Die unbegründete Angst der Antisemiten vor der Macht der Juden

Die Zeiten, in denen Juden wenig Einfluss hatten, waren niemals gute Zeiten – nicht einmal für die Nicht-Juden.

Von Alan M. Dershowitz

Jüngste Kommentare von Kongressmitgliedern und deren Verteidiger werfen erneut die Frage auf: Sind Juden zu mächtig? Diese Frage, die nie über andere Gruppen gestellt wurde, manifestiert eine Doppelmoral gegenüber dem jüdischen Volk. Sie darf nicht ignoriert werden. Hier ist meine Antwort.

Wenn ich höre, dass Juden zu mächtig seien, dann antworte ich, dass wir nicht mächtig genug sind. Wenn ich höre, dass AIPAC eine zu einflussreiche Lobby sei, sage ich, dass sie noch einflussreicher werden muss. Wenn ich höre, dass Juden zu viel Geld für die Unterstützung israelitischer Zwecke ausgeben würden, dann sage ich, dass wir noch mehr geben müssen. Wenn ich höre, dass Juden die Medien kontrollieren würden, dann frage ich: „Warum sind so viele Medien dermaßen anti-israelisch?“ Wenn ich höre, dass Juden zu viel Einfluss auf den Ausgang von Wahlen hätten, sage ich, dass wir unseren Einfluss verstärken müssen. Wir tun nicht genug. Wir müssen mehr tun.

Juden haben enorm – überproportional – zum Erfolg Amerikas beigetragen. Zusammen mit anderen Einwanderern haben Juden geholfen, unser Land zum Besseren zu verändern: akademisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, politisch, militärisch, medizinisch, rechtlich, technologisch und auf so viele andere Arten. Wir haben uns das Recht verdient, als erstklassige Bürger aufzutreten.

Keiner anderen Gruppe wird jemals vorgeworfen, zu viel Macht und Einfluss zu haben. Diese falsche Behauptung – die auf Zeiten und Orte zurückgeht, an denen Juden wenig oder gar keinen Einfluss hatten - ist eine antisemitische Trope, die uns mehr über die Antisemiten erzählt, die sie benutzen, als über die Juden.

Die Geschichte hat bewiesen, dass Juden mehr Macht und Einfluss brauchen als andere Gruppen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. In den 1930er und frühen 1940er Jahren hatten die Juden die Moral auf ihrer Seite, aber ihnen fehlte die Macht und der Einfluss, sechs Millionen ihrer Brüder und Schwestern vor systematischem Mord zu retten. Wenn Israel damals existiert hätte, mit der mächtigen Armee, die es jetzt hat, wäre die Geschichte des europäischen Judentums vielleicht anders verlaufen. Wenn die Juden in dieser Zeit in den Vereinigten Staaten mehr politische Macht gehabt hätten, wären die Türen unserer Nation nicht vor unseren Brüdern und Schwestern verschlossen geblieben, die Asyl vor dem Nationalsozialismus suchten.

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