Entebbe 1976: Israels Antwort auf Terror und Erpressung

Gebrüder Netanjahu: Bibi, Yoni, Iddo© israelfacesplaces.blogspot.com

In der Nacht vom 3. auf den 4. Juli 1976 schrieb Israel in Entebbe Militärgeschichte: Während arabische und deutsche Linksterroristen jüdische und israelische Geiseln nach Nazi-Manier ausgesondert hatten, in der Absicht sie zu ermorden, entschied sich der jüdische Staat für das, was seine Feinde bis heute nicht begreifen: Wehrhaftigkeit statt Kapitulation. An der Spitze der Befreiungsaktion stand Yonatan „Yoni“ Netanjahu, Kommandeur der Sayeret Matkal, Soldat, Stratege, Zionist und einer jener Männer, deren Leben im Dienst an Israel fast zu kurz erscheint, um seine Größe zu fassen. Er fiel mit nur 30 Jahren, während 102 Geiseln gerettet wurden, und wurde damit zum Sinnbild eines jüdischen Selbstbehauptungswillens, der nach Auschwitz und München keine wehrlosen Juden mehr dulden wollte. Fünfzig Jahre später bleibt Yoni Netanjahu eine Mahnung an die gesamte Welt: Israel überlebt nicht durch Appelle an die Weltgemeinschaft, sondern durch Mut, Entschlossenheit und Männer, die bereit sind, für ihr Volk den höchsten Preis zu zahlen. (JR)

Von Lina Gorodetskaya

Yonatan (Yoni) Netanjahu ist einer der bekanntesten Helden der israelischen Militärgeschichte. Als Offizier der israelischen Verteidigungsarmee und Kommandeur der Eliteeinheit „Sayeret Matkal“ wurde er zum Symbol für die Bereitschaft, sich selbst zu opfern, um andere zu retten. Für seine Teilnahme am Jom-Kippur-Krieg wurde er mit der „Medal of Distinguished Service“, der dritthöchsten militärischen Auszeichnung Israels, ausgezeichnet; er kam im Alter von 30 Jahren während der Operation „Entebbe“ ums Leben, die später zu seinen Ehren in „Mivtza Yonatan“ umbenannt wurde.

Yonatan Netanjahu sagte über den Staat Israel: „Ich ziehe es vor, hier unter den Bedingungen eines endlosen Krieges zu leben, als Teil des jüdischen Volkes zu sein, das endlos durch verschiedene Länder zieht … Da ich nicht vorhabe, meinen Enkelkindern vom Staat Israel als einer vorübergehenden Episode des 20. Jahrhunderts in den Jahrtausenden der Wanderschaft zu erzählen, bin ich entschlossen, an diesem Land festzuhalten, solange es mir die Kräfte erlauben.“

 

Liebe zu Eretz Israel

Yonatan Netanjahu wurde am 13. März 1946 als Sohn von Zila und Benzion Netanjahu in New York geboren, wo sein Vater für die Gründung eines jüdischen Staates warb. Als Yoni zwei Jahre alt war, zog die Familie nach Israel und ließ sich in Jerusalem nieder, kurz nach der Gründung des Staates Israel. Dort wurden seine beiden jüngeren Brüder geboren – Benjamin, der heutige israelische Ministerpräsident, und Iddo, Radiologe, Autor und Dramatiker.

In der Schule war Yonatan der unbestrittene Anführer. Er begeisterte sich für die Pfadfinderbewegung und wurde Truppführer. In den Erinnerungen seiner Klassenkameraden ist er als einfühlsamer Mensch in Erinnerung geblieben, der jede Ungerechtigkeit im Keim erstickte. Schon damals, in der Schulzeit, lobten alle seinen aufrichtigen Patriotismus und seine Liebe zu seinem Land, dessen Geschichte er mit Interesse studierte. Mit der Zeit musste der Familienvater jedoch erneut nach Amerika ausreisen, was Yonatan ebenso wie seine jüngeren Brüder sehr mitnahm, da sie ihre Heimat und ihre Freunde nicht verlassen wollten.

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