Die Geburtsstunde Israels: Ein Volk erkämpft sich seine historische Heimat

Der UN-Teilungsplan ebnete den Weg für die israelische Staatsgründung.© WIKIPEDIA

Der 29. November 1947 war ein historischer Wendepunkt für das jüdische Volk. Mit 33 Ja-Stimmen beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Teilung des britischen Mandatsgebiets Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat und ebnete damit den Weg zur Wiedererrichtung jüdischer Souveränität in der jahrtausendealten Heimat der Juden. Dabei war das, was den Juden da zugesprochen wurde, nur noch der klägliche Rest dessen, was ihnen die Balfour-Deklaration von 1917 und das Völkerbundsmandat von 1922 als nationale Heimstätte zugesagt hatten. Fast 80 Prozent dieses Gebiets hatte die britische Mandatsmacht, deren Kolonialbeamte aus ihrer Abneigung gegen Juden nie ein Hehl machten, schon 1922 dem haschemitischen Feudalherrn Abdullah zugeschanzt, gegen Wohlverhalten und ein monatliches Handgeld aus der Londoner Kasse. So entstand Transjordanien, das heutige Jordanien: auf gestohlenem jüdischem Land. Von dem Fünftel, das den Juden nach diesem Diebstahl geblieben war, sollten sie nun gnädigerweise nur noch die Hälfte bekommen, und davon der größte Teil Wüste. Und sie nahmen es an, ausgezehrt von der Schoah, zwei Jahre nach dem Mord an sechs Millionen der Ihren, dankbar für jeden Quadratmeter des eigenen Landes, den ihnen die judenfeindlichen Engländer überhaupt noch übrig gelassen hatten. Aus dieser Wüste haben die Juden binnen zweier Generationen ein blühendes, durch und durch demokratisches Land geschaffen; die Araber haben aus allem, was ihnen zufiel, seither nichts hervorgebracht als Elend, Terror und die ausgestreckte Hand nach fremdem Geld. Den Arabern aber war 1947 selbst dieser Rest zu viel. Sie lehnten den Teilungsplan ab und setzten auf Mord und Krieg gegen ein ausgeblutetes Volk, in der sicheren Erwartung, es rasch auszulöschen: Wer der Schoah entkommen war, sollte hier umgebracht werden. Bereits am folgenden Tag begannen die Überfälle auf jüdische Busse und Wohnviertel, und kaum war Israel ausgerufen, fielen fünf arabische Armeen über den jungen Staat her, mit dem erklärten Ziel seiner Vernichtung. So verfahren die Araber bis heute. Was ihre Propaganda als „Nakba“ beweint und Israel anlastet, war die Folge eines Krieges, den die Araber selbst angezettelt hatten, in der erklärten Absicht, die Juden möglichst vollständig zu vernichten. Vertrieben wurden damals vor allem Juden: Rund 850.000 mussten die arabischen Länder verlassen, beraubt und entrechtet, und kein UN-Hilfswerk hat je nach ihnen gefragt. Die Araber, die in Israel blieben, sind heute seine Bürger. Die Ablehnung von 1947 widerlegt die Legende, den Arabern sei nie ein eigener Staat neben Israel angeboten worden. Sie haben ihn ausgeschlagen, damals wie bei jedem Angebot seither, und daran hat sich bis heute nichts geändert. (JR)

Von Redaktion Jüdische Rundschau

Die Gründung Israels war die Verwirklichung eines jahrtausendealten jüdischen Traums und zugleich eine Konsequenz aus Verfolgung, Vertreibung und dem Holocaust. Doch kaum hatte die Weltgemeinschaft 1947 die Teilung Palästinas beschlossen, begann ein Krieg um die Zukunft des Landes. Bis heute wird die Geschichte des Zionismus politisch instrumentalisiert, werden historische Tatsachen verdreht und das Existenzrecht des jüdischen Staates infrage gestellt. Wer verstehen will, weshalb Israel entstand und warum seine Bürger entschlossen sind, ihre Unabhängigkeit zu verteidigen, muss weit vor das Jahr 1948 zurückblicken.

 

Eine historische Entscheidung und ihre blutigen Folgen

Am 29. November 1947 fiel in New York eine Entscheidung, auf die Millionen Juden über Generationen gehofft hatten. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen sprach sich für die Aufteilung des britischen Mandatsgebiets Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat aus. 33 Länder votierten dafür, 13 dagegen, zehn enthielten sich. In jüdischen Gemeinden löste das Abstimmungsergebnis Begeisterung aus. Menschen umarmten einander, sangen und tanzten auf den Straßen. Nach Jahrhunderten der Entrechtung und nur wenige Jahre nach der Ermordung von sechs Millionen europäischen Juden erschien ein souveräner Staat erstmals in greifbarer Nähe. Doch die Freude währte nicht lange. Die arabische Führung lehnte die Teilung entschieden ab. Bereits am folgenden Tag begannen bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen jüdischen und arabischen Kräften im Mandatsgebiet.

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