Die wahre Botschaft von Chanukka

Hinter dem Entzünden der Kerzen steckt ganz viel Geschichte

© AFP

Von Dovid Gernetz

Als Rebbezin (Frau des Rabbiners) Rachel Posner im Winter 1932 ihren Fotoapparat zückte, um ein Foto zu machen, sah die Zukunft des jüdischen Volkes in Deutschland und ganz Europa alles andere als gut aus. Die NSDAP, angeführt von Adolf Hitler, war mittlerweile zur größten Fraktion des deutschen Parlaments gewachsen, bevor sie wenige Monate später 1933 an die Macht kam. Fahnen mit Hakenkreuz wehten in allen großen Städten Deutschlands und kündigten das bevorstehende Unheil an. Sie und ihr Mann, Rabbiner Akiva Posner, waren zu dem Schluss gekommen, dass ihnen nichts Anderes übrigbleibt, als Deutschland zu verlassen und er seine Rabbiner-Stellung in Kiel aufgeben muss.

Chanukka kam, und wie jedes Jahr entzündete die Familie Posner ihren 8-armigen Leuchter auf dem Fenstersims. Auf dem Gebäude gegenüber war die Fahne mit dem Hakenkreuz deutlich zu sehen und schaute bedrohlich zu ihnen hinüber. Mit dem Hakenkreuz im Hintergrund und Fokus auf die Chanukkia machte Rachel ein Bild, das viele Jahre später weltberühmt werden würde. Auf der Rückseite des Fotos kommentierte sie:

„Juda verrecke“

Die Fahne spricht

„Juda lebt ewig“

Erwidert das Licht

Familie Posner schaffte es vor dem Krieg nach Israel zu emigrieren und übergab diese Chanukkia mit dem Foto an das Holocaust-Museum Yad Vashem. Dort wird sie das ganze Jahr über ausgestellt, nur für Chanukka nehmen die Nachkommen der Posner-Familie die besondere Chanukkia zurück, um sie zu entzünden.

Unsere Weisen lehren, dass nachdem der Maschiach (Messias) kommen wird, alle jüdischen Feiertage nicht mehr aktuell sein werden, außer Chanukka und Purim. Aus dem Grund, dass die Ereignisse, die während des Maschaichs passieren werden, alle Feiertage in den Schatten stellen werden. Was ist jedoch so besonders an Chanukka, dass es sogar nach dem Kommen des Maschiachs und dessen Wundern erhalten bleibt?

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