Selbsternannte „Faktenchecker“ mit linker Schlagseite

Nach dem Muster der „Neuen deutschen Medienmacher“ wurde u.a. von Facebook das Netzwerk „Report for America“ aufgebaut, um linke Aktivisten als publizistische Maulwürfe bei Lokalzeitungen zu platzieren und Nachrichten unter dem Vorwand eines „Faktenchecks“ in ihrem Sinne zu filtern.

Ein Werbe-"Pop-up-Kiosk" von Facebook in New York© TIMOTHY A. CLARY , AFP

Von Daniel Greenfield

Als die Alliance Defending Freedom („Allianz zur Verteidigung der Freiheit“) einer Ortskirche bei einer Klage gegen die Stadt Chattanooga half, die versucht hatte, eine Messe auf einem Parkplatz zu verbieten, wurde sie in einem Artikel in der Chattanooga Times Free Press mit den Worten des Southern Poverty Law Centers als Hassgruppe beschimpft. Der verantwortliche Reporter und Autor des Artikels war kein einfacher Angestellter. Wyatt Massey war einer der 225 Mitglieder der „Report for America“-Gruppe, die radikale linksradikale Ideologien in den Zeitungshäusern verbreitete, in die sie sich eingeschlichen hatten.

„Wird Trumps neue öffentliche Anklage den Einwanderern die Hoffnung auf den amerikanischen Traum versagen?“, schrieb Manuel Obed in The Dallas News. Obed ist ebenfalls Mitglied des RFA-„Corps“, das Pro-illegale-Einwanderer-Stories in die Welt setzt.

Im Jahre 1976 brach William Garrison gemeinsam mit zwei weiteren Dieben in ein Heim in Detroit ein, tötete einen Mann und erschoss zwei weitere. Als Garrison vor kurzem dem Coronavirus erlag, bezeichnete ihn die Detroit Free Press als Opfer. Der Artikel wurde von Angie Jackson geschrieben, einem weiteren Mitglied des RCA-„Corps“. Der Tenor von Jacksons Artikel war voller Mitleid für den Mörder.

Während „Report for America“ weiterhin vorgibt, Lokaljournalismus zu fördern, platziert die Gruppe hingegen eine sehr eindeutige politische Agenda verfolgende Aktivisten für „Soziale Gerechtigkeit“ in Lokalzeitungen.

 

Wo sind die RFA-Leute?

Leah Willingham wurde in der Associated Press platziert, um sich auf das Thema „Gesetzgebung im Bundesstaat Mississippi“ zu konzentrieren und wie sich diese „auf die Armen auswirkt“. Kyeland Jackson wurde in Twin Cities Public Television platziert, um über „Ursachen, Wirkungen und Lösungen von sozialen Ungleichheiten in Minnesota“ zu berichten. Shivani Patel wurde beim Ventura County Star platziert, um über „Bildungsgerechtigkeit in der Region“ zu berichten, und Devna Bose wurde in den The Charlotte Observer eingeschleust, um über die „Armen und Minderheiten im wohlhabenden Charlotte“ zu berichten.

Die Spender von „Reports for America“ werden darüber informiert, was ihre Reporter tun. Aber die gewöhnlichen Leser der Lokalzeitungen und Radiostationen sind oft nicht darüber im Bild, dass das, was sie lesen, nicht Lokalberichterstattung ist, sondern vielmehr die Arbeit von Aktivisten, die durch eine landesweite Organisation und reiche Spender gestützt werden. Diese Art fehlender Transparenz ist unehrlich, unmoralisch und ist – selbst in Zeiten von Fake News – ein neues Tief.

Die linken Stiftungen und Spender finanzieren keinen Journalismus, sie erkaufen sich eine zu ihrer Agenda passende Berichterstattung. Und Lokalzeitungen stellen ihre Redaktionen reichen linken Organisationen zur Verfügung. Neben den bekannten radikalen Stiftungen wie der Ford Foundation, der MacArthur Foundation und der Knight Foundation hat auch das Facebook-Journalismus-Projekt Millionen von Dollar in die RFA investiert.

„Lokaljournalismus bietet uns rund um die Uhr einen außergewöhnlichen Dienst,“ erklärte Facebooks Campbell Brown scheinheilig. „Wir müssen uns bewusst sein, dass das Virus alle unsere Gemeinschaften betrifft – es sind lebensnotwendige Informationen, die unsere Freunde und Familien beschützen – darum sind wir stolz, Report for America in seinem Anliegen zu unterstützen.“

 

Junge weiße Aktivisten

Richtig ist, dass „Report for America“ junge Aktivisten findet und sie in örtliche Gemeinschaften einschleust, um Berichterstattung mit ideologischer Agenda zu fördern. Echter Journalismus bleibt dabei auf der Strecke. Sechs der RFA-Aktivisten werden sich auf „Klimawandel“ konzentrieren, neun werden über „Armut“ schreiben und vier von ihnen über die Situation in Gefängnissen.

