Die Algorithmen des Hasses: Judenfeindlichkeit aus der digitalen Echokammer

Der Judenhass in Deutschland wird längst nicht mehr nur auf der Straße verbreitet, sondern in digitalen Echokammern täglich neu angefacht. Sender wie Al-Dschasira und TRT, soziale Netzwerke und linke Israel-Feinde übertreffen sich gegenseitig mit Propaganda, manipulierten Bildern und perfider Täter-Opfer-Umkehr, während Algorithmen dafür sorgen, dass Gegenargumente kaum noch ankommen. Besonders verheerend wirkt dieser Propagandakreislauf in migrantisch-islamischen Milieus, in denen judenfeindliche Feindbilder über Satellitenfernsehen und Smartphone fortwährend aus den Herkunftsgesellschaften importiert werden. Ein Jugendlicher in Neukölln oder Duisburg wächst so in derselben Bilderwelt auf wie einer in Gaza — nur dass er deutsche Papiere hat und deutsche Schulen besucht. Staatliche Antisemitismusbeauftragte und gelegentliche Betroffenheitsrituale reichen nicht länger aus und dienen lediglich als Symbolpolitik: Wer jüdisches Leben schützen will, muss den digitalen Kampf um die Köpfe endlich entschlossen aufnehmen — oder er sollte den Juden ehrlicherweise sagen, dass dieser Kampf längst aufgegeben ist. Denn gegen eine wachsende islamische Bevölkerung, deren Agitation von woken, grünen und linken Stimmen bis hinein in die SPD beklatscht wird, deren BDS-Fantasien hierzulande gestützt statt bekämpft werden, hat er mit Beauftragten und Kranzniederlegungen nie ernsthaft geführt werden sollen. Juden sind das Lackmuspapier jeder freien Gesellschaft: Wo sie nicht mehr leben können, ist die Freiheit der anderen nur noch eine Frage der Zeit. (JR)

Von Ahmet Dener

Der Judenhass in Deutschland wird immer stärker werden. Ich denke nicht, dass gutes Zureden hin und wieder noch irgendetwas bewirken kann. Die mediale Dauerberieselung mit Israel-Hass und die gezielte Diffamierung von Juden im Netz sind mittlerweile so mächtig, dass man dem nur noch mit den gleichen Waffen – sprich: einer massiven Gegenpräsenz im Internet – etwas entgegensetzen könnte. Doch genau hier liegt der Haken, der die Sache so verdammt schwierig, wenn nicht unmöglich macht: Die Algorithmen der sozialen Medien registrieren sofort, in welche Richtung ein Nutzer tickt. Das Ergebnis ist die totale Filterblase.

Jeder bekommt nur noch die Videos fein säuberlich serviert, die exakt zur eigenen Community und den eigenen Vorurteilen passen. Wie schon am 7. Oktober – und eigentlich immer in diesem Konflikt – ist nur eines maßgebend: Wer zuerst die Opferrolle besetzt, gewinnt. Danach kann man sich sprichwörtlich auf den Kopf stellen.

Aus der Täter- und Unterdrückerrolle kommt man argumentativ nicht mehr heraus. Es ist unmöglich. Jedes rationale Argument geht dank der Algorithmen an den Menschen, die man eigentlich erreichen müsste, meilenweit vorbei. Frei nach dem Motto: Jeder behält seinen Glauben, bis der Tod sie scheidet.

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