Die gefährliche Inflationierung des Begriffes „Konzentrationslager“

Der neue Star der US-Demokraten, die Trump- und Israel-Hasserin Alexandria Ocasio-Cortez, diffamiert Israel und verleumdet die USA „Konzentrationslager“ an der mexikanischen Grenze zu betreiben

Alexandria Ocasio-Cortez bildet ein Team mit den Israel-Gegnern Tlaib und Ilhan Omar, die sogenannte „Squad“.© Don EMMERT, AFP

Von Stefan Frank

Alexandria Ocasio-Cortez (genannt AOC) ist der „Rockstar“ unter den amerikanischen Demokraten und seit Januar Abgeordnete des Repräsentantenhauses. Dort ist sie bislang durch Unkenntnis ihres Arbeitsplatzes und die Unterstützung eines Pro-BDS-Gesetzentwurfes aufgefallen. Unter Berufung auf „Zeugs“ (stuff), das ihr „Onkel“ gefunden hat, hält sie sich nun für eine sephardische Jüdin. Als Gast in der New Yorker Radiosendung „Ebro in the Morning“ berichtete sie zudem Neues von der jüdischen Weltverschwörung und präzisierte ihre Äußerung zu den angeblichen „Konzentrationslagern“ an der mexikanischen Grenze: Sie habe „keine holocaustmäßigen Konzentrationslager“ gemeint.

Es war eine einstündige Live-Unterhaltung, zu der Ocasio-Cortez am 30. Juli eingeladen war. Ihr gegenüber saß das langjährige Moderatorenteam: Ibrahim „Ebro“ Darden, Peter Rosenberg und Laura Stylez. Fast eine Viertelstunde lang ging es um Israel, Juden, „Konzentrationslager“ und den Antisemitismus, der sich laut AOC zwar ausbreite, aber nur im Weißen Haus.

Ocasio-Cortez ist Teil einer Anti-Israel-Welle in der Demokratischen Partei, die im November außer ihr auch noch Ilhan Omar und Rashida Tlaib in das Abgeordnetenhaus spülte (alle in Wahlkreisen, die seit Menschengedenken von den Demokraten gehalten werden, wo also eigentlich nur die parteiinternen Vorwahlen die Abstimmungen sind, die es zu gewinnen gilt). Auf Twitter hat die Hinterbänklerin Ocasio-Cortez fünf Millionen Follower – 1,4 Millionen mehr als Joe Biden, der als aussichtsreichster demokratischer Kandidat für die Präsidentschaftswahlen 2020 gilt. Die „Squad“ (Truppe), die von Ocasio-Cortez, Ilhan Omar und Rashida Tlaib gebildet wird, gilt als „progressiv“, obwohl der Antisemitismus das eigentliche Kennzeichen der drei ist. Laut ihrer Selbstdarstellung (die Journalisten dankbar aufgegriffen haben), sind Ocasio-Cortez und Rashida Tlaib „Farbige“ (people of color/POC). Die Bedeutung des Begriffs wurde offenbar stark ausgeweitet; sie und Tlaib sind so sehr „Farbige“ wie die Senatoren Bob Menendez, Marco Rubio und Ted Cruz – die sicherlich noch nie jemand als „people of color“ bezeichnet hat. Auch die italienischstämmige demokratische Sprecherin des Abgeordnetenhauses Nancy Pelosi könnte man mit Fug dazurechnen. Als Pelosi aber Ilhan Omar wegen deren antisemitischen Äußerungen zur Ordnung rief, warf Ocasio-Cortez ihr allen Ernstes vor, sie würde bei ihrer Kritik „neugewählte farbige Frauen herausgreifen“.

 

Israel? Eigentlich nicht ihr Thema

Als Ocasio-Cortez im Juli 2018 nach ihrer Position zu Israel befragt wurde, begann sie mit radikalen Tiraden („Massaker an der Grenze zu Gaza“), musste aber auf Nachfrage einräumen, dass sie eigentlich nicht weiß, wovon sie spricht („Ich bin keine Expertin für Geopolitik und für dieses Thema. Ich blicke nur durch eine Menschenrechtslinse und benutze vielleicht nicht die richtigen Worte. Nahostpolitik ist nicht exakt jeden Abend auf meinem Küchentisch.“). Dass die Moderatoren von „Ebro in the Morning“ von AOC überprüfbare und konsistente Antworten verlangen würden, brauchte sie nicht zu fürchten. Hier ist die Dynamik eine andere: Ebro wettert gegen Israel, Ocasio-Cortez braucht nur zuzustimmen. Seine Weltsicht skizziert Ebro so:

„Schaut man sich auf dem Globus um, dann hat man viele korrupte Regierungen, die zusammenarbeiten: Da hast du Israel, du hast Amerika, du hast Russland, du hast die Saudis, alle arbeiten Hand in Hand. Und ich komme auf Israel zu sprechen, weil du die Stimme erhoben hast zu Palästina, der Besatzung und was dort vor sich geht. Und speziell in Israel denke ich, dass die Leute dort die Yahoos ebenfalls loswerden wollen.“

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