Wichtige Anti-BDS-Konferenz in Brüssel

Eine griechische EU-Parlamentarierin lud in der belgischen Hauptstadt zum Gespräch darüber, wie die neuzeitliche „Kauft-nicht-bei-Juden“-Bewegung gezielten Hass auf Israel schürt.

Mit Karikaturen wie diesen wird der Hass auf Juden geschürt.

Von Dr. Nikoline Hansen

Während am 25. September 2019 in Berlin bekannte Israelhasser zu einer „palästinensischen” Demonstration vor dem Brandenburger Tor geladen hatten, wurde im Europäischen Parlament in Brüssel eine neue Broschüre des israelischen Ministeriums für strategische Angelegenheiten und Öffentlichkeitsarbeit vorgestellt, die sich mit der zunehmend aggressiven und hasserfüllten „palästinensischen“ Politik gegenüber Israel befasst. Minister Gilad Erdan war persönlich angereist, um die Bedeutung der Demaskierung der seit Jahren wachsenden BDS (Boykott - Desinvestition - Sanktionen)-Kampagne gegen den Staat Israel hervorzuheben und die Dokumentation, die in den kommenden Wochen auch auf Deutsch erscheinen wird, einer interessierten Öffentlichkeit vorzustellen. Eingeladen hatte die griechische Europaabgeordnete Anna-Michelle Asimakopulou von der Fraktion der Europäischen Volkspartei.

 

BDS arbeitet mit Fälschungen

Seit vielen Jahren werden Juden weltweit – besonders auch an den Universitäten in Amerika – damit konfrontiert, dass sie für die israelische Politik in Haftung genommen werden. Dabei werden seit Ende des Zweiten Weltkriegs und der Schaffung des Staates Israel gerade die Menschenrechte für diese Kampagne missbraucht, indem in Israel kleinste, oftmals durch die prekäre Verteidigungslage bedingte, Missstände zur Anklage gebracht werden oder sogar falsche Kontexte konstruiert werden, um altbekannte antisemitische Stereotype wachzurufen, wie im Fall des Tods des „Palästinenser“-Jungen Mohammed al-Dura im September 2000. Die BDS-Akteure nutzen diese alten tief verwurzelten Stereotype für ihre Zwecke: So wird Israel etwa regelmäßig als Kindermörder hingestellt. Noch im 19. Jahrhundert führte die Anschuldigung, Juden hätten Christenkinderblut in Matze gebacken, in Osteuropa zu Pogromen. Im 21. Jahrhundert bemüht man Photoshop und aus dem Kontext gerissene Bilder oder Karikaturen, um zu suggerieren, israelische Soldaten würden grundlos Kinder erschießen. In Berlin wurden während des Gazakonflikts 2014 blutige Puppen über die Straßen der Stadt geschleift, dazu “Israel Kindermörder!“ skandiert. Keiner schritt ein.

Die Broschüre „Hinter der Maske: Der antisemitische Charakter von BDS entlarvt“ bietet eine Vielzahl von Beispielen aus den sozialen Medien wie Facebook und Twitter, aber auch Karikaturen aus arabischen Medien, die eine Dämonisierung und Deligitimierung des Staates Israel zum Ziel haben. Dazu zählen neben den bekannten Mordmotiven auch Vergleiche Israels mit dem Naziregime in Deutschland sowie die grundlegende Behauptung, Juden hätten kein Anrecht auf einen eigenen Staat auf „palästinensischem“ Gebiet. Dies alles sind Motive und Äußerungen, die Hass auf Juden weltweit schüren und auch Zweifel an der Legitimität des Staates Israel so stark werden lassen, dass sich etwa Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem ersten Besuch in Israel bemüßigt sah, das Existenzrecht Israels zur deutschen Staatsräson zu erklären.

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