RFAs Schwerpunkt liegt auf Identitätspolitik und gründet sich auf weiße Linke, die eingeschleust werden, um propagandistische Traum-Wolkenschlösser mit manchmal waghalsigen Rückschlüssen zu bauen. Beispielsweise Samuel Bojarski, ein jüdischer Freelancer aus Pittsburgh, der in die The Haitian Times eingeschleust wurde, um über die haitianische Bevölkerung zu berichten. Größtenteils sind die Aktivisten aber junge Frauen, von denen etliche für linksorientierte Organisationen gearbeitet – ihre Meinungen sind daher absehbar.

Facebook stand schon oft unter Verdacht, Fake News verbreitet zu haben. Bei dieser Sache finanziert es – gemeinsam mit der Google News Initiative, die ihrerseits 400,000 Dollar eingespeist hat – Fake News, da mit ihren Spenden die Hälfte der Gehälter von Reportern finanziert werden, die sie in lokalen Nachrichtenräumen eingenistet haben, während Facebooks eigene Finanzierung aus wohlhabenden linkspolitischen Kreisen stammt.

Die meisten Zeitungen freuen sich über diese Zusammenarbeit: es sind die Leser, die getäuscht werden.

Facebook gab an, sein „Journalismus-Projekt“ bekämpfe Fake News, stattdessen finanziert es sie. Wenn der „Soziale Medien“-Gigant Journalismus fördern will, dann könnte er es auf vielerlei Weise tun. Indem es RFAs Aktivismus finanziert, hilft es, Zeitungen zu finanzieren, unter der Bedingung, Propaganda zu veröffentlichen.

Das ist keine Menschenfreundlichkeit, sondern Politik.

 

Aktivisten als „Faktenprüfer“

Nicht nur Facebook finanziert eine politische Agenda, seine Finanzierung der RFA stellt einen tiefgreifenden Interessenkonflikt dar, wenn die eingeschleusten Aktivisten von linken Gruppierungen als Faktenprüfer fungieren. Das „Soziale Medien“-Monopol hat immer wieder Medien-„Faktenprüfer“ instrumentalisiert, um Konservative zu zensieren.

Das derzeitige RFA-„Corps“ hat Clara Hendrickson eingestellt, die Teil der linken „Brookings Institute“ Denkfabrik-Experten-Kommission ist und nun für die Detroit Free Press schreibt, wo Teil ihrer Aufgabe das „Faktenprüfen“ gegen Politiker aus Michigan für die Zeitung und die Seite PolitiFact ist.

Der Interessenkonflikt ist hier so verzwickt, dass man zur Entwirrung eine separate Tabelle benötigen würde.

Ein Forschungsanalytiker eines Think Tank wurde von einer linken Organisation finanziert, um „Fakten“ bei politischen Kandidaten zu „überprüfen“, und diese in einer großen Zeitung zu veröffentlichen, die bereits zwei andere RFA-Aktivisten in ihren Reihen hat. PoltiFact nutzt dann ihre Angriffe auf Republikaner als „Fakten“ und Facebook – das den ganzen Salat finanziert – wird, basierend auf ihren parteilichen Verleumdungsartikeln, Konservative auf der sozialen Medienplattform zensieren.

„Faktenüberprüfung“ besteht sowieso aus parteilichen Angriffen seitens der Medien unter dem Vorwand, Objektivität zu fördern. RFA hilft dabei selbst die fadenscheinigsten Vorgaben der Objektivität und Moral bei den Medien über den Haufen zu werfen – im Dienste seiner Agenda.

 

Faktencheck vor allem gegen Republikaner?

Oder, wie Clara Hendrickson es tweetete: „Ich bin überglücklich darüber, bei @freep in Zusammenarbeit mit @PolitiFact als Mitglied des @report4america-Corps politische Fakten von bundesweiten, staatlichen und örtlichen Kandidaten zu checken, als Vorbereitung auf die 2020-Wahl.“ Ist die „Überprüfung“ von bundesweiten Kandidaten in einem Swing State (Anm. d. Übs.: ein Staat, in dem beide große Parteien – Demokraten oder Republikaner – eine gute Chance auf den Wahlsieg haben) so viel wichtiger? Ja, das ist es in der Tat, wenn man seine Aufgabe nicht darin sieht, die Wahrheit ans Licht zu bringen, sondern Joe Biden zu helfen, ins Weiße Haus zu ziehen.

