Das Coronavirus in Irans heiligster Stadt

Chinesische Theologie-Studenten brachten das Corona-Virus nach Ghom, das theologische Zentrum des Mullah-Regimes. Dass der Iran mittlerweile auch chinesische Schiiten schult, verrät seine weltweiten Expansions-Ambitionen.

Ein iranischer schiitischer Theologe in der Stadt Ghom© BEHROUZ MEHRI, AFP

Von Aviel Schneider (Israel Heute)

Warum scheint das Coronavirus im Iran deutlich heftiger ausgebrochen zu sein, als in den arabischen Staaten? Fragt man sunnitische Moslems, beispielsweise „Palästinenser“ oder Jordanier, dann heißt es, Allah bestrafe die Schiiten. Arabische Medien in den sunnitischen Ländern des Nahen Ostens stoßen ins selbe Horn. Internationale Medien berichteten vor über einem Monat von dem dramatischen Ausbruch der Pandemie in Persien. Iranische Medien hielten sich zurück, um das iranische Volk (83 Mio. Einwohner) nicht in Panik zu versetzen.

Besonders schmerzlich betroffen war die politische Staatsführung aber auch das Militär im Iran. Nach offiziellen Angaben des Landes habe es bisher 81.000 Infizierte und 5.031 Tote gegeben (Stand: 19. April 2020). Statistisch gesehen kommen demnach im Iran 60 Tote auf je eine Million Menschen. Pro bestätigter Corona-Fälle liegt der Anteil der Verstorbenen im Iran bei 6 Prozent.

Israelische Quellen zeichnen ein anderes Bild. Der israelische Geheimdienst Mossad schätzt die Todeszahl auf 20.000 Iraner, vielleicht sogar noch höher. Immerhin gibt die politische Führung im Iran zu, darunter die Ayatollahs und Mitglieder des Wächterrates, dass die Corona-Epidemie von der Stadt Ghom ausgegangen ist, die 130 Kilometer südlich von Teheran liegt. Ghom oder Qum ist die Hauptstadt der Provinz Ghom im Iran. Ghom hat über 1,3 Mio. Einwohner und ist eine der heiligen Städte der Schia. Ajatollah Ruhollah Chomeini machte die Theologische Hochschule von Ghom weltberühmt. Dort werden die meisten iranischen Prediger ausgebildet, sie gilt nach Nadschaf bei den Schiiten als zweitwichtigste Stätte.

Die Frage stellt sich, wieso das Coronavirus in Ghom ausgebrochen ist? „Der Ursprung waren schiitische Prediger und Geistliche aus China, die von dem iranischen Regime in Teheran eingeladen worden waren“, erklärte Israels anerkannter Sicherheitsexperte Ron Ben-Ishai. Die jungen Chinesen sollten in den theologischen Hochschulen ausgebildet werden, um die Schia zu einer wachsenden Religion in China zu machen. In dem Tian Shan Gebirge im Westen Chinas gibt es schiitische Gemeinden, die noch die alte Sarikoli-Sprache sprechen, und die aus der ethnischen Gruppe Pamir im Südosten Irans stammen. Die chinesischen Schiiten haben nicht nur ihre Lehrer angesteckt, sondern ebenso iranische Politiker und Kleriker aus Teheran, mit denen sie zusammentrafen. Dies erklärt, weshalb anfänglich so viele Mitglieder im iranischen Parlament an dem Coronavirus erkrankten und teilweise auch daran gestorben sind.

Dieser epidemische Vorfall im Iran zeigt eindeutig, was für Bemühungen der Iran auf sich nimmt, um die schiitische Glaubensrichtung weltweit zu verbreiten. Hätten die jungen Schiiten die geistlichen Lehrer im Iran nicht infiziert, so hätten wir wahrscheinlich davon nie erfahren, welche Absichten das iranische Regime in China hegt.

Sehr geehrte Leser!

Die alte Website unserer Zeitung mit allen alten Abos finden Sie hier:

alte Website der Zeitung.


Und hier können Sie:

unsere Zeitung abonnieren,
die aktuelle oder alte Ausgaben bestellen
sowie eine Probeausgabe bekommen

in der Druck- oder Onlineform

Unterstützen Sie die einzige unabhängige jüdische Zeitung in Deutschland mit Ihrer Spende!

Werbung


„Black Lives Matter“ und die Juden

„Black Lives Matter“ und die Juden

Nicht wenige linke US-Juden weigern sich zu erkennen, dass sich die Wut der BLM-Bewegung, die sie sogar häufig mit Spenden unterstützen, gegen sie selbst wenden könnte, obwohl es bereits in der Vergangenheit zu antijüdischen Morden und Pogromen durch Schwarze gekommen ist.

England: Sozialdemokratische Politikerin als „Rassistin“ beschimpft, weil sie rassistische Vergewaltigungen weißer Minderjähriger durch pakistanische Männer thematisierte

England: Sozialdemokratische Politikerin als „Rassistin“ beschimpft, weil sie rassistische Vergewaltigungen weißer Minderjähriger durch pakistanische Männer thematisierte

Sarah Champion, eine britische Labour-Politikerin und Abgeordnete für Rotherham (dem Epizentrum der Sex Grooming-Gangs), wurde beschuldigt, sich wie eine islamophobe Faschistin zu verhalten, weil sie es gewagt hatte offenzulegen, dass Großbritannien ganz offensichtlich ein Problem mit britisch-pakistanischen Männern hat, die überwiegend weiße Mädchen vergewaltigen und als Sexsklavinnen missbrauchen.

