Frankreich: Moslemische Schüler bestimmen zunehmend die Lehrpläne

Die islamische Durchdringung der Schulen in unserem Nachbarland ist bereits so weit fortgeschritten, dass Lehrer bestimmte Themen im Unterricht bewusst aussparen – besonders im Hinblick auf Holocaust und Nahostkonflikt. Auch die Politik in Deutschland bleibt trotz seelenloser „Nie wieder“-Beteuerungen tatenlos – das gilt selbst für sogenannte „konservative“ Politiker.

Von Stefan Zenklusen

So einsam wie einst General de Gaulle, der damals, lange vor den Kommunisten, als einer der einzigen Verantwortungsträger das Exil und den Widerstand der Kapitulation vor dem Faschismus vorzog, muss sich Jean-Pierre Obin, Generalinspektor im französischen Erziehungsministerium fühlen, der seit Jahrzehnten die Intrusion des Islamismus in französischen Schulen beobachtet. Denn erst heute dürfen sich seine Studien einer gewissen Aufmerksamkeit erfreuen. Zuvor wurden seine Warnungen jeweils „enterrées“, begraben, wie es auf Französisch heisst, wenn höhere Beamte „störende“ Berichte in der Schublade entsorgen.

Tatsächlich ist die neueste Studie selbst für diejenigen Deutschsprachigen, die über die Entwicklung in Frankreich unterrichtet sind, sie vermittelt haben und deswegen nicht selten mit massiven sozialen Exklusionsprozessen konfrontiert wurden, starker Tobak.

In dem Zeitpunkt, in dem vorliegende Rezension redigiert wird, sind erneut Vorgänge in Frankreich zu beobachten, die die dringende Notwendigkeit solcher Studien dokumentieren. Der Philosophielehrer eines Gymnasiums in Trappes, einem Vorort von Paris, verfasste im Februar 2021, bezugnehmend auf die Ermordung des Lehrers Samuel Paty, einen offenen Brief über die islamistische Durchdringung seiner Stadt. Danach musst er Polizeischutz anfordern. Er wird den Lehrerberuf aufgeben.

 

Die moslemischen Schüler bestimmen den Lehrplan

Wie reagierte der linke Bürgermeister? Er besuchte die Schule und verteilte ein Traktat, in dem er die angeblich aggressiven und diskriminierenden Aussagen des Lehrers denunziert.

Ein weiteres Ereignis bezeugt die Aktualität der Studie von Jean-Pierre Obin, die vergangenes Jahr erschien. Anfangs Januar 2021 wurde ein Lehrer in einem Gymnasium in Lyon von muslimischen Eltern bedroht, weil er eine Lektion über den Begriff und die Praxis der Laizität gehalten hatte. Seine Kollegen und die Schülerschaft streikten daraufhin mehrere Tage. Auch dieser Lehrer hängte den Beruf an den Nagel. Dieser Streik ist insofern ein geradezu revolutionäres Ereignis, als die Lehrer- und Schülerschaft in den urbanen Zentren Frankreichs bisher als Vorhut der Befürworter des muslimischen Immigrationismus und der Islamophilie galten.

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