Bruder des libanesischen Premierministers wünscht endlich Frieden mit Israel

Bahaa Hariri ist nicht der erste Verwandte eines hochrangigen libanesischen Politikers, der sich in diese Richtung äußert.

Saad Hariri wird voraussichtlich in Kürze erneut den Posten des libanesischen Regierungschefs bekommen, den bereits sein Vater innehatte.

(Israelnetz) Der Bruder des designierten libanesischen Regierungschefs Saad al-Hariri, Bahaa, hat sich in einem Interview dafür ausgesprochen, Frieden mit Israel zu schließen. Es gebe Streitigkeiten zwischen den beiden Seiten, die zunächst gelöst werden müssten, sagte er der amerikanischen Nachrichtenseite „Axios“. „Aber am Ende des Tages brauchen wir Frieden. Ich will, dass meine Kinder im Frieden leben, nicht im Krieg.“ Auf die Frage, ob es dafür großen Rückhalt in der libanesischen Bevölkerung geben würde, antwortete Al-Hariri: „Absolut.“

Das Interview wurde von dem bekannten israelischen Journalisten Barak Ravid geführt. Der libanesische Staat verbietet seinen Bürgern eigentlich jeden Kontakt mit Israelis. Arabischen Medienberichten zufolge ließ Al-Hariri noch am Dienstag mitteilen, von der Nationalität des Interviewers nichts gewusst zu haben. „Hätte er es gewusst, hätte er definitiv jeden Kontakt abgelehnt“, hieß es von seinen Anwälten.

 

Kritik an Bruder Saad

In dem Interview sprach Ravid Al-Hariri auf die Verhandlungen an, die Israel und der Libanon im Oktober über den Verlauf der maritimen Grenze zwischen den beiden Ländern aufgenommen haben und die am Mittwoch in die dritte Runde gingen. Auf die Frage, ob diese im Kontext einer allgemeinen Normalisierung der israelisch-arabischen Beziehungen zu sehen seien, sagte Al-Hariri: „Ich hoffe es.“ Seiner Meinung nach sollten die Länder auch Verhandlungen über die Landgrenze führen, deren Verlauf an mehreren Punkten umstritten ist.

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