Von Arabern getötete Araber haben keine Lobby

Die Ummah beklagt meist nur dann ihre Toten, wenn man die Schuld für diese Opfer einem westlichen Akteur in die Schuhe schieben kann.

Von Anastasia Iosseliani

«Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf» - diese alte Weisheit gilt besonders innerhalb der Ummah, der Gemeinschaft islamischer Staaten. Innerislamische Konflikte fordern beispielweise viel mehr muslimische Opfer als der jüdisch-arabische Konflikt. Muslimische Opfer werden kaum zur Kenntnis genommen, wenn diese nicht durch Juden, Amerikaner oder sonstige «westliche Akteure» getötet wurden.

Regelmäßig rottet sich am «Al-Quds-Tag» eine Gruppe von Schiiten und Sunniten zusammen, um mit Radikalen jedweder Couleur, wie Kommunisten und Nazis, in einer Querfront aufzumarschieren und dabei die Zerstörung des Juden unter den Staaten, Israels, zu fordern. Diese Demonstranten finden sich zusammen trotz der Tatsache, dass der Iran-Irak-Krieg zwischen dem schiitisch-persischen Iran und dem sunnitisch-arabischen Irak der Ummah über eine Million Tote gebracht hat. Der Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten geht bis heute weiter und droht Länder wie den Libanon und den Irak zu gescheiterten Staaten werden zu lassen. Länder wie Afghanistan und Somalia sind, aufgrund einer giftigen Mischung aus Tribalismus und Islamismus, bereits jetzt gescheiterte Staaten. Afghanistan wird nur durch die Präsenz von auswärtigen Soldaten vor der totalen Zerstörung bewahrt, dennoch werden Muslime regelmäßig von Dschihadisten bei Anschlägen ermordet.

Währenddessen vergießen Despoten wie Recep Tayyip Erdogan und das Aushängeschild des Mullahregimes, Hassan Rohani, Krokodilstränen über die Situation der Rohingya, obwohl sie selber das Blut der Kurden an ihren Händen kleben haben und derzeit mit Hilfe von Putins Russland, Syrien so parzellieren, wie ihre Vorfahren den Kaukasus aufgeteilt haben. Wer, außer den Kurden selbst, beweint noch die Toten von Halabdscha? Überhaupt betrauert und beklagt die Ummah nur dann lauthals ihre Toten, wenn man die Schuld für diese Toten irgendeinem westlichen Akteur in die Schuhe schieben kann.

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