Wie ihre Aktivisten konzentriert sich die RFA auf die Schlüssel-„Swing States“, wenn es um die Rechtfertigung der Rolle von Hendrickson geht. Sie erklärten: „Die Notwendigkeit der Faktenprüfung ist besonders in Michigan kritisch, weil er in den 2020-Präsidentschaftswahlen als einer der echten vier ‚Swing‘-Staaten identifiziert wurde. Darüber hinaus folgt 2020 ein Senatorenrennen, das weithin als Fehlentscheidung angesehen wird.“

Das ist kein Journalismus, es geht hier um eine Wahlstrategie. Oder wie PoliFact-Redakteurin Angie Drobnic Holan in einem Schwall über Faktenüberprüfung feststellte, wenn es darum ging, ihre Zusammenarbeit mit einer linken Gruppierung zu rechtfertigen: „Wir beabsichtigen, die Fakten der Präsidentschaftswahlen und dem Senatorenrennen überprüfen zu lassen.“ Echte Journalisten überprüfen ihre eigenen Fakten. Aktivisten definieren Aktivismus, Parteipropaganda und Angriffsartikel neu als „Faktenüberprüfung“, weil es noch immer einige Leute hinters Licht führt.

Hier ein Beispiel von Claras Hingabe an die Wahrheit und an Fakten: „Spoiler: Trumps rassistische Rhetorik hat Gewalt in Amerika geschürt.“

Die Zusammenarbeit mit Politifact zeigt eins sicherlich auf, nämlich dass „Faktenüberprüfer“ genauso erpicht darauf sind, ihre Berichterstattung an reiche Spender als Zeitungen zu verkaufen, solange es um linke Interessen geht.

Vermittlung verkompliziert die Verstrickung von wohlhabenden linken Spendern und linken gemeinnützigen Organisationen, die in unmoralischen Interessenkonflikten münden, wobei dies etwas ist, das die RFA sehr gut hinbekommt.

 

Journalistische Interessenskonflikte sind von gestern

Der Kansas City Star akzeptierte drei von RFAs Aktivisten, die alle mit der Suche nach Lösungen in Sachen Waffengewalt beauftragt werden. Diese Lösungen werden nicht sein, schießwütige Personen zu verhaften und den Schlüssel wegzuwerfen.

Einer der RFA-Aktivisten des Kansas City Stars ist Humera Lodhi, ein muslimischer Blogger bei der Huffington Post, Stipendiat des Marshall-Projektes, einer linken Denkfabrik für Kriminalität, die Waffen für die Existenz von Waffengewalt verantwortlich macht.

Der Star hat es nicht nur geschafft, von linken Organisationen finanzierte Aktivisten an Bord zu holen, sondern sogar solche, die von zwei linken Organisationen finanziert werden, über die sie in ihren Ressorts berichten sollen. Es ist schwer vorstellbar, wie diese Anordnung voreingenommener und unmoralischer sein könnte. Aber daran besteht kaum ein Zweifel, RFA wird einen Weg finden…

RFA ist eine Initiative des Ground Truth Projects, einer NGO, die mit kommerziellen Zeitungen zusammenarbeitet und das aus der GlobalPost entstand, einer kommerziellen Organisation. RFA ist nur ein weiteres Unterfangen ehemaliger Journalisten, die letzten Überreste des Journalismus zu monetisieren, indem sie ihn zu einer politischen Waffe machen. Im Journalismus steckt nicht viel Geld, aber viel Geld fließt in der Politik.

Das Korrumpieren, Prostituieren und der Einsatz von Journalisten als Waffe trägt dazu bei, auch die wenige Integrität, die sie noch haben, zu zerstören.

RFA beseitigt den kleinen Unterscheid zwischen Medien und politischem Aktivismus. Das geschieht nicht allein in diesem Gebiet, sonders es geschieht durch eine erfolgreiche und gut finanzierte Organisation, die stärker ist als alle Rivalen. Ihre Gründer haben sich eine glitzernde Zukunft gebaut, in der Journalismus ein Überbleibsel politischer gemeinnütziger Organisationen ist, die anstelle von Wahlwerbung gleich die ganze Zeitung kaufen, ohne Steuern darauf zahlen zu müssen.

Und das Ganze wird von den dot-com-Monopolen bezuschusst, die zur Zerstörung des Journalismus beigetragen haben.

 

Übersetzung aus dem Englischen von Jan Bentz

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