Dudas Wahlsieg und die häufig deutsch kontrollierten Leitmedien Polens

Dudas Wahlsieg und die häufig deutsch kontrollierten Leitmedien Polens

Dass der Mehrzahl der linksdurchseelten deutschen Medien die Wiederwahl des konservativen Andrzej Duda nicht gefällt, ist kein Geheimnis. Dass aber der alte und neue Präsident Polens auch mit polnischen Medien konfrontiert ist, die sich im Besitz deutscher Medienhäuser mit linker politischer Schlagseite befinden, wird hierzulande gerne unter den Teppich gekehrt.

Die ungenannten jüdischen Opfer: Jedes der Opfer, das nur  deshalb ermordet wurde, weil es jüdisch ist, hat auch einen Namen.

Die ungenannten jüdischen Opfer: Jedes der Opfer, das nur deshalb ermordet wurde, weil es jüdisch ist, hat auch einen Namen.

In Deutschland bleiben die Morde an Juden durch Politik und die Medien häufig deshalb entthematisiert, weil die überwiegend islamischen Täter nicht in das heile Multikulti-Bild unserer Politik passen. Aber ohne Namensnennung und Veröffentlichung der Bilder werden jedoch selbst jene jüdischen Menschen, die erst in den letzten Jahren ermordet wurden, schnell von der Öffentlichkeit vergessen.

Mit dem Falschen angelegt – Journalisten müssen zahlen

Mit dem Falschen angelegt – Journalisten müssen zahlen

Unberechtigte Rassismus-Vorwürfe seitens Amerikas Leitmedien gegen einen 17-jährigen Schüler mit „Make America Great Again“-Kappe führten zu einer landesweiten Hasskampagne. Doch diesmal wehrte sich das Opfer. Nick Sandmann ging erfolgreich gegen die Verleumdungen vor: Zwei Zeitungen mussten Schadenersatz zahlen (darunter die „Washington Post“), sechs Klagen laufen noch.

Eine never ending story: Spionage und Attentate der Mullahs in Dänemark, Rumänien, USA und anderen Ländern

Eine never ending story: Spionage und Attentate der Mullahs in Dänemark, Rumänien, USA und anderen Ländern

Während die europäischen Staatschefs ganz offensichtlich auch weiterhin eine Politik des Wohlwollens gegenüber den regierenden Mullahs des Iran verfolgen, wurde zum wiederholten Male ein iranischer Spion wegen Beihilfe zum Mordversuch an Oppositionellen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt – diesmal in Dänemark.

Chinas kaum beachtete Einflussnahme  im Nahostkonflikt

Chinas kaum beachtete Einflussnahme im Nahostkonflikt

Ein projektiertes 25-jähriges Wirtschafts- und Sicherheitsabkommen Chinas mit dem Iran über mehrere Milliarden Dollar führt in Israel zu Besorgnis. Bereits in der Vergangenheit übte das übermächtige China wirtschaftlichen Druck auf Israel aus.

Auch die belgischen Grünen verlangen  Sanktionen gegen Israel

Auch die belgischen Grünen verlangen Sanktionen gegen Israel

EU-typisch hat das belgische Parlament eine anti-israelische Resolution angenommen. Initiiert wurde diese von der linken Partei „Ecolo-Grün“, die Personal-Überschneidungen mit der antisemitischen BDS-Bewegung hat.

Churchill pfui, Marx hui!

Churchill pfui, Marx hui!

Dass die Denkmäler linker Rassisten wie die von Karl Marx nicht angetastet werden, belegt einmal mehr, dass die BLM-Bewegung und ihre Sympathisanten nicht – wie sie behaupten – in erster Linie den Rassismus gleich welcher Couleur angreifen, sondern das Rad der Geschichte in Richtung des weltweit zu Recht gescheiterten Kommunismus zurückdrehen wollen.

Immer mehr Länder verbieten die Muslimbruderschaft

Immer mehr Länder verbieten die Muslimbruderschaft

Trotz eines Machtzuwachses in mehreren Staaten nach den verfehlten Revolutionen des sogenannten „Arabischen Frühlings“ nehmen immer mehr Länder auch im Mittleren Osten Anstoß an der Ideologie der gewaltbereiten islamistischen Vereinigung.

Der Autokrat von Minsk bittet zur Wahl

Der Autokrat von Minsk bittet zur Wahl

Weitaus weniger Kritik aus Westeuropa als der demokratische Staat Israel muss die europäische Diktatur Weißrussland ertragen. Selbst der um Schelte am jüdischen Staat nie verlegene Bundespräsident Steinmeier fand bei seinem letzten Besuch keine Worte der Kritik an Lukaschenkos autoritärer Führung des osteuropäischen Staates.

Europa ist sich seiner einzigartigen Werte nicht mehr bewusst

Europa ist sich seiner einzigartigen Werte nicht mehr bewusst

Julien Freunds neu aufgelegter Essay „Europa im Niedergang?“ ist 40 Jahre alt und wirkt immer noch, als sei er heute geschrieben. Seine Kritik gilt der linksideologischen Verächtlichmachung der europäischen Kultur und ihrer Werte. Besonders beklagt er den schleichenden wohlfeilen Ausverkauf dessen, was Europa ausmacht.

Werbung

Alle Artikel
Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr dazu..
Verstanden