Adam Sandler: „Ich bin stolz darauf, Jude zu sein“

Adam Sandler und seine Familie in Hollywood.© IMAGE PRESS AGENCY / NURPHOTO / NURPHOTO VIA AFP
Adam Sandler gehört seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten und beliebtesten Komikern Hollywoods. Hinter dem oft derben Humor steht jedoch ein Künstler, der seine jüdische Herkunft nie versteckt, sondern mit bemerkenswerter Selbstverständlichkeit und Stolz in sein Werk einfließen lässt. Ob mit seinem legendären „Chanukah Song“, in seiner Rolle als israelischer Antiterrorkämpfer Zohan oder mit ausdrücklich jüdischen Figuren, etwa in „Du bist sowas von nicht zu meiner Bat-Mizwa eingeladen“: Sandler hat jüdisches Leben einem Millionenpublikum nahegebracht und sich zugleich unmissverständlich zu Israel bekannt. Am 9. September wird der Schauspieler, Drehbuchautor, Produzent und Musiker 60 Jahre alt – Anlass, auf eine außergewöhnliche Karriere und einen Hollywood-Star zurückzublicken, der nie vergessen hat, woher er kommt. (JR)
Am 1. Februar 2011 wurde Adam Richard Sandler mit einem Stern in der Kategorie „Film“ auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt. In der langen Reihe jüdischer Schauspieler Hollywoods nimmt er einen besonderen Platz ein: als Komiker, Schauspieler, Drehbuchautor, Produzent und Musiker. Vor allem seine Komödien machten ihn zu einem der populärsten Stars seiner Generation, doch auch ernste Rollen beherrscht er.
„... Und ich entwickelte einen Sinn für Humor“
Adam Richard Sandler wurde am 9. September 1966 in Brooklyn geboren. Seine Eltern Stanley und Judith Sandler stammten aus Familien jüdischer Einwanderer aus Russland. Als Adam sechs Jahre alt war, zog die Familie nach Manchester in New Hampshire. Schon während der Schulzeit fiel sein Talent auf, andere zum Lachen zu bringen.
Als Jugendlicher gehörte er der jüdischen Jugendbewegung BBYO an. Mit 17 Jahren betrat er auf Drängen seines Bruders erstmals die Bühne eines Comedy-Clubs in Boston. Bald trat er regelmäßig in Clubs auf. Sein oft aufbrausender Vater habe wesentlich dazu beigetragen, dass er Humor entwickelte, um Spannungen zu entschärfen. Zugleich vermittelte er ihm, dass die Familie an erster Stelle stehe.
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