„Yonis letzte Schlacht“: Jüdisches Leben ist nicht verhandelbar!

„Yonis letzte Schlacht“ – das Buch zu dem legendären israelischen Befreiungsunternehmen von Entebbe ist nunmehr zum 50. Jahrestag der erfolgreichen Geiselbefreiung mit einem Vorwort von Dr. Rafael Korenzecher auch als deutsche Ausgabe im Castrum Verlag erschienen. Iddo Netanyahu, der jüngste der drei Netanyahu-Brüder, erzählt darin die Geschichte seines Bruders Yonatan „Yoni“ Netanyahu, des Kommandeurs der Befreiungsaktion, der als einziger israelischer Soldat bei der Rettung jener jüdischen Geiseln fiel, die zuvor von arabischen und deutschen Linksterroristen nach Nazi-Manier selektiert worden waren. Dass es deutsche Linksterroristen waren, die 1976 in Entebbe Juden von Nichtjuden trennten, ist umso wichtiger festzuhalten angesichts des täglich offensichtlicher werdenden Antisemitismus der heutigen deutschen Linken und ihrer schamlosen Komplizenschaft mit den Todfeinden Israels und der Juden — was damals galt, gilt offenkundig bis heute. Dieses Buch ist weit mehr als die Biographie eines gefallenen Helden: Es ist das Vermächtnis eines Mannes, der wusste, dass jüdisches Leben nach Auschwitz nie wieder von der Gnade seiner Feinde abhängen darf, und der für diese Gewissheit den höchsten Preis zahlte. Fünfzig Jahre nach Entebbe, in einer Zeit, in der dem jüdischen Staat erneut von allen Seiten Verhandlungen mit seinen Todfeinden aufgedrängt werden, ist Yonis Botschaft aktueller denn je: Jüdisches Leben ist nicht verhandelbar — es wird verteidigt. (JR)
Die meisten Bücher erscheinen, werden gelesen, besprochen, gelobt oder verrissen und verschwinden irgendwann in der Geschichte. Manche Bücher jedoch haben ein anderes Schicksal. Sie warten auf ihren Zeitpunkt. „Yonis letzte Schlacht” ist ein solches Buch.
Fünfzig Jahre nach der Befreiung von Entebbe erscheint die Geschichte Yonis erstmals in deutscher Sprache. Das ist weit mehr als eine verlegerische Entscheidung. Es ist ein historischer Vorgang — und eine Notwendigkeit. Denn die Geschichte von Entebbe ist auch eine deutsche Geschichte, und gerade deshalb verdient sie ein deutsches Publikum.
Am 27. Juni 1976 wurde der Air-France-Flug 139 auf dem Weg von Tel Aviv nach Paris entführt. Die Maschine landete nicht zufällig in Entebbe, Uganda. Die Terroristen wählten Uganda wegen des dort herrschenden Mörders und Diktators Idi Amin, dessen Gewaltregime auf Terror und Willkür beruhte. Linke Verbrecher und arabische Mörder fühlen sich wohl bei ihresgleichen. In Entebbe fanden sie ihren Mann.
Die Entführer waren PFLP-Terroristen der PLO und deutsche Linksterroristen, allesamt in üblicher verbrecherischer Einheit.
Bereits diese Ungeheuerlichkeit verdient einen Moment des Innehaltens.
Juden von Nichtjuden selektiert
Einunddreißig Jahre nach Auschwitz halfen linke deutsche Terroristen, wie weiland die Nazis, Juden von Nichtjuden zu trennen und zu selektieren.
Allein das Wort Selektion ist bereits entsetzlich. Es hat mich, seit ich als Kind die Tragweite des Geschehens zu begreifen begann, nie mehr losgelassen — auch nicht dort, wo es in ganz anderen, auch neutralen Zusammenhängen auftaucht. Ich kann es bis heute nicht benutzen, ohne dass es mich trifft. Es ist für mich kein neutrales Wort. Es wird es nie sein. Es bezeichnet jenen Vorgang an den Rampen der Vernichtungslager, bei dem SS-Männer ankommende Juden in zwei Gruppen trennten — die einen zur Zwangsarbeit, die anderen sofort in den Tod. In Entebbe selektierten keine Wehrmachtsoffiziere, keine SS-Männer, keine Gestapobeamten, auch keine übriggebliebenen ewiggestrigen Neonaziglatzen die jüdischen Menschen. Es waren Linke, sich jeder Wahrheit zum Hohn als Antifaschisten bezeichnende Verbrecher. Israelfeinde. Antisemiten.
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