“ erscheinen müssten, da renommierte Namen wie Princeton, Cambridge etc. immer noch mit Attributen wie „geistige Exzellenz“, „akademischer Glanz“ oder „Gelehrsamkeit“ assoziiert würden, nicht mit der heutigen Realität einer „kulturellen Verödung“, „Mediokrität“ und „Politisierung“.

Um ein Beispiel zu nennen: Wie tief muss die einst bewunderte Harvard-Universität gesunken sein, wenn sie der vielfach gescheiterten, ihr Land in den Niedergang steuernden deutschen Kanzlerin Angela Merkel einen Ehrendoktor verlieh (für „Pragmatismus und kluge Entschlossenheit“, insbesondere bei der „Lösung der Flüchtlingskrise“) und ihr Gelegenheit gab, vor einem in political correctness erstarrten akademischen Publikum eine ihrer nichtssagenden, gedankenleeren, sprachlich dürftigen Reden vorzulesen – und das alles aus offenkundig tagespolitischen Motiven, um den damaligen amerikanischen Präsidenten Trump zu ärgern, der diese Frau und ihre europäischen Intrigen hatte abblitzen lassen.

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