Sie wollen Krieg – Deutsche Kriegshetze und Komplizenschaft
In Europa stehen die Zeichen auf Krieg. Selenski führt längst keinen Verteidigungskrieg mehr, sondern greift Russland tief im Landesinneren an und macht auch nicht vor zivilen Zielen halt. In Europa bekommt er finanzielle und moralische Schützenhilfe von Friedrich Merz bis Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Selbst die Grünen, die früher die Friedenspartei waren und auf Montagsdemos für Abrüstung und Frieden demonstrierten, sind heute die eifrigsten Kriegstreiber. Kommt es hart auf hart, wird sich zeigen, ob Recht, Ordnung und Bedürftigkeit zählen – oder ob am Ende derjenige zuerst von Polizei und Rettungsdiensten versorgt wird, der am lautesten droht. Brüssel spielt mit dem Weltbrand. Kiew und Brüssel treiben Europa Schritt für Schritt an jene Schwelle, an der aus politischer Hybris nukleare Wirklichkeit werden kann. Der erste Schlag würde dann kaum jene treffen, die in Berlin oder Brüssel große Reden halten, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit Kiew – und Berlin, das sich vom Zahlmeister zum Kriegsbeteiligten hetzt. Gleichzeitig wird darüber diskutiert, die Zuflucht für wehrfähige ukrainische Männer in Europa einzuschränken. Oder anders gesagt: Europa investiert immer mehr in die Fortsetzung eines Krieges, den die Ukraine niemals gewinnen kann. (JR)
Am Morgen des 6. August 1945 ging über Hiroshima die Sonne auf wie an jedem anderen Sommertag. Straßenbahnen fuhren, Kinder machten sich auf den Weg zur Schule, Arbeiter öffneten Fabriktore. Wenige Stunden später existierte ihre Stadt praktisch nicht mehr. Eine einzige Bombe hatte ausgereicht, um eine Stadt de facto zu beerdigen. Drei Tage später wiederholte sich das Grauen in Nagasaki.
Bis heute wird darüber gestritten, ob der Einsatz der Atombomben militärisch notwendig oder moralisch zu rechtfertigen war. Doch eine Tatsache lässt sich nicht bestreiten: Der Zweite Weltkrieg gegen Japan endete mit der bis dahin unvorstellbaren Eskalation einer neuen Waffe. Der Grund war, dass die Vereinigten Staaten zu der Überzeugung gelangt waren, dass der Preis eines konventionellen Sieges gegen das japanische Kaiserreich zu hoch geworden war.
Japan war längst kein kleiner Inselstaat mehr. Ab 1905 begann der Aufstieg zur dominierenden Macht Ostasiens. Korea wurde annektiert, die Mandschurei besetzt, weite Teile Chinas erobert. Mit dem Angriff auf Pearl Harbor weitete Tokio den Krieg schließlich auf den gesamten Pazifik aus. Zeitweise kontrollierte das Kaiserreich Gebiete von den Philippinen über Malaysia bis nach Indonesien – gegen den geostrategischen Willen der Vereinigten Staaten. Doch selbst als Japan militärisch längst auf verlorenem Posten stand, dachte seine Führung nicht an Kapitulation. Sie setzte auf Durchhaltewillen und Opferbereitschaft. Am Ende fiel die folgenschwerste militärische Entscheidung des 20. Jahrhunderts.
Es scheint, dass das Einzige, was man aus der Geschichte lernt, die Tatsache ist, dass man aus der Geschichte nichts lernt. Dabei ist die Frage so simpel wie elementar: Kann ein Krieg gegen eine Atommacht überhaupt mit militärischen Mitteln gewonnen werden?
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