Moslemische Welt bald „judenrein“ und „christenrein“?

Nach der Verfolgung und Vertreibung von Juden aus arabischen Ländern, wenden sich die gleichen Maßnahmen nunmehr gegen die dortigen Christen

Autobomben-Explosion vor einer syrisch-orthodoxen Kirche im Nordosten Syriens im Juli 2019.© Gihad Darwish, AFP

Von Dr. Edy Cohen (www.audiatur-online.ch)

Vor dem Hintergrund der Christenverfolgung im Nahen Osten im Allgemeinen und in den von der „Palästinensischen Autonomiebehörde“ verwalteten Gebieten im Besonderen sollte an ein Sprichwort erinnert werden, das seit Generationen von Muslimen weitergegeben wird: „Erst kümmern wir uns um die Leute vom Samstag, dann um die vom Sonntag.“

Ein Blick auf die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte im Nahen Osten lässt klar erkennen, dass die Region zunehmend von Minderheiten „gesäubert“ wird. Dies betrifft insbesondere die schon seit Jahrtausenden in dieser Region ansässigen Christen. Der Prozess erinnert an das, was mit den Juden in den arabischen Ländern geschah, die im Zuge von Pogromen und Verfolgungen im 20. Jahrhundert ihre Heimat verlassen mussten – insbesondere nach der Gründung des Staates Israel und dessen Siegen über seine arabischen Feinde.

Tatsächlich fand in Marokko, wo heute noch mehrere Tausend Juden leben, das erste Massaker an Juden im 20. Jahrhundert statt: am 17. April 1912 in Fez, nachdem Sultan Mulai Abd al-Hafiz einen Vertrag unterzeichnet hatte, der Marokko zum französischen Protektorat machte. Für die Bürger des Landes stellte diese Machtübergabe an einen christlichen Herrscher einen Akt des Verrats dar. Da er Franzosen nicht angreifen durfte, entschied sich der arabische Mob dafür, sich stattdessen an Juden und deren Besitztümern zu vergreifen. Einundfünfzig Juden wurden ermordet und zahlreiche Häuser geplündert.

Am 3. August 1934 schimpfte in der algerischen Stadt Constantine ein jüdischer Schneider in betrunkenem Zustand auf die Muslime und äußerte sich beleidigend gegen den Islam. Das Ergebnis: Pogrome gegen die ortsansässigen Juden, bei denen 25 Juden getötet und 38 verletzt wurden.

Im Juni 1941 brach der Farhud, ein gewalttätiger Pogrom, gegen die Juden Bagdads aus. Rund 200 Juden wurden von ihren arabischen Nachbarn ermordet und Tausende verletzt. Jüdischer Besitz wurde geplündert und zahlreiche Häuser in Brand gesetzt.

Sie können diesen Artikel vollständig in der gedruckten oder elektronischen Ausgabe der Zeitung «Jüdische Rundschau» lesen.

Vollversion des Artikels

€ 0,75 inkl. MwSt.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Hier können Sie

die Zeitung abonnieren,
die aktuelle Ausgabe oder frühere Ausgaben kaufen
oder eine Probeausgabe der Zeitung bestellen,

in gedruckter oder elektronischer Form.

Vollversion des Artikels

€ 0,75 inkl. MwSt.
Zugang erhalten

Sehr geehrte Leser!

Die alte Website unserer Zeitung mit allen alten Abos finden Sie hier:

alte Website der Zeitung.


Und hier können Sie:

unsere Zeitung abonnieren,
die aktuelle oder alte Ausgaben bestellen
sowie eine Probeausgabe bekommen

in der Druck- oder Onlineform

Unterstützen Sie die einzige unabhängige jüdische Zeitung in Deutschland mit Ihrer Spende!

Werbung


„Klimanotstand“ auf Bestellung

„Klimanotstand“ auf Bestellung

Gerade rechtzeitig zum Klimagipfel in Madrid und den Billionen-Plänen von der Leyens geht es dem Klima angeblich besonders schlecht.

Bibeltreue Christen als pro-israelische Lobby-Gruppe in den USA

Bibeltreue Christen als pro-israelische Lobby-Gruppe in den USA

Populärer Irrtum: Nicht die Juden, sondern die konservativen Christen sind die zahlenmäßig größte Unterstützer-Gruppe Israels in den USA.

Wie die Araber in den 1960er Jahren das Wort „Palästinenser“ stahlen

Wie die Araber in den 1960er Jahren das Wort „Palästinenser“ stahlen

Eine Lektion Realpolitik für die faktenresistente EU

Türkei: Wie sich Erdogan Einfluss in Deutschland kauft

Türkei: Wie sich Erdogan Einfluss in Deutschland kauft

Die Spuren des hinter dem „Europäischen Islamophobie-Bericht“ stehenden Thinktanks SETA führen direkt ins nahe private Umfeld des türkischen Präsidenten.

Bezahlt der Iran die spanischen Kommunisten?

Bezahlt der Iran die spanischen Kommunisten?

Die Sozialdemokraten in Spanien streben eine Koalition mit den Iran-Komplizen von der kommunistischen „Podemos“ an.

Der türkische Einmarsch in Syrien und die Heuchelei Deutschlands

Der türkische Einmarsch in Syrien und die Heuchelei Deutschlands

US-Präsident Trump wird für seinen Rückzug hierzulande schärfer verurteilt als Erdogan für seinen brutalen Angriff auf die syrischen Kurden

Gegnerschaft um jeden Preis

Gegnerschaft um jeden Preis

Nur weil Trump es gesagt hat, heißt das nicht, dass es nicht wahr ist: Die Demokratische Partei ist langsam nicht mehr zu retten.

Befehl von ganz oben: Islamismus vertuschen!

Befehl von ganz oben: Islamismus vertuschen!

Die französische Polizei versuchte den islamischen Hintergrund der Ermordung von vier Kollegen auf Anweisung aus dem Innenministerium zu verschleiern.

Die Achse Türkei – Katar – Hamas: Brüder im Terror

Die Achse Türkei – Katar – Hamas: Brüder im Terror

Das starke Band der Muslimbrüderschaft – Katar und die Hamas solidarisieren sich mit Erdogans Krieg.

Englands Juden zwischen Brexit und Corbyn

Englands Juden zwischen Brexit und Corbyn

Zwei jüdische Politiker beleuchten den EU-Ausstieg Großbritanniens und die negative Entwicklung der Labour-Partei.

Die erste Premierministerin Belgiens ist jüdischer Abstammung

Die erste Premierministerin Belgiens ist jüdischer Abstammung

Die Jüdin Sophie Wilmes regiert nun das Land in der Mitte Europas

Die Gestrandeten: Jüdische „Displaced Persons“

Die Gestrandeten: Jüdische „Displaced Persons“

Ein Neubeginn im Nachkriegsdeutschland

Werbung

Alle Artikel
Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr dazu..
Verstanden