Ex-Dschihadistin lehrt Erziehungswissenschaften in Cambridge

Die Universität Cambridge geriet in jüngster Zeit wegen dubioser Beschäftigter mehrfach in die Negativschlagzeilen. © BROOK MITCHELL / AFP
Cambridge liefert den nächsten Beleg dafür, wie tief grünlinks-woke Ideologie und falsch verstandene Diversität inzwischen selbst in westliche Eliteuniversitäten vorgedrungen sind. Kaum ist der Skandal um Diversity-Vorzeigefigur Jason Arday mit Plagiatsvorwürfen und Zweifeln an seiner Erfolgsbiografie öffentlich geworden, sorgt bereits die nächste Personalie für Aufsehen: Mit Farah Ahmed beschäftigt Cambridge eine Erziehungswissenschaftlerin, die früher Mitglied der radikal-islamischen Hizb ut-Tahrir war, westliche Bildung als Gefahr für den Islam kritisierte und Demokratie, Evolutionslehre sowie klassische Literatur religiös problematisierte. Heute forscht sie ausgerechnet darüber, wie „islamisch“ Schulen sein sollten. Eine Universität, die einst für Aufklärung und westliche Bildungstradition stand, holt damit deren erklärte Gegner in die eigenen Reihen und nennt es auch noch, allen Hohn zum Trotz, Diversität. (JR)
Gleich der nächste Skandal für Cambridge: Die britische Top-Uni beschäftigt Farah Ahmed, einst Hizb-ut-Tahrir-Mitglied. Sie hält westliche Bildung für eine Bedrohung des Islam und will Schulen „islamischer“ machen. Aber eine Islamisierung findet auch im UK nicht statt....
Der Fall des hochstapelnden Diversity-Apostels Jason Arday, zugleich jüngster schwarzer Soziologie-Professor in der Geschichte von Cambridge, ist noch nicht verdaut. Nun ist Arday tot aufgefunden worden, und die Umstände sind unklar, aber natürlich verdächtig. Es ist ein anscheinend tragischer Tod, unerwartet, aber ohne Täter. In Ardays Reaktionen war deutlich geworden, dass er das Ausmaß des Skandals um ihn nicht verstanden hatte.
Daneben zeigt sich, dass die Geschichte Arday noch keineswegs vorbei ist. Das Wochenmagazin The Spectator hat Mitte August aufgedeckt, dass es weitere hochproblematische Anstellungen an der Universität Cambridge gibt. Die einstige Top-Universität hat sich offenbar noch tiefer der Diversität verschrieben, als bis dato bekannt – und in diesem Fall eine Vertreterin des radikalsten Islams berufen. Farah Ahmed ist Assistenzprofessorin für Erziehungswissenschaften und wird als solche noch immer von ihrer Universität präsentiert.
Das Verstörende ist: Ahmed war vor ihrer Anstellung in Cambridge ein Mitglied der inzwischen verbotenen Gruppe Hizb ut-Tahrir, die sich für ein Kalifat und die Durchsetzung des islamischen Rechts einsetzt. 2010 behauptete sie zwar, vor einigen Jahren ausgetreten zu sein und auch nicht mit allen politischen Vorstellungen der Gruppe übereinzustimmen. Aber ihre Aktivitäten sprechen eine andere Sprache.
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